Im Jahr 2025 hat das Logistikunternehmen DHL Group mehrere zentrale Hebel seiner Nachhaltigkeitsstrategie weiter vorangetrieben, und berichtet über fünf Meilensteine, die diese Entwicklung geprägt haben – von der Skalierung nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) über die Elektrifizierung der letzten Meile bis hin zum Ausbau der solarbetriebenen Infrastruktur.
Diese Maßnahmen markieren wichtige Schritte auf dem Weg zum Unternehmensziel der Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) bis 2050 und sollen die Rolle der DHL Group beim Aufbau eines nachhaltigeren, effizienteren und widerstandsfähigeren globalen Handels stärken.
Nachhaltige Luftfracht voranbringen
Die Luftfracht ist pro Tonnenkilometer weiterhin der CO2-intensivste Transportmodus. DHL zählt seit 2021 zu den Vorreitern beim Einsatz von SAF. Im Jahr 2025 schloss DHL eine der bislang größten SAF-Vereinbarungen des Unternehmens mit Phillips 66 ab: über 240.000 Tonnen (rund 314 Millionen Liter) SAF über einen Zeitraum von drei Jahren. Dies verringere die Emissionen um rund 737.000 Tonnen CO2e – etwa so viel wie 2400 einfache Flüge von Los Angeles nach Frankfurt. Der in Kalifornien produzierte Kraftstoff werde hauptsächlich die DHL Operationen an der US Westküste unterstützen.
Emissionssenkung auf See: Partnerschaft mit CMA CGM
Da der Großteil des weltweiten Warenverkehrs über den Seeweg erfolgt, ist auch nachhaltiger Schiffskraftstoff (SMF) entscheidend für die Emissionssenkung. DHL und CMA CGM, ein französisches Schifffahrts- und Logistikunternehmen, haben sich zusammengeschlossen, um 8800 Tonnen UCOME-Biokraftstoff der zweiten Generation zu erwerben, was eine Senkung der CO2e-Emissionen um geschätzte 25.000 Tonnen (Well-to-Wake) ermöglicht, also über den gesamten Lebenszyklus des Kraftstoffs hinweg. Dies entspreche mehreren Betriebstagen eines großen Containerschiffs.
Wasserstoff im Blick: Erster Pilot im Nahen Osten
Wasserstoffbetriebene Lkw entwickeln sich zu einer vielversprechenden Lösung zur Dekarbonisierung des Fernverkehrs, da sie größere Reichweiten als batterieelektrische Fahrzeuge bieten. DHL testet Wasserstoff-Lkw bereits aktiv in Europa, Nordamerika und Asien Pazifik und wird sie nun auch im Nahen Osten einführen. Im vergangenen Jahr unterzeichnete DHL ein Memorandum of Understanding (MoU) mit Hyperview in Saudi-Arabien, um wasserstoffbetriebene Lkw zu pilotieren. Das Projekt unterstützt die Saudi Vision 2030 und umfasst eine Machbarkeitsstudie zur Wasserstoffinfrastruktur.
Vollständig elektrische Zustellung in ganz Deutschland
DHL verfolgt das Ziel, bis 2030 rund 66 Prozent seiner letzten Meile, der letzte Schritt der Zustellung einer Sendung beim Endkunden, zu elektrifizieren. Deutschland nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Im Jahr 2025 kündigte das Unternehmen seine bislang größte Einzelbestellung für elektrische Nutzfahrzeuge an: 2400 neue Elektrotransporter von Ford für die Division Post & Paket Deutschland, von denen der größte Teil bereits ausgeliefert und in Betrieb ist. Damit profitieren künftig rund ein Drittel aller deutschen Postleitzahlgebiete von einer Zustellung ohne Treibhausgasemissionen. Die Zustellung erfolgt über eine Flotte von mehr als 35.000 elektrischen Fahrzeugen, darunter E-Trikes, E-Vans und E-Bikes.

Solarbetriebene Lagerhäuser in Asien
Über die Verringerung operativer Emissionen hinaus investiert DHL zunehmend in Standorte, die ihre Energie direkt vor Ort erzeugen oder aus erneuerbaren Quellen beziehen und damit Nachhaltigkeit mit Energieautonomie verbinden. In Thailand hat DHL im vergangenen Jahr ein solarbetriebenes Lager eröffnet. Die Anlage wird voraussichtlich 100 Prozent ihres Energiebedarfs über eine 4,2-MWp-Solaranlage in Kombination mit einem modernem Batteriespeicher erzeugen. Dadurch entsteht keine Abhängigkeit mehr vom fossilbasierten Stromnetz, ein wegweisendes Modell für Logistikinfrastruktur weltweit.
Quelle: DHL – Pressemitteilung vom 05.01.2026








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