Fiat-CEO sieht großes Potenzial im elektrischen Panda

Fiat-CEO sieht großes Potenzial im elektrischen Panda
Copyright:

Fiat

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Fiat-CEO Olivier François bezeichnet die Einführung des neuen Grande Panda gegenüber der Automobilwoche als bedeutendes Ereignis, da dieses Modell Fiats Rückkehr in das globale Kleinwagensegment markiere – das erste Mal seit Einführung der Palio-Familie 1996, die sich schnell zu einem Weltauto entwickelt hat. Laut François ist Fiat „die internationalste Marke innerhalb von Stellantis“ mit bisher stark regional fokussierten Produkten. Der Grande Panda soll dies ändern und etwa 50 Prozent seines Absatzes außerhalb Europas erzielen.

Elektromobilität spielt beim Grande Panda eine zentrale Rolle. François erwartet insbesondere in Europa eine starke Nachfrage nach der elektrischen Variante: „Bei den Antrieben erwarten wir, dass das vollelektrische Modell in Europa zwischen 15 und 20 Prozent der Verkäufe ausmachen wird.“ Er erwähnte auch mögliche Pläne für eine elektrische Allradversion: „Eine elektrische Hinterachse schafft neue Möglichkeiten für einen Grande Panda 4WD, sowohl im Hinblick auf den Preis als auch auf die Emissionen, aber wir sind noch dabei, dies zu bewerten.“

In Bezug auf den Fiat 500 betonte François der Automobilwoche gegenüber, dass die Entscheidung, die Verbrenner-Version einzustellen, ursprünglich durch die Annahme schnellerer Elektrifizierung motiviert war. Da sich die Elektromobilität langsamer entwickelt hat, startet Fiat nun doch eine Mild-Hybrid-Version des 500. François dazu: „Egal wie gut ein Panda oder Grande Panda sein mag, ein anspruchsvoller Kunde in Paris oder London wird immer einen schicken 500er kaufen.“ Für diese Hybridvariante rechnet er mit etwa 80.000 Verkäufen jährlich – zu Verkaufszahlen der rein elektrischen Variante äußerte er sich nicht.

Aber auch Fiat muss auf den Kostendruck bei E-Autos reagieren. Setzt hierzu auf eine neue Variante des vollelektrischen 500e mit günstigeren LFP-Batterien, um „dem enormen Druck in Bezug auf Technologie und Preise von Elektroautos“ gerecht zu werden, so François. Schwierigkeiten beim Fiat 600, Fiats kleinem elektrifizierten Crossover, führte François auf schlechtes Timing zurück: „Die Kadenz der Markteinführung war alles andere als ideal“, da die vollelektrische Variante in eine Phase sinkender Elektroauto-Verkäufe fiel und Hybrid-Getriebe zunächst knapp waren.

Mit Blick auf die Zukunft unterstreicht François die Notwendigkeit, Fiat stärker global auszurichten und gleichzeitig klar von anderen Stellantis-Marken abzugrenzen, um Kannibalisierung zu vermeiden. Dabei werden insbesondere der 500 und Panda aufgrund ihrer Bedeutung für Italien und des dortigen Produktionsstandorts eine Sonderrolle einnehmen, während die übrigen Modelle künftig global auf der Smart Car-Plattform basieren sollen.

Quelle: Automobilwoche – Darum positioniert Fiat den Grande Panda als Weltauto

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Fiat Elektroautos

Fiat bringt Grizzly und Grizzly Fastback nach Europa

Fiat bringt Grizzly und Grizzly Fastback nach Europa

Sebastian Henßler  —  

Fiat stellt den Grizzly und Grizzly Fastback vor: zwei kompakte SUVs unter 4,50 Metern, beide auch als E-Auto. Der Europa-Start ist noch für 2026 geplant.

Verfehlte CO2-Ziele: Stellantis droht knapp eine Milliarde Euro Strafe

Verfehlte CO2-Ziele: Stellantis droht knapp eine Milliarde Euro Strafe

Daniel Krenzer  —  

Aufgrund neuer CO2-Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge drohen vielen Herstellern hohe Strafen. Diese setzen aber offenbar auf Lockerungen seitens der EU.

Fiat Qubo L jetzt auch als Elektroauto erhältlich

Fiat Qubo L jetzt auch als Elektroauto erhältlich

Daniel Krenzer  —  

Fiat bietet den Qubo L jetzt auch als Elektroauto an. Mit an Bord: eine 50-kWh-Batterie für bis zu 340 km Reichweite und bekannte Stellantis-Technik.

Stellantis verdreifacht Verkaufszahlen von E-Autos

Stellantis verdreifacht Verkaufszahlen von E-Autos

Maria Glaser  —  

Sowohl die Neuzulassungen als auch der Marktanteil der Stellantis-Marken sind von Januar bis März deutlich gestiegen.

Fiat frischt den elektrischen Topolino auf

Fiat frischt den elektrischen Topolino auf

Sebastian Henßler  —  

Der Fiat Topolino startet mit neuer Farbe Corallo und größerem Display in die Saison und bleibt als kompaktes E-Fahrzeug für die Stadt klar positioniert.

Fiat bringt dreirädrigen Elektro-Transporter Tris nach Europa

Fiat bringt dreirädrigen Elektro-Transporter Tris nach Europa

Michael Neißendorfer  —  

Statt Kastenwagen zieht auf der Automesse in Brüssel bei Stellantis Pro One ein vollelektrischer Kleinsttransporter mit drei Rädern die Blicke auf sich.

Abarth erwägt Comeback des Verbrenners

Abarth erwägt Comeback des Verbrenners

Sebastian Henßler  —  

Abarth denkt über ein Verbrenner-Comeback nach, weil viele Fans den Motor zum Schrauben vermissen und die E-Modelle 500e und 600e nicht genug Freiraum bieten.