GM beschleunigt E-Mobility-Pläne und kündigt 30 E-Auto-Modelle bis 2025 an

GM beschleunigt E-Mobility-Pläne und kündigt 30 E-Auto-Modelle bis 2025 an
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der US-Autokonzern General Motors will bis zum Jahr 2025 weltweit 30 vollelektrische Modelle im Angebot haben, wie Mary Barra mitteilte, Vorsitzende und CEO von GM. Bis Ende 2025 sollen demnach bereits vierzig Prozent der US-Erträge des Unternehmens aus dem Verkauf von E-Autos stammen. Barra kündigte außerdem an, das finanzielle Engagement von GM für Elektroautos und autonomes Fahren bis 2025 auf 27 Milliarden US-Dollar (rund 22,7 Milliarden Euro) zu erhöhen. Zuletzt hieß es vor gut einem Jahr, GM wolle dafür 20 Milliarden US-Dollar (16,8 Milliarden Euro) in die Hand nehmen.

„Der Klimawandel ist real und wir möchten Teil der Lösung sein, indem wir alle Autofahrer in ein Elektrofahrzeug setzen. Wir wechseln aus einer starken Position heraus zu einem vollelektrischen Portfolio und konzentrieren uns auf Wachstum. Wir können unsere E-Auto-Pläne beschleunigen, weil wir aktuell schnell einen Wettbewerbsvorteil in Bezug auf Batterien, Software, Fahrzeugintegration, Herstellung und Kundenerfahrung aufbauen.“ – Mary Barra, Vorsitzende und CEO von GM

Bei dem virtuellen „Barclays Global Automotive Conference“ genannten Event haben Barra und Doug Parks, Executive Vice President für globale Produktentwicklung, Einkauf und Lieferkette bei GM, wichtige Elemente des neuen GM-Plans vorgestellt. Demnach sollen die weltweit 30 Elektroauto-Modelle bei verschiedenen GM-Marken erscheinen, darunter Cadillac, GMC, Chevrolet und Buick. So will der Hersteller eine möglichst breite Palette an Leistung und Kundenwünschen abdecken. Die Einführung des Lyriq, das erste vollelektrische Auto von Cadillac, könne dank unerwartet flotter Fortschritte um neun Monate nach vorne verschoben werden und soll nun im ersten Quartal 2022 auf den Markt kommen.

Außerdem stellte GM technische Fortschritte bei seinen Ultium genannten Batterien in Aussicht. Ultium-basierte Elektroautos von GM sollen eine Reichweite von bis zu 450 Meilen aufweisen, was gut 725 Kilometern entspricht. Die Ultium-Chemie der zweiten Generation von GM soll voraussichtlich die doppelte Energiedichte bei weniger als der Hälfte der Kosten der aktuellen Batteriechemie liefern. GM teste bereits Prototypen dieser Technologie der nächsten Generation, die voraussichtlich Mitte des Jahrzehnts verfügbar sein soll. Die Ultium-Batterie sei aber schon jetzt ein Meilenstein in der Elektrifizierung, teilt GM mit. Die Kosten für den Akku liegen demnach um fast 40 Prozent unter denen des Chevrolet Bolt EV. Mit der neuen Chemie der zweiten Ultium-Generation soll die Ersparnis auf 60 Prozent steigen.

GM-Fahrplan-Elektroautos

Auch die dezidierte E-Auto-Plattform wird von GM Ultium genannt. Sie soll die Basis ​​für alle elektrifizierten Modelle bieten, von E-Autos für den Massenmarkt bis hin zu leistungsstarken Sport- und Luxusautos. Die Ultium-Technologie soll dazu führen, dass Elektroautos in den kommenden Jahren die Preisparität mit Verbrenner-Fahrzeugen erreichen. Die Ultium-Plattform sei flexibel genug, um neue Chemie und sogar Zelltypen aufnehmen zu können, ohne dass die Architektur neu gestaltet werden müsse, so GM weiter. Ultium-Batterien seien zudem auf Modulebene einfach zu warten, wodurch Reparaturkosten deutlich günstiger seien als der Austausch des gesamten Packs.

Um den Wandel zur Elektromobilität zu beschleunigen, will GM mehr als die Hälfte seines Teams für Investitionen und Produktentwicklung für Programme für elektrifizierte und autonome Fahrzeuge abstellen. Auch eine Joboffensive ist geplant: GM will 3000 Ingenieure für elektrische Systeme, Infotainment-Software und Steuerungen sowie Entwickler für Java, Android, iOS und andere Plattformen neu einstellen.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 19.11.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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