GM will Reichweite und Batteriekosten der Ultium-Plattform deutlich verbessern

GM will Reichweite und Batteriekosten der Ultium-Plattform deutlich verbessern
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General Motors

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Präsident des US-Autokonzerns General Motors (GM) Mark Reuss gab auf einer virtuellen Konferenz weitere Einzelheiten zur Ultium-Batteriechemie der nächsten Generation bekannt. Im Zuge dessen kündigte er eine vertiefte, gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit dem Lithium-Metall-Batterie-Innovator SolidEnergy Systems (SES) an.

Die Lithium-Metall-Batterie biete eine ideale Kombination aus Erschwinglichkeit, hoher Leistung und Energiedichte, teilt GM mit, und soll deshalb in einigen Jahren in der Ultium-E-Auto-Plattform von GM eingesetzt werden. Die ersten Prototypbatterien haben dem Hersteller zufolge bereits beinahe 250.000 simulierte Testkilometer in Forschungs- und Entwicklungslabors im Global Technical Center von GM in Warren, Michigan, zurückgelegt, um einen Ausblick auf ihr reales Potenzial zu geben.

Um die Kommerzialisierung von Lithium-Metall-Batterien zu beschleunigen, arbeite GM bereits mit mehreren innovativen Unternehmen zusammen und tätige Investitionen, die es dem Unternehmen ermöglichen sollen, schnell zu skalieren. GM Ventures war schon vor sechs Jahren ein früher Investor in SES, einem führenden Unternehmen bei der Forschung, der Entwicklung und der Fertigung der Lithium-Metal-Technologie sowie AI-gestützter Batteriemanagementsoftware zur Optimierung von Leistung und Sicherheit. Diese Investition von 2015 war der Beginn einer engen Zusammenarbeit zwischen SES und der Forschungs- und Entwicklungsorganisation von General Motors.

Die aktuelle gemeinsame Entwicklungsvereinbarung ist der nächste Fortschritt dieser laufenden Zusammenarbeit. Im Rahmen der Vereinbarung planen GM und SES, bis 2023 in Woburn, Massachusetts, eine Prototypen-Produktionslinie für eine Hochleistungs-Vorproduktionsbatterie zu bauen.

„Erschwinglichkeit und Reichweite sind zwei Haupthindernisse für die Masseneinführung von Elektroautos. Wir glauben, dass wir mit der Ultium-Chemie der nächsten Generation kurz vor einer deutlichen Verbesserung der Energiedichte und der Kosten stehen. In beiden Kategorien gibt es noch mehr Verbesserungspotenzial, und wir beabsichtigen, schneller als jedes andere Unternehmen in diesem Bereich Innovationen zu entwickeln.“ – Mark Reuss, Präsident General Motors

Die erwartete Steigerung der Energiedichte kann auf zweierlei Weise genutzt werden: Entweder für eine höhere Reichweite mit einem Akku ähnlicher Größe oder eine vergleichbare Reichweite mit einem kleineren Akku. Die Gewichts- und Platzersparnis durch kleinere Batteriepakete könnte zur Gewichtsreduzierung des Fahrzeugs beitragen oder mehr Platz für zusätzliche Technologie schaffen.

Ein Teil der Grundlage für die Zusammenarbeit von GM und SES bei Lithium-Metal-Prototypbatterien sei die umfassende Erfahrung von GM mit dieser Batterietechnlologie, wie der Hersteller mitteilt. Die Expertise des Unternehmens auf diesem Gebiet habe dazu geführt, dass 49 Patente erteilt und 45 Patente angemeldet wurden. SES werde sein eigenes geistiges Eigentum an Lithium-Metall-Batterien ebenfalls in die Zusammenarbeit einbringen.

GM kündigt den erwarteten schnellen technischen Fortschritt für den möglichen Einsatz in zukünftigen Ultium-basierten Fahrzeugen nur ein Jahr nach der Veröffentlichung der Ultium-Plattform der ersten Generation an. Die ersten Fahrzeuge auf der Ultium-Plattform sollen noch in diesem Jahr in den Handel kommen.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 11.03.2021

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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