Bundesverkehrminister Scheuer: Müssen Vorurteile entkräften, was Reichweite & Alltagstauglichkeit betrifft

Bundesverkehrminister Scheuer: Müssen Vorurteile entkräften, was Reichweite & Alltagstauglichkeit betrifft
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Sebastian Henßler
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Bereits im November 2018 forderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mehr E-Auto-Engagement deutscher Hersteller. Etwas mehr als ein Jahr später gibt Scheuer weiterhin Strom und fordert die deutsche Autoindustrie abermals zu mehr Tempo beim Umstieg auf weniger klimaschädliche Antriebe auf. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA) gab er zu verstehen: „Dass die deutsche Autoindustrie technologisch gut und innovativ ist, bestreitet keiner. Wir müssen diese deutschen Innovationen schneller auf die Straße bringen, erlebbar und alltagstauglich machen.“

Leute sollen neugierig gemacht und für E-Mobilität begeistert werden

Interessant ist vor allem seine Aussage, dass man „die Leute neugierig machen und begeistern“ müsse. Des Weiteren müsse man „Vorurteile gegenüber alternativen Antrieben entkräften, was die Reichweite betrifft und die Alltagstauglichkeit“, so der CSU-Politiker weiter. Den Vergleich über die Landesgrenze hinweg scheut er nicht und gibt zu verstehen: „Wenn ich mir manche Produkte ausländischer Autohersteller anschaue, dann steckt schon viel Image und Marketing dahinter. Unsere Stärke ist Perfektion. Aber Perfektion darf nicht zu Zeitverlust führen in der Entwicklung.“

Nicht nur der Verkehrsminister bezeichnete 2020 als „Hoffnungsjahr“ für weniger klimaschädliche Autoantriebe in Deutschland. In 2020 rechnet das BMVI mit einem massiven Anstiege der Anträge auf die Elektroauto-Kaufprämie (Umweltbonus) – ein Messgrad für den E-Auto-Absatz – , von rund 200.000 Neuanträge ist die Rede. Dennoch der Hinweis, dass Scheuer die Fokussierung auf rein batterieelektrische Antriebe für falsch hält: „Deswegen fördern wir vom Bundesverkehrsministerium technologieoffen. Mir ist ein Blick auf Elektromobilität zu eng – wir müssen technologieoffen bleiben“, so Scheuer. Eine ähnliche Aussage traf er zuletzt auch gegenüber der DPA: „Es kommen viele neue E-Auto-Modelle auf die Straße. Wir müssen aber technologieoffen sein.“

Technologieoffenheit sei für Mobilitätswandel ein Muss

Vielmehr bräuchte man die “ vollständige Technologieoffenheit bei alternativen Antrieben und Kraftstoffen.“ Diese Aussage bezieht er vor allem auf die fehlende Genehmigung des synthetische Kraftstoff Care Diesel. Alternative Kraftstoffe würden nur dann wirtschaftlich, „wenn wir in die Förderung gehen und damit auch in die Skalierbarkeit.“ Bei synthetischen oder regenerativen Kraftstoffen brauche es eine breite Offenheit.

„Damit wir so durchstarten, dass unsere Produkte wieder einen Schritt weiter sind als andere auf der Welt. Und dass diese Produkte dann überall gekauft werden, weil sie sauberer, effizienter und besser sind – und begeistern.“ – Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben haben in Deutschland immer noch nicht den Durchbruch auf dem Massenmarkt geschafft, auch wenn 2019 mehr Elektrofahrzeuge verkauft wurden. Um Klimaziele 2030 zu schaffen, hält die Bundesregierung bis dahin sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland für notwendig. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht gar davon aus, dass bis 2030 zehn Millionen Elektro-PKW benötigt werden, um die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen. Für 2020 geht man von 700.000 E-Auto-Zulassungen in ganz Europa aus.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – Scheuer fordert Autoindustrie zu mehr Tempo bei Wandel auf

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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