Ford entwickelt Hochleistungs-Schnellladekabel mit „Dampf-Kühlung“

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Ingenieure der Ford Motor Company und Forscher der Purdue University in West Lafayette (US-Bundesstaat Indiana) haben ein Verfahren zum Patent angemeldet, bei dem die Wärme, die beim Durchfluss großer Strommengen durch ein Ladekabel entsteht, mittels einer speziellen Kühlflüssigkeit abgeleitet wird. Der Clou dabei: Die Flüssigkeit verdampft und führt auf diese Weise einen großen Teil der Wärme ab. Unter dem Strich bedeute dies, dass das Ladekabel wesentlich leistungsfähiger als derzeit übliche Produkte sein soll. Der Ladevorgang eines entsprechend ausgerüsteten Elektroautos könnte mit einem derartigen Kabel künftig nur noch wenige Minuten dauern – und damit nicht länger als das Tanken an einer herkömmlichen Benzin-Zapfsäule.

Bislang sind Ladestationen aufgrund der Überhitzungsgefahr in ihrer Leistung noch begrenzt. Um den Akku eines Elektroautos schneller aufladen zu können, muss jedoch mehr Strom durch das Kabel fließen“, sagt Michael Degner, Senior Technical Leader, Ford Research and Advanced Engineering. „Damit steigt auch die Wärmemenge, die abgeführt werden muss, um die Sicherheit und die einwandfreie Funktion des Kabels zu gewährleisten“.

Issam Mudawar, Professor für Maschinenbau an der Purdue University, erklärt: „Ladezeiten von Elektrofahrzeugen können stark variieren – von 20 Minuten an einer Schnellladestation bis zu mehreren Stunden an Haushaltssteckdosen“. Potenzielle Kunden, die den Kauf eines Elektroautos erwägen, seien aus diesem Grund verunsichert und stellen den Erwerb eines Stromers mitunter zurück. Mudawar beabsichtigt nach eigenen Angaben, in den kommenden zwei Jahren mit dem ausgiebigen Testen eines Prototyp-Ladekabels zu beginnen. Die Marktreife werde das Schnellladekabel in naher Zukunft allerdings nicht erreichen, stellt Ford schon jetzt klar.

Die Kooperation von Ford und der Purdue Universität ist Teil zahlreicher strategischer Allianzen, die der Konzern mit Universitäts-Professoren und Universitäts-Instituten auf der ganzen Welt unterhält. Doktoranden die Möglichkeit zu geben, an realen Herausforderungen mit hohem Praxisbezug zu arbeiten, hilft ihnen beim Ausbau ihrer Fähigkeiten. Darüber hinaus wird studentischer Nachwuchs motiviert, ihre berufliche Karriere möglicherweise bei Ford zu starten, um ihre Kreativität im Bereich der Elektromobilität zu entfalten.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 10.11.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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