Hyundai soll Rückruf aller Kona-Elektro planen

Hyundai soll Rückruf aller Kona-Elektro planen
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Elektroauto-News.net

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Hyundai soll vorhaben, alle bislang verkauften rund 77.000 Kona-Elektro wegen der Gefahr eines Batteriebrandes zurückzurufen. Es bereits zu gut einem Dutzend Batteriebränden bei dem beliebten Elektro-SUV gekommen, begründet der Hersteller die Rückrufaktion, die zunächst nur die gut 25.000 in Südkorea verkaufen Fahrzeuge betraf. Nun wolle der Hersteller die Aktion auf alle Märkte weltweit ausdehnen. Hyundai will bereits eine Lösung gefunden haben, um den Mangel zu beheben. Die sei allerdings nicht perfekt, zitiert die Korea Times Seo Bo-shin, den CEO von Hyundai Motors.

Noch unklar ist, worauf die Probleme zurückzuführen sein könnten. Unterschiedliche Berichte kommen hierbei zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen. Eine Untersuchung des zuständigen Ministeriums in Korea kam zu dem Schluss, dass der Separator in manchen Batteriezellen aufgrund von Fehlern im Herstellungsprozess beschädigt worden sei, was darauf hinweist, dass die Batteriezelle von LG Chem die Ursache für Brände sein könnte. Der koreanische National Forensic Service kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Nicht näher bestimmte „elektrische Probleme bei der Montage von Akkus“ haben demnach vermutlich die Brände verursacht.

LG Chem, der Lieferant der Batteriezellen, der außer Hyundai etliche andere Autohersteller beliefert, bestreitet, dass die Ursache für die Defekte in den Zellen liegt. „Der Rückruf wurde ohne Klärung der Grundursache der Brände ausgestellt“, teilt LG Chem mit. In einer Erklärung stellt der Batterielieferant klar, Hyundai Motor habe „gemeinsam Experimente durchgeführt, um die Ursache zu ermitteln, jedoch keine Szenarien für die Entstehung von Bränden gefunden“, und fügte hinzu, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um ein abschließendes Urteil fällen zu können.

Das Thema dürfte uns in den kommenden Tagen und Wochen noch eine Weile beschäftigen. Zum einen aufgrund des öffentlich ausgetragenen Disputs zwischen Hyundai und LG Chem. Und zum anderen, da Hyundai zugab, die Lösung des Mangels sei nicht perfekt. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die perfekte Lösung für das Batterieproblem bei Hyundai aussehen wird.

Quelle: Korea Times – Hyundai Motor, LG Chem in spat over Kona EV fires // Electrek – Hyundai to recall 77,000 Kona electric cars over risk of battery fire, fights LG Chem over cause

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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