Neue DC-Ladelösung bietet flexible Ladeleistungen bis 480 Kilowatt an sechs Säulen

Neue DC-Ladelösung bietet flexible Ladeleistungen bis 480 Kilowatt an sechs Säulen
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Elexon

Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Wenn ein Unternehmen eine Flotte von E-LKWs und E-PKWs betreibt, braucht es auch die dafür passende Ladeinfrastruktur. Bisher waren das zumeist eigene Säulen für LKW und PKW, da E-LKWs deutlich höhere Ladeleistungen aufnehmen können als die meisten E-PKWs. Warum also nicht eine Säule mit flexiblen Ladeleistungen? Der Ladeinfrastrukturanbieter elexon aus Aachen hat im September auf der IAA Transportation eine solche vorgestellt. An bis zu sechs Ladepunkten an bis zu drei Säulen kann die Ladeleistungen flexibel zwischen 80 und 480 Kilowatt gewählt werden.

An der Basisstation, der sogenannten „PowerBank“, können also bis zu sechs Ladesäulen angeschlossen werden. So können bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig laden, mit maximal 480 Kilowatt oder 500 Ampere. Ein E-LKW kann also etwa die vollen 480 Kilowatt nutzen, oder zwei E-PKW jeweils 160 Kilowatt und zwei weitere 80 Kilowatt. Oder sechs E-PKW jeweils 80 Kilowatt. Über das angeschlossene Energiemanagement wird die Gesamtladeleistung entsprechend an alle angeschlossenen Ladepunkte verteilt.

Aktuell erhältliche Ladelösungen dieser Art bieten meist fünf oder weniger Ladepunkte und reduzieren die Nutzung bei hoher Ladeleistung auf zwei Säulen. Die anderen Ladepunkte können in dieser Zeit nicht genutzt werden„, erklärt Nurhan Rizqy Averous, Head of Product Development & Engineering bei elexon. Bei der Ladelösung von elexon könnten alle Säulen gleichzeitig genutzt werden, das wäre für die Kunden ein entscheidendes Kaufargument. Elexon biete damit aktuell die größte Anzahl an Terminals pro Basisstation auf dem europäischen Markt. Die Anzahl der Ladepunkte kann um jeweils sechs erweitert oder reduziert werden, um auf Flottenveränderungen zu reagieren.

Ein weiterer Vorteil: die PowerBank hat weniger Gewicht und ist kompakter als ein All-in-One-Gerät und kann auch außer Sicht- und Hörweite der Ladesituation platziert werden (bis zu 100 Meter entfernt). Die modulare Bauweise erhöht außerdem die Wartungsfreundlichkeit. Fällt ein Leistungsmodul aus, reduziert sich die Gesamtleistung nur um 20 Kilowatt. Der Modultausch kann in wenigen Minuten erfolgen, auch dank dem geringen Gewicht von weniger als zehn Kilogramm pro Leistungsmodul.

Mit der 480 Kilowatt-DC-Säule deckt elexon daher alle momentan verfügbaren Ladeleistungen von E-PKW und E-LKW ab. Wollen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden, teilt man sich die Ladeleistung einfach.

Quelle: elexon – Pressemitteilung vom 12. Oktober 2022

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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