Japanerin findet das perfekte Brummen für E-Autos

Japanerin findet das perfekte Brummen für E-Autos
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Fast jeder Elektroauto-Fahrer kennt es: Fußgänger überqueren nicht weit vom Fahrzeug entfernt noch die Fahrbahn, weil sie es nicht haben heranfahren hören. Um genau das zu verhindern, müssen E-Autos bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h Geräusche von sich geben, bei höheren Geschwindigkeiten ist auch das Abrollgeräusch laut genug. Doch das klappt nicht immer. Zum einen haben sich viele Fußgänger noch nicht an den neuen Klang der E-Autos gewöhnt, zum anderen sind die Geräusche mitunter bei Umgebungslärm zumindest für einige nur schwer zu hören.

Japanische Akustik-Forscher haben sich dieser Thematik angenommen und versuchen, den optimalen Klang für Elektroautos zu entwickeln, damit diese auch in lauteren Umgebungen gut gehört werden, berichtet der Spiegel. Angeführt von der Akustikforscherin Mei Suzuki wurden dabei verschiedene Klangmuster getestet und von Probanden hinsichtlich ihrer Hörbarkeit bewertet. Die Ergebnisse stellte Suzuki jüngst auf einem Fachkongress in Honolulu vor.

Gut zu hören, aber dennoch leise

Als besonders gut hörbar haben sich demnach Geräuschvarianten des sogenannten „rosa Rauschen“ herauskristallisiert. Dabei werden zahlreiche Töne gleichzeitig abgespielt, wobei die tieferen Töne jedoch lauter sind als die hohen Töne. Pro Oktave beträgt der Unterschied drei Dezibel, heißt es im Spiegel-Bericht. Dabei entstehe ein vergleichsweise warmes Geräusch, das dem Klang von Regen, Wind oder Meeresrauschen nahekomme und somit offenbar als gewohnter wahrgenommen wird als manch „synthetischer“ Klang. „Die Probanden nahmen das tieffrequente Rauschen selbst in lauter Umgebung zuverlässig wahr“, sagt Suzuki. Dennoch seien mit diesem Sound ausgestattete Elektroautos für Anwohner weiterhin angenehm leise – und nicht wie Verbrenner eine stetige Stressquelle aus Lärm.

Als nächstes wollen die Forscher auch Sounds für kleinere, aber schnell übersehene Fahrzeuge wie E-Bikes, E-Scooter und andere Mikromobilitätsgeräte entwickeln. Hier gebe es bislang fast keine Modelle mit Sound, obwohl auch hier schwere Unfälle passieren können, wenn Passanten das Herannahen nicht schnell genug bemerken. „Wir hoffen, mit unseren Ergebnissen zur Sicherheit im urbanen Raum beizutragen“, sagt Suzuki.

Quelle: Spiegel.de – Forscherin entwickelt neues Warngeräusch für leise Elektrofahrzeuge

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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