EU fördert alternative Kraftstoffe mit über 600 Millionen Euro

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Maria Glaser
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Die Europäische Union vergibt über 600 Millionen Euro an Fördergeldern für Projekte, die sich mit alternativen Kraftstoffen befassen. Dabei sollen die emissionsfreie Mobilität sowie die Dekarbonisierung des Straßen-, See-, Binnenschiffs- und Luftverkehrs im transeuropäischen Verkehrsnetz gefördert werden, so die Pressemitteilung der Europäischen Kommission.

Insgesamt wurden 70 Projekte in 24 EU-Ländern ausgewählt, die die Infrastruktur zur Versorgung mit alternativen Kraftstoffen betreffen. Dazu zählen nicht nur elektrische Ladestationen, sondern auch Tankstellen für Wasserstoff, Stromversorgungsanlagen sowie Anlagen zum Betanken mit Ammoniak und Methanol. „Diese Investitionen werden unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und dazu beitragen, den Übergang zu emissionsfreier Mobilität für alle Bürger einfacher und zugänglicher zu machen“, so der Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas.

Konkrete Maßnahmen der Förderung

Durch die Installation von mehr als 1000 Ladestationen für leichte Nutzfahrzeuge mit einer Leistung von 150 Kilowatt wird die europäische Ladeinfrastruktur im Rahmen der Förderung ergänzt. Außerdem sollen 2000 neue Ladestationen mit 350 Kilowatt sowie 586 Ladestationen mit einer Leistung von einem Megawatt den elektrischen Schwerlast- und Güterverkehr unterstützen. Zugleich werden mit den Geldern 38 neue Wasserstofftankstellen für Pkw, Lkw und Busse installiert.

Die Industrie soll außerdem davon profitieren, dass 16 europäische Flughäfen ihre Bodenabfertigungsdienste elektrifizieren, wodurch die Emissionen im Luftverkehr verringert werden. Des Weiteren werden 24 Seehäfen mit umweltfreundlicheren Technologien ausgestattet, wie Landstromversorgung und Ammoniak-Bunkern zur Betankung von Seeschiffen. Hafendienstleistungen sollen zudem elektrifiziert werden.

Die Ausschreibung für die zweite Auswahlrunde der CEF AFIF (Connecting Europe Facility / Alternative Fuels Infrastructure Facility) endete im Juni. Die Gesamtfördersumme von 600 Millionen Euro wurde anschließend auf die Projekte aufgeteilt und die Mittel erschöpft. Ziel der Politik der Europäischen Kommission ist es, öffentlich zugängliche Ladestationen und Wasserstofftankstellen entlang der wichtigsten Verkehrskorridore und -knotenpunkte der EU zu fördern. Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur soll schließlich auch die Mobilitätswende zur Elektromobilität beschleunigt werden.

Fünf deutsche Projekte sind dabei

Unter den 70 ausgewählten Projekten innerhalb der EU wurden fünf deutsche Projekte für die Förderung ausgewählt. So erhalten die Stadtwerke München über 3,8 Millionen Euro zur Elektrifizierung des Busverkehrs, wobei auch der Ausbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur inbegriffen ist. BP Europa erhält zirka 7,4 Millionen Euro zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw in Deutschland. Die Fraport AG wird mit über 2,5 Millionen Euro gefördert, um die Elektrifizierung der Bodenabfertigungsdienste am Frankfurter Flughafen umzusetzen. Am Hamburger Hafen werden mit über 4,6 Millionen Euro zwei On-Site Power Systeme gebaut für bis zu vier Containerschiffe. Zuletzt erhält auch der deutsche Ladesäulenbetreiber Eon Drive Infrastructure knapp 8,8 Millionen Euro Förderung für Lkw-Ladeinfrastruktur in Polen und Ungarn.

„Diese bedeutende Unterstützung der EU für öffentliche und private Organisationen wird den Übergang des Verkehrssektors zu einer nachhaltigen Zukunft beschleunigen“, so Paloma Aba Garrote, Direktorin der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt. „Mit diesen neuen Projekten wurden seit 2021 mehr als 2,5 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen über den AFIF für Projekte im Bereich alternative Kraftstoffe bereitgestellt. Dies zeigt das Bestreben der EU, emissionsfreie Mobilität zu einer alltäglichen Realität zu machen.“

Quelle: Europäische Kommission – Pressemitteilung vom 17.11.2025

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Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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