„Everybody in“: GM startet breite Einführung von E-Auto-Komponentensätzen

„Everybody in“: GM startet breite Einführung von E-Auto-Komponentensätzen
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General Motors

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Seiner Vision einer Welt ohne Unfälle, ohne Emissionen und ohne Staus folgend hat General Motors seine Strategie bekanntgegeben, seine E-Auto-Technologien und -Komponenten wie Elektromotoren und Batterien für eine Vielzahl verschiedener Anwendungen zur Verfügung zu stellen – zum Beispiel für die Elektrifizierung von Oldtimern, Baumaschinen und Booten.

Dieser Ansatz soll es dem Autohersteller ermöglichen, seine Reichweite auf eine größere, vielfältigere Gruppe kommerzieller Kunden auszuweiten und andere Unternehmen dabei zu unterstützen, die wachsende Nachfrage nach emissionsfreier Technologie zu befriedigen – und gleichzeitig ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

GM verfügt über eine Strategie und über ein Netzwerk von Integratoren und Co-Development-Vereinbarungen, um eine breite Palette von Komponenten und Lösungen auf einer breiten Palette von Kunden und Einsatzgebieten anwenden zu können“, sagt Travis Hester, GM Vice President of Electric Vehicle Growth Operations. GM erhofft sich aus dem Unterfangen zusätzliches Erlöspotenzial: Das Unternehmen schätzt, dass der adressierbare Gesamtmarkt für Elektrifizierungskomponenten bis 2030 im Bereich von 20 Milliarden Dollar (etwa 18 Milliarden Euro) liegen könnte, da eine wachsende Anzahl von Branchen eigene Emissionsreduktionsziele einführt bzw. einführen muss.

Welche E-Auto-Komponentensätze GM einführen will:

Chevy Performance and Aftermarket: Das kommende Electric Connect and Cruise eCrate Package stellt eine Gelegenheit für GM dar, seine E-Auto-Technologie auf den Aftermarket auszuweiten und es Kunden zu ermöglichen, mit qualifizierten Installateuren über das eSVM-Programm (Elektrische Spezialfahrzeugmodifikatoren) zusammenzuarbeiten. Diese ersetzen im Rahmen des Programms den traditionellen Verbrennungsmotor eines Fahrzeugs durch ein vollelektrisches Antriebssystem. Zu den bereits erprobten Proof-of-Concept-Elektroumbauten von GM gehören der E-10-Pickup, der SUV K-5 Blazer-E, der Sportwagen eCOPO Camaro und der Elektro-Hot-Rod Project X, die in Zusammenarbeit mit der eCrate Solutions Group von Cagnazzi Racing entwickelt wurden. Auch für den El Camino SS aus dem Jahr 1972, zu sehen im Artikelbild, bietet GM ein eCrate-Paket an. Kunden sollen bereits ab 2022 mit Umbauwünschen an den Hersteller herantreten können.

GM Powered Solutions: GM Powered Solutions werde mit der Einführung maßgeschneiderter elektrischer Komponentensätze für Baumaschinen, On- und Off-Highway-Fahrzeuge sowie Spezialfahrzeugen in der Industrie. Unter dem Schlagwort Ground Support Equipment will GM in einer strategischen Zusammenarbeit mit Textron Ground Support Equipment Flughafen- und Vorfeldfahrzeuge im Luftfahrt-Bereich elektrifizieren, wie etwa Gepäck- und Frachtschlepper. Außerdem hat GM mit Marine Propulsion den Boots- und Schiffsverkehr im Blick: Zusätzlich zur Unterstützung bestehender GM Marine-Kunden stellt die strategische Investition in das in Seattle ansässige Elektro-Wasserfahrzeugunternehmen Pure Watercraft eine Gelegenheit dar, E-Auto-Technologie in die Marineindustrie zu bringen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen batteriebetriebene Elektrowasserfahrzeuge entwickeln und kommerzialisieren, um den Übergang zur Elektromobilität zu beschleunigen.

Quelle: GM – Pressemitteilung vom 27.12.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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