Dax-Konzern SAP erlaubt nur noch E-Autos als Dienstwagen

Dax-Konzern SAP erlaubt nur noch E-Autos als Dienstwagen
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Daniel Krenzer
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Während andere noch lamentieren, macht das Dax-notierte Software-Unternehmen einfach: Beim wertvollsten deutschen Börsenunternehmen SAP können Mitarbeiter seit dem 1. Januar nur noch reine Elektroautos als Dienstwagen bestellen. Wer einen Aufschrei angesichts dieses vorzeitigen „Verbrenner-Verbots“ erwartet, dem muss jedoch gesagt werden: Das Lob überwiegt, kritische Stimmen gibt es nur wenige. „Das E-Auto ist in dieser Klientel bereits voll akzeptiert“, stellt die Auto Bild dazu fest, nachdem sie sich mit SAP-Fuhrparkchef Steffen Krautwasser unterhalten hat.

Schon heute beträgt die Quote an Elektroautos demnach im Unternehmen 60 Prozent, bis 2030 will SAP komplett klimaneutral sein – nicht nur im Fuhrpark. Viel mehr als rationale denn als mutige Entscheidung bezeichnet Krautwasser diesen Schritt. Denn es gehe nicht um irgendwelche Launen, man hat bei SAP hart gerechnet und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: „Inzwischen sind Elektroautos günstiger als Verbrenner“, sagt Krautwasser.

Nachteile bei der Nutzbarkeit gebe es für SAP-Mitarbeiter indes nicht. Laut eigener Statistik legen die Dienstwagen im Schnitt 50 Kilometer Arbeitsweg zurück, hinzu kämen 30 Kilometer private Wege – alles kein Problem mit einem Elektroauto. Auch weitere Dienstreisen gebe es, doch SAP empfiehlt hierfür zunächst einmal die Bahn – schließlich kann man dort anders als im Auto auch während der Fahrt am Laptop arbeiten. Wer doch auf den Dienstwagen zurückgreift, dem seien alle paar Hundert Kilometer entsprechende Ladepausen sowieso ans Herz gelegt. „Nach drei bis vier Stunden empfiehlt sich ohnehin eine Pause, die man während des Ladens am Rasthof für Erfrischung, Kaffee, E-Mails checken nutzen kann“, sagt der Fuhrpark-Chef.

Akkugröße zunehmend zweitrangig

Zudem spart SAP mit Elektroautos wertvolle Zeit, denn die Mitarbeiter seien mit dem Laden weitaus weniger beschäftigt als mit dem Tanken. Das liegt daran, dass an den SAP-Standorten flächendeckend Ladeinfrastruktur zur Verfügung gestellt wird und die Mitarbeiter zudem eine Wallbox erhalten und so fast alle Ladevorgänge nebenbei geschehen, wenn das Auto sowieso abgestellt ist. Die Wahl der Akkugröße obliege den Mitarbeitern, wobei laut Krautwasser diese ohnehin inzwischen nebensächlich sei. Wichtiger seien die Schnellladeeigenschaften.

Anfangs habe es noch einige kritische Stimmen zur Strategie gegeben, doch inzwischen seien Einwände sehr selten geworden. Denn spätestens wenn bei der Steuererklärung nur 0,25 Prozent private Nutzung statt 1 Prozent als geldwerter Vorteil und somit Hunderte Euro weniger versteuert werden müssen, wird auch den zunächst noch skeptischen Mitarbeitern klar: Elektroautos sind alltagstauglich, und ich spare damit auch noch Geld.

Quelle: Auto Bild – Dieser DAX-Konzern schafft den Verbrenner ab

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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