1300 Kilometer Reichweite: Chery stellt Festkörperakku vor

1300 Kilometer Reichweite: Chery stellt Festkörperakku vor
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Automobilhersteller Chery hat seinen neuen Festkörperakku für Elektroautos vorgestellt, der eine Zellenergiedichte von 600 Wh/kg erreicht und Reichweiten von realen 1300 Kilometern ermöglichen dürfte, berichtet Car News China. Dies sei der bislang höchste Wert, der von einem chinesischen Hersteller angekündigt worden ist. Hergestellt wird die Batterie demnach vom Chery-Partner Anhui Anwa New Energy Technology.

Der Feststoffakku gilt zudem als sehr sicher. „Chery gab an, dass die Zelle auch nach extremen Belastungstests wie Nageldurchdringung und Beschädigung durch eine Bohrmaschine ihre Leistungsfähigkeit beibehielt, ohne Feuer zu fangen oder Rauch zu entwickeln“, heißt es im Artikel. Pilotiert werden soll die Batterie im kommenden Jahr, ab dem Jahr 2027 soll sie dann serienmäßig in Elektroautos des Herstellers verbaut werden. Sollte das gelingen, wäre Chery mit dem Ausrollen noch vor den beiden Weltmarktführern BYD und CATL an der Reihe, die beide erst 2027 mit dem Pilotieren beginnen wollen.

Preis erst einmal deutlich höher

Trotz der hohen möglichen Reichweiten und der größeren Sicherheit ist noch nicht zu erwarten, dass sich kurz- bis mittelfristig die Festkörperbatterien auf dem Markt durchsetzen werden. „Der aktuelle Preis einer Festkörperbatterie wird aufgrund teurer Sulfidmaterialien und geringer Produktionserträge auf das 2,8-fache des Preises eines Lithium-Ionen-Akkus mit flüssigem Elektrolyten geschätzt“, schreibt Car News China dazu. Wem viel Reichweite wichtig ist, der wird also zumindest erst einmal dafür entsprechend tief in die Tasche greifen müssen, während die inzwischen geläufigen NMC- und LFP-Akkus immer günstiger werden. Laut EVTank sollen die weltweiten Lieferungen von Festkörperbatterien bis 2030 voraussichtlich 614 GWh erreichen, was etwas mehr als 10 Prozent der Gesamtproduktion bedeuten würde.

Mit den Marken Omoda und Jaeco will Chery auch in Europa Fuß fassen, setzt dabei aber auf eine behutsame Strategie. „Wir beginnen mit Pilotprojekten in mehreren Ländern und expandieren dann schrittweise, um Qualität und Markenwahrnehmung zu sichern“, sagte Xin Wu als Geschäftsführer von Chery Germany vor wenigen Wochen unserer Redaktion. Den Auftakt auf dem europäischen Markt machen die beiden Modelle Omoda 5 und Jaecoo 7. Geplant sind zudem unter anderem der Omoda 7, der Jaecoo 5 sowie das Flaggschiff Omoda 9 – ein Modell, das laut Chery Technologie, Komfort und Design auf ein neues Niveau heben soll.

Quelle: Car News China – Chery unveils 600 Wh/kg solid-state battery module targeting 1,300 km range

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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