5 Gründe, weshalb E-Auto-Fahrer niemals zurück wechseln würden

5 Gründe, weshalb E-Auto-Fahrer niemals zurück wechseln würden
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Daniel Krenzer
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Wer einmal elektrisch fährt, möchte nachvollziehbar kaum noch zum Verbrenner zurück. Das zeigt nun auch die fünfte Nutzerumfrage „Elektromobilität und Laden“ des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Rund 1000 E-Auto-Fahrer in Deutschland wurden zu Kaufmotiven, Ladeverhalten und ihren Erfahrungen befragt. Das auffälligste Ergebnis: 94 Prozent würden sich beim nächsten Autokauf erneut für ein Elektroauto entscheiden. Ebenso viele würden den Kauf eines Stromers auch anderen empfehlen.

Aus den Ergebnissen lassen sich fünf wesentliche Gründe ableiten, weshalb der Wechsel zurück zum Verbrenner für die meisten Befragten offenbar keine ernsthafte Option mehr ist.

1. Die anfänglichen Sorgen verschwinden

Reichweite, Betriebskosten oder die Frage, wo und wie geladen werden kann, beschäftigen viele Menschen vor dem Kauf eines E-Autos. Mit zunehmender Erfahrung verlieren diese Themen laut BDEW aber deutlich an Bedeutung. Stattdessen rücken eher klassische Autokauf-Themen wie Wertverlust und Lieferzeiten in den Vordergrund. Je länger die Befragten elektrisch fahren, desto überzeugter zeigen sie sich von der Technik.

2. E-Autos rechnen sich zunehmend

Gestiegene Benzin- und Dieselpreise, geringere Wartungskosten und steuerliche Vorteile verbessern aus Sicht des BDEW die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig wächst die Modellpalette, während sich die Anschaffungspreise von Elektroautos und vergleichbaren Verbrennern teilweise annähern. Elektromobilität erreicht damit zunehmend auch mittlere Einkommen: Der Anteil der Befragten aus Haushalten mit weniger als 5000 Euro Nettoeinkommen stieg binnen eines Jahres von 55 auf 67 Prozent.

3. Öffentliches Laden funktioniert besser als sein Ruf

Auch die Ladeinfrastruktur ist für die meisten erfahrenen E-Auto-Fahrer offenbar kein grundsätzliches Hindernis. 91 Prozent sehen ihre Erwartungen an das öffentliche Laden erfüllt, 55 Prozent sogar übererfüllt. Besonders deutlich gewinnt dabei das Laden an innerstädtischen Ladehubs an Bedeutung. Gegenüber 2025 legte deren Nutzung um 18 Prozentpunkte zu.

4. Laden wird zur Routine

Bei der Auswahl einer Ladestation zählt für die Befragten vor allem, ob diese auf der geplanten Route liegt. Ladeleistung und Preis folgen erst danach. 82 Prozent verwenden vor allem aus Gründen der Einfachheit eine Lade-App oder Ladekarte. Knapp 60 Prozent nutzen zudem Preisvergleichs-Apps, um günstigere Angebote zu finden. Das Laden wird damit offenbar zunehmend zu einem normalen Bestandteil des automobilen Alltags.

5. Das elektrische Fahrerlebnis überzeugt

Neben Reichweite und Alltagstauglichkeit verweist BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae auch auf die einfache Bedienung und das neue Fahrerlebnis. Für sie zeigen die Ergebnisse entsprechend deutlich: „Elektromobilität überzeugt.“ Zugleich wachse das Ladeangebot weiter und sei bereits heute vielerorts größer, als es die öffentliche Wahrnehmung vermuten lasse.

Abschließend noch ein paar weitere Umfrageergebnisse: Drei Viertel zahlen beim AC-Laden höchstens 59 Cent je kWh, beim Schnellladen maximal 69 Cent je kWh. Unter den Nutzern von Lade-Apps oder -karten nennen 43 Prozent günstigere Preise als Motiv, 38 Prozent transparente Abrechnungen und 35 Prozent die Möglichkeit, den Preis bereits vor dem Laden zu kennen. Die Stichprobe zeigt zudem, dass öffentliches Laden längst kein Nischenthema ist: 77 Prozent der insgesamt 1009 befragten BEV-Fahrer nutzen mindestens einen öffentlichen Ladeort.

Quelle: BDEW – Pressemitteilung vom 2. September 2026

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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