Der italienische Automobilhersteller Fiat erweitert einer aktuellen Pressemitteilung zufolge sein Angebot rund um den Hochdachkombi Qubo L und bringt neben Dieselvarianten nun auch einen vollelektrischen Antrieb auf den Markt. Damit folgt die Marke der bekannten Stellantis-Strategie, bestehende Plattformen konzernweit zu elektrifizieren und unterschiedliche Antriebstechnologien parallel anzubieten. Im Fokus steht dabei klar das neue Elektromodell, das den Qubo erstmals lokal emissionsfrei auf die Straße bringt.
Der neue Fiat Qubo L Elektro leistet 100 kW (136 PS) und nutzt eine Batterie mit 50 kWh Kapazität. Daraus ergibt sich eine Reichweite von bis zu 340 Kilometern nach WLTP-Norm. Der Energieverbrauch wird mit 18,0 bis 19,4 kWh pro 100 Kilometer angegeben. Damit positioniert sich das Modell im typischen Bereich der kompakten Elektro-Hochdachkombis, die vor allem auf Alltagstauglichkeit ausgelegt sind.
Der elektrische Qubo ist ausschließlich als Fünfsitzer erhältlich und richtet sich damit klar an Familien oder gewerbliche Nutzer, die ein kompaktes, aber vielseitiges Fahrzeug suchen. Die Preisliste startet bei 35.490 Euro, wobei Fiat die bekannten Ausstattungslinien Pop, Icon und La Prima anbietet. Charakteristisch für das Modell bleiben die praktischen Eigenschaften des Qubo: zahlreiche Staufächer, variable Sitzkonfigurationen und eine auf Funktionalität ausgelegte Innenraumarchitektur.
Drei Ausstattungslinien
Die Basis bildet die Pop-Version, die bewusst schlicht gehalten ist. Sie konzentriert sich auf die Kernqualitäten des Qubo: viel Platz, hohe Variabilität und solide Grundausstattung. Typisch sind einfache Materialien, reduzierte Optik und ein eher grundlegendes Infotainment. Zielgruppe sind vor allem preisbewusste Käufer oder gewerbliche Nutzer, die den Fokus klar auf Funktionalität legen.
Darüber positioniert sich die Icon-Ausstattung, die den Qubo deutlich aufwertet. Äußerlich sorgen unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dachreling und schwarze Designakzente für einen moderneren Auftritt. Im Innenraum kommen Komfortfeatures wie besser gepolsterte Sitze mit Armlehnen, elektrische Fensterheber hinten sowie eine höherwertige Mittelkonsole hinzu. Besonders relevant für den Alltag ist das Infotainment: Ein 10-Zoll-Touchscreen mit Wi-Fi-Mirroring sowie ein digitales Kombiinstrument sollen den Qubo technisch auf ein zeitgemäßes Niveau bringen. Auch bei der Sicherheit legt Icon nach, etwa mit Rückfahrkamera und erweiterten Traktionsmodi („Grip Control“).
Die La-Prima-Version markiert schließlich die Spitze der Baureihe. Hier kommen zusätzliche Design- und Komfortmerkmale wie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer und ein öffnendes Heckklappenfenster („Magic Window“) hinzu. Im Innenraum bietet die Topversion unter anderem eine automatische Klimaanlage (inklusive Fond), ein beheizbares Soft-Touch-Lenkrad sowie optional ein großes Panoramaglasdach („Magic Top“). Auch bei der Konnektivität legt Fiat nach: Navigation, kabelloses Laden und erweiterte Assistenzsysteme wie Totwinkelwarner, Parksensoren vorne sowie Keyless Entry gehören hier zum Paket.
Eng verwandt mit Combo, e-Rifter und ë-Berlingo
Technisch ordnet sich der Qubo L Elektro klar in die Stellantis-Welt ein. Der Antrieb entspricht weitgehend dem bekannten Setup aus anderen Konzernmodellen: 100 kW Elektromotor kombiniert mit einer 50-kWh-Batterie. Diese Konfiguration findet sich in ähnlicher Form auch bei Modellen wie Opel Combo Electric, Peugeot e-Rifter oder Citroën ë-Berlingo wieder. Entsprechend nutzt Fiat hier eine bewährte Plattformstrategie, die Entwicklungskosten reduziert und gleichzeitig Skaleneffekte schafft.
Neben dem Elektroantrieb erweitert Fiat das Angebot parallel um einen neuen Benzinmotor. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo leistet 81 kW (110 PS) und wird mit manuellem Sechsganggetriebe kombiniert. Anders als die Elektroversion ist der Benziner sowohl als Fünf- als auch als Siebensitzer erhältlich und startet bei 24.490 Euro. Ergänzt wird das Portfolio weiterhin durch bekannte Dieselvarianten.
Mit der Einführung der Elektroversion wird der Fiat Qubo L deutlich breiter aufgestellt und schließt eine Lücke im Portfolio der Marke. Während der Hochdachkombi bislang vor allem über Funktionalität und Raumangebot definiert war, kommt nun ein weiterer Aspekt hinzu: die lokale Emissionsfreiheit. Gerade im urbanen Einsatz oder bei gewerblichen Flotten könnte der Qubo Elektro damit an Relevanz gewinnen – nicht zuletzt, weil er technisch auf einer Plattform basiert, die sich im Stellantis-Konzern bereits vielfach bewährt hat.
Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 30. April 2026








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