Formel E: Lucas di Grassi feiert dramatischen Fotofinish-Sieg in Mexiko

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Nach einem dramatischen Zieleinlauf in Mexiko-Stadt darf sich Lucas di Grassi (Audi) als vierter Sieger im vierten Rennen der Formel-E-Saison 2018/19 feiern lassen. Der Brasilianer setzte sich in einem Fotofinish erst auf der Zielgeraden an Pascal Wehrlein (Mahindra) vorbei, der durch eine nachträgliche Zeitstrafe nur als Sechster gewertet wird. Auf Platz 2 rutschte BMW-Mann Felix da Costa auf, Mortara (Venturi) komplettierte das Podium.

Noch bei der Ausfahrt aus dem berühmten Stadion des Autodromo Hermanos Rodriguez führte Pole-Sitter Wehrlein vor dem Brasilianer. Auf den letzten Metern ging Wehrlein, der bis dorthin jede einzelne Runde des E-Prix anführte, jedoch der Saft aus. Die vermehrten Verteidigungsmanöver, bei denen Wehrlein einmal gar eine Kurve abkürzen musste, um eine Kollision zu vermeiden, kosteten offenbar zu viel Energie.

Für das Abkürzen der Kurve wurde Wehrlein nachträglich mit einer 5-Sekunden-Zeitstrafe belegt, die den Schwaben schlussendlich sogar noch hinter seinen Teamkollegen d’Ambrosio und Andre Lotterer (DS) auf Platz 6 zurückwarf.

Rennunterbrechung nach Horror-Crash

Der Mexico City E-Prix wird jedoch nicht nur für sein denkwürdiges Finish in die Formel-E-Annalen eingehen. Bereits am Start war die Aufregung groß, als Nelson Piquet jr. (Jaguar) spektakulär in das Heck von Vorjahresmeister Jean-Eric Vergne (DS) rauschte, aufstieg und mit hoher Geschwindigkeit in der Streckenbarriere landete.

Glücklicherweise blieb Piquet jr. unverletzt und konnte ohne Hilfe aus seinem Fahrzeug aussteigen. Die Rennleitung unterbrach das Rennen in der Folge dennoch für Räumungsarbeiten für über 20 Minuten mit einer roten Flagge, weshalb der E-Prix, der eigentlich nur für 45 Minuten plus eine Wertungsrunde angesetzt war, unplanmäßig verlängert werden musste.

Massa sammelt erste Formel-E-Punkte

Im hart umkämpften Mittelfeld schaffte es Publikumsliebling Daniel Abt (Audi), der den E-Prix von einem enttäuschenden 21. Startplatz aufnahm, nach dem Restart bis auf Platz 10 nach vorn. Vor ihm beendete Santiago-Sieger Sam Bird (Virgin) das Rennen, der wiederum von Ex-Formel-1-Fahrer Felipe Massa (Venturi) und Mitch Evans (Jaguar) geschlagen wurde.

Nissan e.dams reist indes mit gemischten Gefühlen aus Mexiko ab. Nachdem sowohl Oliver Rowland als auch Sebastien Buemi über weite Strecken um die Top 3 kämpften, rollte das britisch-schweizerische Duo in der letzten Runde unerwartet aus und beendete den Lauf hinter Dragon-Neuzugang Felipe Nasr auf den Rängen 20 und 21.

D’Ambrosio übernimmt Meisterschaftsführung

Jerome d’Ambrosio (53) übernimmt nach dem Mexiko-Lauf erneut die Führung in der Fahrerwertung der Formel E. Antonio Felix da Costa (46) ist vor Sam Bird (45) knapp neuer Zweiter, Lucas di Grassi (34) und Pascal Wehrlein (30) runden die Top 5 ab. Bei den Teams führt Mahindra (83) vor Virgin (73), BMW (64), DS (57) und Audi (56).

Der nächste Lauf der Formel E findet am 10. März in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong statt, der den 50. E-Prix in der Geschichte der Elektroserie bilden wird.

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