Elektro-Transporter StreetScooter darf in Großserie gebaut werden

Elektro-Transporter StreetScooter darf in Großserie gebaut werden
Copyright ©

Deutsche Post DHL

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Ein wichtiger Schritt für einen der Marktführer bei Elektro-Nutzfahrzeugen: Die StreetScooter GmbH hat vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) die „EG-Typgenehmigung für Großserien“ für ihr Einstiegsmodell WORK erhalten. Das im Oktober in Produktion gegangene neue Modell WORK XL, das StreetScooter gemeinsam mit dem Autohersteller Ford in dessen Kölner Werk baut, besitzt die Großseriengenehmigung bereits. Für den Aachener Hersteller von Elektro-Nutzfahrzeugen und Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group ist die aktuelle Erteilung ein wichtiger Schritt, um die wachsende Nachfrage auch international effizient bedienen zu können.

Die „EG-Typgenehmigung für Großserien“ wird Fahrzeugherstellern vom Kraftfahrtbundesamt erteilt. Sie bestätigt, dass strenge Produktionsstandards auch bei Produktionsmengen von vielen Tausend Fahrzeugen eingehalten werden.

„Das Interesse für den StreetScooter von Unternehmen mit Großflotten, Gewerbetreibenden und kommunalen Betrieben ist groß. Durch die Großseriengenehmigung können auch große Fahrzeugmengen bei Flottenbestellungen problemlos zugelassen werden, und das auch im Ausland. Gerade angesichts unserer steigenden Produktionsstückzahlen ist das ein ganz entscheidender Schritt.“ – Achim Kampker, CEO der StreetScooter GmbH

Ende Mai 2018 eröffnete StreetScooter neben der Produktionsstätte Aachen ein weiteres Werk in Düren. Dadurch erhöht sich die Produktionskapazität auf bis zu 20000 E-Fahrzeuge pro Jahr.

Die Zulassungserlaubnis für Großserien bezieht sich auch auf das EU-Ausland inklusive der Schweiz und Norwegen. Auch die Zulassung von StreetScooter Fahrzeugen in Nicht-EU-Staaten wird durch die Genehmigung erheblich vereinfacht. „Wir bekommen viele Anfragen und konkrete Bestellungen aus dem Ausland. Jetzt können wir gerade große Aufträge noch besser und schneller bedienen“, freut sich Kampker.

Bereits heute fahren StreetScooter im europäischen Ausland: Der englische Milchlieferant Milk & More beispielsweise erwarb Mitte dieses Jahres 200 Fahrzeuge. Darüber hinaus sind in den Niederlanden und in Österreich StreetScooter für die DHL im Einsatz.

Quelle: DHL – Pressemitteilung vom 04.12.2018

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in StreetScooter News

DHL setzt auf selbst entwickeltes Lade- und Lastmanagement-System

DHL setzt auf selbst entwickeltes Lade- und Lastmanagement-System

Michael Neißendorfer  —  

Die gemeinsam entwickelte Lösung wird ab sofort im Rahmen einer neuen Kooperation zwischen StreetScooter und IAV auch für Drittkunden angeboten.

Streetscooter-Übernahme endet in juristischem Streit

Streetscooter-Übernahme endet in juristischem Streit

Sebastian Henßler  —  

Nach dem Streetscooter-Desaster erhebt ein Investor schwere Vorwürfe gegen DHL – wegen Lieferstopps, nicht eingelöster Aufträge und verlorener Millionen.

Erneute Insolvenz: Streetscooter-Projekt auf der Kippe

Erneute Insolvenz: Streetscooter-Projekt auf der Kippe

Sebastian Henßler  —  

Günther Schuh kauft die Rechte am Streetscooter zurück – doch erneut steht das Unternehmen vor der Insolvenz. Die Fertigung soll nach Thailand verlagert werden.

Produktion des Streetscooters wird nach Thailand verlagert

Produktion des Streetscooters wird nach Thailand verlagert

Sebastian Henßler  —  

Die Streetscooter-Produktion in Düren endet 2025 und wird nach Thailand verlegt. 200 Jobs sind bedroht. Hoffnung für Mitarbeitende schwindet.

Streetscooter: Zwischen Skepsis und Zuversicht

Streetscooter: Zwischen Skepsis und Zuversicht

Sebastian Henßler  —  

Streetscooter-Gründer Schuh möchte den Elektro-Transporter in die schwarzen Zahlen führen. Ob das gelingt, ist mehr als fraglich.

Deutsche Post bestellt weitere 700 Streetscooter

Deutsche Post bestellt weitere 700 Streetscooter

Felix Katz  —  

700 der Elektrotransporter hat die DPDHL laut dem alten und neuen Streetscooter-Chef bestellt. Produzieren und verkaufen will er aber deutlich mehr.

Streetscooter-Gründer Schuh will den E-Transporterhersteller retten

Streetscooter-Gründer Schuh will den E-Transporterhersteller retten

Sebastian Henßler  —  

StreetScooter: Nach der Insolvenz-Anmeldung im vergangenen September gibt es neue Hoffnung. Der Gründer Prof. Dr. Günther Schuh ist zurück.