Wie Ladekarten in deutschen Fuhrparks genutzt werden

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Michael Neißendorfer
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Eine aktuelle Studie von Dataforce zu Tank- und Ladekarten zeigt auch weiterhin eine leichte Zunahme der Verbreitung von Tankkarten. Besonders Kombikarten, die sowohl zum Tanken als auch zum Laden verwendet werden können, besitzen mittlerweile in vielen Fuhrparks Wettbewerbsvorteile. DKV ist demnach klarer Spitzenreiter bei der Verbreitung von Tankkarten, während Aral und UTA die Plätze zwei und drei belegen. EuroShell fällt mit Rang vier aus den Top drei. Bei den Ladekarten für Elektroautos liegt EnBW vorn, da vor allem kleine Unternehmen eher auf den Energieanbieter setzen als auf etablierte Kraftstoffanbieter.

Aktuell nutzen 78 Prozent der deutschen Unternehmen Tankkarten für ihre Firmenfahrzeuge. Damit ist die Quote im Vergleich zu den Vorjahren weiter leicht angestiegen. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die kleineren Flotten mit bis zu 19 Fahrzeugen, denn bei den großen Flotten ist die Tankkarte ohnehin schon zu über 90 Prozent etabliert.

Grundsätzlich können Anbieter aktuell insbesondere mit Kombikarten für das Tanken und Laden punkten. Außerdem zeigt sich ein klarer Trend: Markenübergreifende Anbieter wie DKV und UTA verzeichnen Zuwächse, während der Anteil bei Anbietern wie Aral, EuroShell und Co. eher rückläufig ist.

Bei der Anbieterwahl setzen die Unternehmen vor allem auf ein großes Akzeptanznetzwerk, um es ihren Fahrern so einfach wie möglich zu machen. Der Kraftstoffpreis rangiert bei den wichtigsten Auswahlkriterien erst an dritter Stelle – hinter einem starken Netzwerk sowie einer transparenten Abrechnung und benutzerfreundlichen Online-Analysetools.

Dienstwagen werden zu mehr als 60 Prozent am Unternehmensstandort geladen

Interessant ist in der Auswertung von Dataforce, wo rein elektrische Firmenfahrzeuge bevorzugt geladen werden: Demnach kommt der Großteil des Stroms für Firmenfahrzeuge aus unternehmenseigenen Ladepunkten. Zum einen ist dies eine äußerst günstige Form des Ladens von E-Autos, zum anderen stehen die Fahrzeuge hier ohnehin lange geparkt. 80 Prozent der Unternehmen haben dafür bereits eigene Ladeinfrastruktur aufgebaut. 15 Prozent der Ladevorgänge finden bei Mitarbeitern Zuhause statt, auch das kommt Unternehmen vergleichsweise günstig und ist preislich, wie auch das Laden am Unternehmensstandort, deutlich attraktiver als das Tanken von Benzin oder Diesel.

Zudem werden 23 Prozent des Bedarfs an öffentlichen Ladesäulen gedeckt. Dazu haben 60 Prozent der Unternehmen mit Elektroautos auch eine Ladekarte in Gebrauch. Insgesamt wird zur Zahlung an öffentlichen Punkten von Dienstwagenfahrern in zwei von drei Fällen die Ladekarte eingesetzt. 33 Prozent nutzen dafür bereits Apps.

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Dataforce

Bei der Anbieterwahl spielt die Preistransparenz für Strom eine deutlich größere Rolle als für Kraftstoff. Aufgrund der Undurchsichtigkeit der Strompreise an den Ladesäulen wünschen sich viele Unternehmen Klarheit: 53 Prozent der befragten Fuhrparkleiter schätzen die Preistransparenz der Anbieter als sehr wichtig ein.

Insgesamt kann EnBW mit 30 Prozent die größte Durchdringung in deutschen Fuhrparks aufweisen, DKV liegt mit 27 Prozent knapp dahinter. Insbesondere kleinere Fuhrparks mit bis zu 49 Fahrzeugen setzen eher auf den Energieanbieter, wenn es um das Laden ihrer Elektroautos geht. In den großen Fuhrparks liegt, wie bei Tankkarten, auch bei den Ladekarten DKV mit Abstand auf Rang 1.

Die Datengrundlage umfasst neben dem hauseigenen Dataforce-Fuhrparkleiterpanel FleetBase (8527 Fuhrparks) auch Befragungen von 561 Dienstwagenfahrern und 321 Fuhrparkverantwortlichen.

Quelle: Dataforce – Pressemitteilung vom 07.05.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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