E-Kleinstwagen Honda Super-One startet in Japan

E-Kleinstwagen Honda Super-One startet in Japan
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Honda bringt frischen Wind ins Segment der kleinen Elektroautos – zunächst in Japan, perspektivisch aber auch mit Signalwirkung für Europa. Mit dem neuen Super-One hat der Hersteller ein A-Segment-Modell vorgestellt, das bewusst nicht nur auf Effizienz und Alltagstauglichkeit abzielt, sondern das Fahrerlebnis wieder stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Das Modell könnte ein würdiger Nachfolger für den sympathischen, aber aus diversen Gründen gescheiterten Honda e werden.

Wie der japanische Automobilhersteller in einer Pressemitteilung erklärt, startet der Verkauf des Super-One Ende Mai in Japan, Vorbestellungen werden bereits seit Mitte April entgegengenommen. Im Kern kombiniert Honda ein leichtes Fahrzeugkonzept mit bewusst emotional aufgeladenen Fahreigenschaften. Mit einem Gewicht von nur rund 1090 Kilogramm gehört der Super-One zu den leichtesten Elektroautos seiner Klasse. Die Reichweite liegt im WLTC-Zyklus bei rund 274 Kilometern – ein Wert, der klar auf den urbanen Einsatz zugeschnitten ist.

Boost-Modus und synthetischer Motorensound

Auffällig ist der Ansatz, Elektromobilität auch im Kleinstwagensektor emotionaler zu inszenieren. Mit einem eigens entwickelten „Boost-Mode“ steigert der Super-One seine Leistung kurzfristig von 47 kW auf 70 kW. Gleichzeitig simuliert das Fahrzeug ein 7-Gang-Getriebe inklusive Schaltvorgängen sowie einen künstlich erzeugten Motorsound, wie wir es etwa vom um Welten sportlicheren Hyundai Ioniq 5N kennen. Über Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer aktiv eingreifen – ein Feature, das bewusst an klassische Verbrenner erinnern und den Umstieg auf die Elektromobilität leichter und gewohnter machen soll.

Auch beim Design setzt Honda auf Eigenständigkeit: Breite Spur, ausgeprägte Radhäuser und eine insgesamt sportlichere Linienführung sollen Dynamik vermitteln, während der Innenraum mit sportlichen Sitzen, klar strukturierter Instrumententafel und einem bewusst fahrerorientierten Layout aufwartet. Ergänzt wird das Ganze durch ein serienmäßiges Bose-Soundsystem, das den Anspruch unterstreicht, ein möglichst immersives Fahrerlebnis zu schaffen.

Spannend ist jedoch vor allem die Frage nach einem möglichen Marktstart außerhalb Japans. Offiziell hat sich Honda hierzu bislang nicht konkret geäußert. Allerdings passt das Konzept des Super-One durchaus in aktuelle Entwicklungen in Europa – insbesondere in Deutschland, wo der Bedarf an kompakten, bezahlbaren Elektroautos weiter steigt. Zahlreiche kommende Kleinwagen von diversen Herstellern zeigen, dass das A-Segment im Zuge der Elektrifizierung (wieder) an Bedeutung gewinnt.

Neue Zielgruppe soll erschlossen werden

Gerade in Deutschland könnte ein Fahrzeug wie der Super-One eine interessante Rolle spielen. Denn während viele Hersteller zuletzt vor allem größere und margenstärkere Modelle priorisiert haben, wächst der politische und gesellschaftliche Druck, Elektromobilität breiter zugänglich zu machen. Förderprogramme, Diskussionen um günstigere Ladeinfrastruktur und steigende Anforderungen an urbane Mobilität könnten den Weg für kompakte Stromer weiter ebnen. Und die Erinnerungen an den Honda e als zwar braveres, aber gelungenes, jedoch für das Gebotene seinerzeit noch zu teure Elektroauto, sind vorwiegend positiv.

Ob und wann Honda den Super-One nach Europa bringt, bleibt jedoch erst einmal offen. Klar ist jedoch: Mit dem Fokus auf Fahrspaß, geringes Gewicht und bewusst emotionales Design setzt das Modell einen spannenden Kontrapunkt zu vielen aktuell eher rational ausgelegten Elektroautos – und könnte damit genau den Nerv einer Zielgruppe treffen, die mit der Elektromobilität derzeit vielleicht noch etwas fremdeln.

Quelle: Honda – Pressemitteilung vom 10. April 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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