Dudenhöffer: Spritpreise treiben Wechsel zum E-Auto

Dudenhöffer: Spritpreise treiben Wechsel zum E-Auto
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Wer in den vergangenen Wochen ein Elektroauto kaufen wollte, hat womöglich festgestellt, dass Händler weniger bereit sind, am Preis zu drehen. Der Grund dafür ist keine Laune des Marktes, sondern ein messbares Signal: Die Nachfrage zieht an. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hat in seiner aktuellen Rabattstudie leicht rückläufige Nachlässe auf batterieelektrische Fahrzeuge dokumentiert – während die Rabatte bei Verbrennern minimal gestiegen sind.

Dudenhöffer führt die Entwicklung auf zwei Faktoren zurück: die staatliche Förderung des Bundes und die zuletzt gestiegenen Spritpreise. „Die hohen Spritpreise lassen Autokäufer über das Elektroauto nachdenken und die Autobauer spüren das, sonst hätte man die Rabatte nicht leicht zurückgefahren“, schreibt er in seiner Studie. Wenn Hersteller und Handel weniger Nachlass geben müssen, um Käufer:innen zu überzeugen, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass das Interesse auch ohne zusätzliche Anreize wächst.

Verbraucher zögern beim Verbrenner

Auf der anderen Seite des Marktes zeichnet sich ein gegensätzliches Bild ab. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geht Dudenhöffer von einer rückläufigen Nachfrage aus. Als Ursache nennt er unter anderem die allgemeine Verunsicherung der Verbraucher:innen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage. „Die Kunden warten ab oder wechseln zum Stromauto“, fasst er die Stimmungslage zusammen. Das Zögern beim Verbrenner und das wachsende Interesse am E-Auto verstärken sich demnach gegenseitig.

Das schlägt sich auch in den Zulassungszahlen nieder. Im März verzeichneten Elektroautos ein massives Plus und erreichten einen Marktanteil von 24 Prozent. Dudenhöffer hält einen weiteren Anstieg für realistisch: „Nach unserer Einschätzung gewinnt das Elektroauto in den nächsten Monaten Marktanteile.“ Ein Jahresendwert von 25 Prozent sei aus seiner Sicht keine unrealistische Marke.

Die neue Bundesförderung dürfte diesen Trend zusätzlich stützen. Zusammen mit den gestiegenen Kraftstoffkosten entsteht ein Umfeld, in dem der Kauf eines E-Autos für viele Haushalte rechnerisch attraktiver wird – unabhängig davon, ob Hersteller zusätzliche Rabattanreize setzen oder nicht. Dass Letztere die Nachlässe trotzdem leicht zurückgefahren haben, deutet darauf hin, dass sie die veränderte Marktsituation bereits eingepreist haben.

Quelle: Springer Professional – Autohersteller fahren BEV-Rabatte zurück

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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