Denza, die technologieorientierte Premiummarke aus dem BYD-Konzern, hat beim Goodwood Festival of Speed ihren ersten vollelektrischen Supersportwagen vorgestellt. Der Denza Z basiert auf der markeneigenen e3-Sportwagen-Plattform und leistet in der Systemkonfiguration 1604 PS (rund 1180 kW) bei einem maximalen Drehmoment von 1240 Newtonmetern. Das Coupé beschleunigt damit in 2,25 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Racing-Version mit optionalen Semi-Slick-Reifen schafft den Sprint in 1,96 Sekunden. Vorgestellt wurde der Wagen von BYD-Vizepräsidentin Stella Li gemeinsam mit dem früheren Formel-1-Weltmeister Jenson Button.
Bereits zur Premiere bestätigte Denza drei Ausführungen des Modells: Coupé, Spider und Racing. Ergänzt wird die Reihe im Herbst durch eine Special Edition, die auf der Nürburgring-Nordschleife im Fokus stehen soll. Trotz der kompakten Außenmaße von 4780 Millimetern bietet der Z durch einen Radstand von 2780 Millimetern eine vollwertige viersitzige Konfiguration. Das Kofferraumvolumen liegt bei 250 Litern, durch Umklappen der Rücksitze lässt es sich auf 550 Liter erweitern.
Antrieb und Fahrwerk für die Rennstrecke ausgelegt
Alle Versionen setzen auf drei Elektromotoren, einen an der Vorderachse sowie jeweils einen an jedem Hinterrad. Ein eigens für den Renneinsatz entwickeltes Torque-Vectoring-System steuert dabei die Kraftverteilung zwischen den Rädern. Ergänzt wird der Antrieb durch das DiSus-M-Fahrwerk mit magnetorheologischen Dämpfern, die ihre Viskosität innerhalb von Millisekunden an ein Magnetfeld anpassen. Die Racing-Version verfügt zusätzlich über ein optimiertes Kühlsystem, das die Kühlleistung des Elektromotors um 50 Prozent und die Kühlrate der Bremsscheiben um 32 Prozent steigert.

Bei 350 km/h erzeugt die Racing-Variante mit Frontsplitter, Vortex-Generatoren im Unterboden und optionalem Heckflügel einen Abtrieb von bis zu 1060 Kilogramm. Die Special Edition geht mit einer Systemleistung von über 2000 PS (rund 1471 kW) noch weiter und beschleunigt laut Hersteller in weniger als 1,7 Sekunden auf 100 km/h. Weitere technische Angaben zu dieser Ausführung sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Für die Karosserie der Special Edition kommen zweilagige Verbundwerkstoffe sowie Bauteile aus Carbonfaser zum Einsatz.
Batterie soll Ladezeiten auf Tankstellenniveau senken
Kernstück des Antriebskonzepts ist die Blade-Batterie der zweiten Generation mit 76 Kilowattstunden Kapazität, die dem Coupé eine Reichweite von 410 Kilometern ermöglicht. Beim Spider liegt der Wert bei 400, bei der Racing-Version bei 380 Kilometern. In Kombination mit der neu entwickelten Flash-Charging-Technologie, die laut Denza bis zu 1500 kW Ladeleistung über einen Anschluss liefert, lässt sich die Batterie in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent aufladen. Selbst bei minus 30 Grad Celsius soll ein Ladevorgang von 20 auf 97 Prozent in zwölf Minuten möglich sein.

Stella Li ordnet die Bedeutung der Technologie so ein: „Die Flash-Charging-Technologie macht ihn zudem zum ersten seiner Art, der maximale Leistung ohne Einschränkungen ermöglicht.“ Ermöglicht wird das technische Konzept unter anderem durch ein sogenanntes FlashPass-Ionentransportsystem, das nach Herstellerangaben die physikalischen Grenzen von Lithium-Eisenphosphat-Zellen erweitert.
Nach Angaben von Denza hat die neue Batteriegeneration zudem einen kombinierten Flash-Charging- und Nagelpenetrationstest bestanden, ohne dass es dabei zu thermischem Durchgehen, Rauch- oder Feuerentwicklung kam. Der Kapazitätsverlust der Zellen soll gegenüber der ersten Generation um weitere 2,5 Prozent sinken.
Design und Innenraum folgen der Markenphilosophie
Die Außenform des Z orientiert sich an der Denza-Designphilosophie „Technology Drives Elegance“ und verbindet fließende Linien mit aerodynamisch wirksamen Elementen. BYD-Design-Chef Wolfgang Egger beschreibt das Modell als „eine lebendige Skulptur der Geschwindigkeit“. Im Innenraum kombiniert der Z Materialien wie Carbonfaser und Wildlederoptik mit einem 8,88 Zoll großen digitalen Kombiinstrument, einem 12,8-Zoll-Infotainmentsystem mit Google-Diensten sowie einem Devialet-Soundsystem mit bis zu zwölf Lautsprechern. Ein eigener Track-Modus erlaubt die Erfassung von Rundendaten über einen G-Sensor sowie deren Export und Auswertung.

Die Serienausstattung umfasst unter anderem beheizbare und belüftete Vordersitze mit Massagefunktion, elektrisch betätigte Türen mit Soft-Close-Funktion sowie die Möglichkeit zur bidirektionalen Stromabgabe über Vehicle-to-Load. Käufer können zwischen zehn Außen- und zehn Innenfarben sowie vier Farbvarianten für die Bremssättel wählen. Die Versionen Coupé, Spider und Racing sollen ab diesem Sommer in ausgewählten Märkten bestellbar sein, erste Auslieferungen sind laut Denza noch vor Jahresende geplant.
Quelle: Denza – Pressemitteilung









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