Chinesischer Hersteller Donfeng könnte Werk in Italien bauen

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Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Automobilhersteller Dongfeng soll Verhandlungen mit der italienischen Regierung über einen möglichen Produktionsstandort in Italien führen, wie Automotive News Europe berichtet. Die Gespräche über den Bau eines Automobilwerks befinden sich laut italienischen Quellen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Der Stellantis-Konzern, zu dem auch die Marken Fiat und Alfa Romeo gehören, ist momentan der einzige große Autohersteller in Italien. Bereits im Januar hatten wir darüber berichtet, dass die nationalistische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bestrebt ist, die Automobilproduktion im eigenen Land zu erhöhen. Von Stellantis hatte Meloni gefordert, sich auf die inländische Produktion zu fokussieren, statt ins Ausland zu verlagern: „Autos, die als italienische Juwelen vermarktet werden, müssen auch in Italien produziert werden.

Während die italienische Regierung von Stellantis eine jährliche Produktion von einer Million Autos pro Jahr erwartet, hat der Multimarkenkonzern dieses Ziel zuletzt in 2017 erreicht. Insgesamt strebt die Regierung um Meloni nach einer Erhöhung der Automobilproduktion von bisher weniger als 800.000 Einheiten in 2023 auf 1,3 Millionen Einheiten pro Jahr.

Diesem Ziel könnte Italien einen Schritt näherkommen, indem es einen weiteren Automobilhersteller für die Produktion im Inland gewinnt. Die italienische Regierung könnte sich Dongfengs Investition mit einer Minderheitsbeteiligung anschließen, wie Quellen Automotive News Europe gegenüber äußerten. Außerdem könnten sich an dem Deal noch weitere Investoren beteiligen, zum Beispiel italienische Unternehmen aus dem Komponentenbereich.

Über Dongfengs Expansionspläne in Europa hatten wir kürzlich berichtet. Neben dem deutschen Markt will der Automobilhersteller auch in Italien, Spanien und der Schweiz Fuß fassen. Dabei hatten die Chinesen in Hinblick auf die Strafzölle eine Produktion direkt in Europa nicht ausgeschlossen. „Wir haben Pläne, damit die Preise nicht zu sehr ansteigen“, äußerte Yuan Gao, Manager der zu Dongfeng gehörigen Elektroautomarke Voyah.

Italien soll bestrebt sein, das eigene Land zu einem Drehkreuz für ganz Europa zu machen. Neben Dongfeng soll Melonis Regierung auch Gespräche mit dem chinesischen Autohersteller Chery über potenzielle Investitionen im Land geführt haben.

Quelle: Automotive News Europe – China’s Dongfeng in pole position to build an auto plant in Italy, report says

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