E-Auto und Notstromversorgung: der neue F-150 Lighting kann beides

E-Auto und Notstromversorgung: der neue F-150 Lighting kann beides
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Ford

Iris Martinz
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  —  Lesedauer 3 min

Ford bringt mit dem F-150 Lightning im Frühjahr nicht nur einen der ersten vollelektrischen Großraum-Pick-ups auf den Markt, durch eine Kooperation mit Sunrun – Amerikas führendem Solarunternehmen – soll das Arbeitstier zukünftig auch als Notstromversorger fungieren können. Diese einzigartige Kooperation hat Ford kürzlich bekanntgegeben.

Jeder kennt das: mit einem E-Auto steht zwar ein großer Energiespeicher in der Garage, im Falle eines Blackouts bleibt aber dennoch alles dunkel. Um als Speicher Energie wieder abgeben zu können, müssen sowohl Fahrzeug als auch Ladestation bidirektionales Laden unterstützen. Das ist komplexer als es klingt, viele Auto-Hersteller wehren sich dagegen und lehnen sogar den Garantieanspruch ab, sollte die Energie aus dem Fahrzeug wieder über ein Kabel entladen werden. Ford geht hier neue Wege. Da kurzfristige Blackouts des desolaten Stromnetzes im Kernland Amerika deutlich häufiger sind als hierzulande, will man mit dem F-150 Lightning neben der außerordentlichen Zugfähigkeit noch einen deutlichen Mehrwert mitliefern: die 131 kWh-Batterie kann als Notstromversorger genutzt werden, aus dem bis zu 9,6 kW maximal entnommen werden können. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 30 kWh pro Tag läuft das System also bis zu drei Tage. In Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage bis zu 10 Tage. Das intelligente Ford Backup Power System springt bei angestecktem Fahrzeug automatisch an, sobald das Netz ausfällt, und schaltet sich ab, sobald die öffentliche Stromversorgung wieder steht. Stinkende Diesel-Generatoren gehören damit der Vergangenheit an.

Der F-150 Lightning bringt neue Innovationen zu den Kunden, darunter die Möglichkeit, ihre Häuser mit Strom zu versorgen, wenn sie ihn am meisten brauchen„, fasst es Matt Stover, Ford Charging und Energy Services Director zusammen. Aus einem simplen Truck, wie er im ländlichen Amerika massenweise gefahren wird, wird so ein Energiespeicher, der zukünftig auch zur Entwicklung eines emissionsniedrigen Stromnetzes beitragen kann.

Sunrun liefert und installiert das komplette Heimladesystem, bestehend aus der 80-Ampere-Ford Charge Ladestation und dem Heimintegrationssystem mit Wechselrichter, Schwarzstartbatterie und Übertragungsschalter, der das bidirektionale Laden des F-150 Lightning erst ermöglicht. Käufer des F-150 Lightning mit Extended Range erhalten die Ford Charge Ladestation gratis dazu. Gleichzeitig bietet Sunrun auch Heim-Photovoltaikanlagen an, sodass Besitzer des F-150 Lightning bei Bedarf auf ein umfassendes Stromerzeugungs- und Versorgungssystem aus erneuerbaren Energien zurückgreifen können. Mary Powell, CEO von Sunrun, spricht daher auch von einem „bedeutsamen Wandel, wie Ford Kunden zukünftig ihren Strombedarf decken können„. Unabhängigkeit von öffentlichen Versorgungsnetzen ist für die meisten Amerikaner ein wesentlicher Beitrag zu einer resilienten Energiezukunft.

Damit liefern Ford und Sunrun einen echten Gamechanger, erstmals werden E-Autos und Energiesysteme als Paket verkauft! Aber Ford geht noch weiter: zukünftig soll ein intelligentes Energiemanagementsystem ermöglichen, dass der F-150 Lightning die gespeicherte Energie abgibt, wenn die Strompreise hoch sind, und lädt, wenn sie niedrig sind oder der Strom vom eigenen Dach kommt. Dieses Lastmanagement wird letztendlich auch dem Versorgungsnetz zugute kommen, da Lastspitzen abgefedert werden.

Quelle: media.ford.com – F-150 Lightning power play: first electric truck to enhance your home energy dependance

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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