Britische Firma Milk & More kauft 200 StreetScooter

Britische Firma Milk & More kauft 200 StreetScooter
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StreetScooter / Milk & More

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

In England fährt man nun auch StreetScooter. Zumindest die Mitarbeiter von Milk & More sind zukünftig mit 200 E-Autos des Post-Tochterunternehmen StreetScooter unterwegs, um die Milch auszuliefern. Milk & More setzt die rein elektrischen Fahrzeuge ein, um künftig die Anlieferung von Milch und weiteren Frischprodukten, leiser und umweltfreundlicher zu gestalten. Der Streetscooter steht damit in der Tradition der englischen Milchmänner, die für ihre Lieferungen seit 1930 elektrische Fahrzeuge eingesetzt haben.

„Wir wollten diese einmalige Tradition wieder relevant für die heutigen Kundenbedürfnisse machen. Dafür brauchen wir ein lokales Produktportfolio, neue IT Systeme und zuverlässige, leise und umweltfreundliche Fahrzeuge. Mit dem StreetScooter haben wir das perfekte Fahrzeug für unsere Bedürfnisse gefunden.“ – Patrick Müller, CEO Milk & More

Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Corporate Incubations von Deutsche Post DHL Group und verantwortlich für den StreetScooter, kann dies bestätigen. StreetScooter sehe sich als Innovationsführer und möchte gemeinsam künftig mit Milk & More nachhaltig erfolgreich zusammenarbeiten. Dass der englische Milchmann sein Comeback feiert, hängt auch damit zusammen, dass sich das Gesundheits- und Umweltbewusstsein in der Gesellschaft stark verändert.

Immer mehr Kunden in Großbritannien sind bereit, einen Aufpreis für regional hergestellte und ökologisch verpackte Produkte zu bezahlen. Dass die Haus-Lieferung in umweltschonenden Elektrofahrzeugen stattfinden muss, versteht sich von selbst. Die Unternehmensgruppe Theo Müller, hat sich vor zwei Jahren mit dem Kauf und der Modernisierung des größten verbleibende Milchmann-Geschäft „Milk & More“ aufgestellt, dem aufkommenden Trend gerecht zu werden.

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Zum Einsatz kommt bei Milk & More das Modell Work L Box von StreetScooter, mit einem Kofferaufbau vergleichbar dem, der hierzulande für die Postzustellung eingesetzt wird. Dessen Ladevolumen beträgt 8 Kubikmeter, zusätzlich wird der Laderaum für die Milch und Frischprodukte gekühlt. Trotz des Linksverkehrs in Großbritannien hat Milk & More Wert darauf gelegt, dass die E-Fahrzeuge Linkslenker sind. Grund ist die höhere Sicherheit für den Fahrer, wenn dieser auf der Gehwegseite aussteigt und aus- beziehungsweise einlädt.

StreetScooter unterstützt das Unternehmen zudem mit seinem Wissen im Bereich des Lademanagements. Dies soll dabei helfen die Elektrofahrzeuge nacheinander effizient aufzuladen. Die Zulassung für den Straßenverkehr in Großbritannien ist bereits erfolgt. In Bezug auf Nachhaltigkeit, was man mit der E-Mobilität erreichen möchte, kann man bei Milk & More wunderbar sehen, dass dies auch in anderen Lebensbereichen funktionieren kann.

Milk & More liefert jedes Jahr über 100 Millionen „Pints“ aus – die traditionellen Milchglasflaschen, die es seit mehr als 150 Jahren gibt und die bei vielen Kunden Kultstatus erlangt haben. Die Flaschen werden durch den Milchmann wieder eingesammelt, gereinigt und im Schnitt 25 Mal wieder verwendet.

Quelle: Deutsche Post DHL Group – Pressemitteilung vom 28.05.2018

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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