Dieser Fahrradanhänger setzt Elektroautos unter Strom

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Chargery

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Keine Ladestation in der Nähe, aber das Elektroauto braucht dringend Saft? Ebenso einfach wie genial ist das Prinzip, das das Berliner Start-up Chargery für dieses Problem auf die Beine – oder besser: auf die Räder – gestellt hat. Die drei Gründer haben auf einem Fahrradanhänger eine knapp 150 Kilogramm schwere mobile Ladestation montiert. Und diese bringen sie – vorerst leider nur in Berlin – nach Bestellung per Smartphone-App innerhalb von 30 Minuten genau dorthin, wo sie gebraucht wird.

Damit das Angebot, neben der umweltfreundlichen Anlieferung per Fahrrad, auch energetisch sauber ist, stammt der Strom in der großen, wasserdichten Alukiste zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Mit den 24 kWh Strom, der in den rollenden Akkus enthalten ist, kann ein Elektroauto bis zu 150 Kilometer weit fahren. Fürs Laden, das etwa drei bis vier Stunden dauert, verlangt Chargery einen Einheitspreis.

Noch sind es vor allem kommerzielle Anbieter wie Carsharing-Dienste, die Chargery nutzen. So können sie fernab einer Ladestation und mit fast leerer Batterie abgestellte Carsharing-Elektroautos wieder mit Reichweite versorgen. Zu den ersten Kunden von Chargery zählte DriveNow mit seinen etwa 150 Elektroautos in der Berliner Flotte. Täglich lädt Chargery drei bis fünf davon wieder auf, und das deutlich günstiger, als würde der Carsharing-Anbieter selbst fürs Laden aufkommen, was bis zu 40 Euro kostet.

Als nächstes haben die drei Gründer ab dem Jahr 2019 auch privat genutzte Elektroautos und Schnellladen mit bis zu 50 kW im Visier. Die kühnste Vision der drei Berliner: ein autonomer, induktiv ladender Roboter, der Elektroautos sogar während der Fahrt aufladen soll.

Quellen: Mobilitymag – Nie mehr ohne Strom! Dieses Start-up bringt die E-Ladestation zu euch // NGIN-Mobility – E-Autos: Das Foodora für Ladestrom

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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