BMW iX5 mit 460 kW Ladeleistung und 845 km Reichweite

BMW iX5 mit 460 kW Ladeleistung und 845 km Reichweite
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Stefan Grundhoff
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BMW bekommt einen neuen X5 – und was für einen. Der Oberklasse-SUV ist für die Bayern mit ihrem Lieblingsproduktionsstandort in Spartanburg / South Carolina dabei mindestens genauso wichtig wie der kleine iX3. Anders als der Neue-Klasse-SUV wird der X5 das erste Serienfahrzeug, das mit fünf Antriebskonzepten zu bekommen ist.

Er sieht aus, wie man sich einen BMW X5 vorstellt: ein SUV, das die Designeinflüsse des kleinen Bruders iX3 sowie der gesamten Neue-Klasse-Familie nicht überspielen kann und will. Sein Auftritt ist mächtig, imposant und stattlich – genau so stellen sich viele BMW-Fans einen Luxus-SUV der kommenden Generation vor. Ob allen die gewaltigen Lufteinlässe und die etwas bemüht wirkenden LED-Scheinwerfer im X-Design gefallen, darüber lässt sich wohl trefflich streiten.

Besser dürften ausgestellte Radhäuser, steil stehende Niere und das schmale LED-Lichtband am Heck ankommen. Innen präsentiert sich der 4,99 Meter lange BMW X5 im Design des gründlich aufgefrischten 7er / i7 mit einer Kombination aus schmalem Panorama-Display nebst Head-Up-Bespielung und weiteren Bildschirmen in der Mitte der Armaturentafel und einem recht kleinen Beifahrerdisplay.

BMW X5: Fünf Antriebe, ein SUV

Hinter dem zerklüfteten Lederlenkrad mit vier Speichen fehlen die bisher so gut ablesbaren Instrumente – leider. Eine große Umstellung für die üppige Zahl der X5-und BMW-Bestandskunden. Einfacher machen es einem die Bedienelemente für elektrische Sitze in den Türen, die angeschrägten Schalter für Fensterheber und die Bedienelemente auf der breiten Mittelkonsole nebst klimatisierten Becherhaltern. Saß es sich vorne bereits schon länger im X5 exzellent, gab es hier auf neuen Stühlen – natürlich mit Massage- und Klimafunktion – nur leichte Verbesserungen.

Deutlicher ist der Komfortgewinn in der zweiten Reihe und wer hier nicht zufrieden ist, der kann sich noch auf den bald folgenden großen Bruder BMW X7 freuen. Anzunehmen, dass er ebenfalls die ungewöhnlichen Türgriffe in Form kleiner Flügel an der Fensterkante bekommt.

Das Antriebsportfolio des X5 setzt nicht allein für einen BMW neue Maßstäbe, denn noch nie gab es ein Serienauto, das mit fünf unterschiedlichen Antriebsvarianten zu bekommen war. So ist der BMW wahlweise als Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner (294 kW / 400 PS) oder als 230 kW / 313 PS starker Diesel jeweils mit 48-Volt-Bordnetz und entsprechender Mildhybridisierung zu bekommen.

Darüber hinaus gibt es den X5 50e xDrive als Plug-in-Hybrid mit einem 230 kW / 313 PS starken Reihensechszylinder, der von einem Elektromotor im Getriebetunnel auf 360 kW / 489 PS und 700 Nm maximales Drehmoment gebracht wird. Höchstgeschwindigkeit: 242 km/h und ein Normverbrauch von 5,2 Litern Super, wobei der hybride Allrad-SUV mehr als 80 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann. Der stärkere PHEV-Bruder bietet ebenfalls nur einen Sechszylinder mit Turbopower, lockt sportlich ambitionierte Fahrer allerdings als X5 M60e xDrive mit 450 kW / 612 PS, der einen leistungsstarken Achtzylinder vergessen machen soll.

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BMWs erster elektrischer X5 mit 141-kWh-Akku

Erstmals gibt es auch einen rein elektrischen BMW iX5 60e xDrive, dessen Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse gemeinsam üppige 425 kW / 578 PS und ein maximales Drehmoment von 805 Nm bieten. Dank einer riesigen 141-kWh-Batterie im Unterboden schafft der 2,9 Tonnen schwere Elektro-SUV mit einer Ladeleistung von bis zu 460 kW eine Reichweite zwischen 645 und 845 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp.

Ab 2028 wird noch eine iX5-Version mit Brennstoffzellenantrieb folgen, deren Sinn sich einem mit Blick auf Klientel und Marktlage selbst auf den zweiten Blick kaum erschließt, denn angesichts immer besserer Akkutechnik ist die ohnehin träge Antriebstechnologie im Pkw seit Jahren dem Tod geweiht.

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Die Preise beginnen für den BMW X5 40d xDrive bei 94.800 Euro und für den Basisbenziner bei 98.800 Euro. Die Plug-in-Hybriden BMW X5 50e / M60e kosten mindestens 102.800 sowie 125.000 Euro. Die Elektroversion des iX5 60 liegt im Preis des Hybriden bei 102.800 Euro. Der Produktionsstart im Werk Spartanburg beginnt für Benziner und Diesel im August; für BEV und PHEV ab Dezember, wobei die Modelle ab Ende November sukzessive auf die Märkte rollen.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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