BMW muss 1800 Plug-in-Hybride in Deutschland zurückrufen

BMW muss 1800 Plug-in-Hybride in Deutschland zurückrufen
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Aufgepasst, wer einen Plug-in-Hybrid von BMW fährt. Womöglich ist der Teilzeitstromer von der Rückrufaktion betroffen, welche der Hersteller aktuell für gut 1800 in Kundenhand befindlicher Fahrzeuge in Deutschland quer über die gesamte Modellpalette durchführt. Der Grund für die Aktion sind Probleme mit der Hochvoltbatterie, die laut einem Kundenanschreiben bei einem vollgeladenen Akku einen Kurzschluss und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen könnten, wie Kfz-Rückrufe berichtet. Konkret betroffen seien die Baureihen X1, X2, X3, X5, 2er Active Tourer, 3er, 5er, 7er, i8 Coupé und Roadster sowie der Mini Countryman, jeweils aus dem Bauzeitraum 20. Januar bis 18. September dieses Jahres.

Weltweit seien gut 26.700 Fahrzeuge betroffen, davon wurde allerdings erst rund ein Drittel ausgeliefert. In Deutschland handle es sich um 5300 Fahrzeuge, davon bereits gut 1800 in Kundenhand. Die bereits ausgelieferten Fahrzeuge müssen nun in einer Vertragswerkstatt untersucht werden, für die noch nicht auslieferten Plug-in-Hybride wurde ein Auslieferungsstop verhängt. BMW rät seinen betroffenen Kunden zudem, ihren Plug-in-Hybrid nicht mehr per Kabel aufzuladen und in den Fahrzeugeinstellungen den Ladezustand der Batterie auf maximal 30 Prozent einzustellen. Es handelt sich nach einem ersten Fall von Mitte August bereits um die zweite Rückrufaktion für Plug-in-Hybride von BMW innerhalb kurzer Zeit.

Der Grund für die Probleme rühre von Unreinheiten im Produktionsprozess, zitiert Kfz-Rückrufe eine BMW-Sprecherin. In den vergangenen Wochen wurden in Deutschland und Österreich drei Fälle eines Fahrzeugbrands von Plug-in-Hybriden von BMW bekannt. Es ist allerdings nicht bestätigt, ob es sich dabei um für den Rückruf in Frage kommende Fahrzeuge handelt. Die Fahrzeuge werden nun umfassend untersucht und analysiert, um der Ursache für die Brände auf die Spur zu kommen. Alle Fahrzeugbrände seien während des Ladevorgangs ausgebrochen, heißt es.

BMW ist mit der Rückrufaktion nicht allein. Momentan ist Hyundai dabei, rund 77.000 Stück seines Elektro-SUV Kona in die Werkstätten zu beordern, ebenfalls wegen Brandgefahr. Auch Ford musst erst vor wenigen Wochen rund 28.000 Exemplare des Plug-in-Hybriden Kuga wegen Brandgefahr zurückrufen, davon etwa 6500 in Deutschland.

Quelle: Kfz-Rückrufe – BMW startet weiteren PHEV-Rückruf // Kfz-Betrieb – Brandgefahr: Auch BMW ruft Plug-in-Modelle zurück // Kfz-Betrieb – Ford: Batteriebrandgefahr beim Plug-in-Kuga

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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