BMW Gen6-Batterie erhält Technologiepreis in China

BMW Gen6-Batterie erhält Technologiepreis in China
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Münchner Automobilhersteller BMW hat für seine neue Gen6-Hochvoltbatterie eine renommierte Technologieauszeichnung in China erhalten. Beim World New Energy Vehicle Congress (WNEVC) 2026 wurde das Batteriesystem der Neuen Klasse als „Global New Energy Vehicle Innovative Technology“ ausgezeichnet. BMW war einer Pressemitteilung zufolge der einzige Automobilhersteller außerhalb Chinas, der in diesem Jahr mit einer der Technologieauszeichnungen des Kongresses geehrt wurde.

Die Jury würdigte insbesondere die Schlüsseltechnologien der Gen6-Hochvoltbatterie auf Basis der neuen BMW-Rundzellen mit Hoch-Nickel-Kathode. BMW sieht darin eine Bestätigung seines Ansatzes, die wesentlichen Bestandteile des Batteriesystems selbst zu entwickeln und aufeinander abzustimmen. Die Batterie bildet eine der zentralen technischen Grundlagen der Neuen Klasse und soll schrittweise in das gesamte vollelektrische Modellportfolio einziehen.

Gegenüber der bisherigen fünften Generation hat BMW die Technik grundlegend überarbeitet. Das gesamte Gen6-Batterieportfolio arbeitet mit einer 800-Volt-Architektur und unterstützt bidirektionales Laden. Die Rundzellen werden ohne klassische Modulstruktur direkt in den Batteriespeicher integriert. Mit dieser Cell-to-Pack-Bauweise will BMW den verfügbaren Bauraum besser ausnutzen und eine hohe Energiedichte auf Batterieebene erreichen.

Anerkennung kommt zur richtigen Zeit

Eine wichtige Rolle spielt zudem der sogenannte Energy Master, den BMW sowohl bei Hardware als auch Software selbst entwickelt hat. Die Steuereinheit sitzt direkt auf der Hochvoltbatterie und regelt unter anderem den Energiefluss zwischen Batterie, Elektromotoren und Bordnetz. Das System kann sowohl mit 400- als auch mit 800-Volt-Ladeinfrastruktur umgehen. Nach Angaben von BMW wurden beim Technologiesprung von Gen5 auf Gen6 mehr als 500 Innovationen zum Patent angemeldet.

Für BMW kommt die Auszeichnung in China zu einem durchaus wichtigen Zeitpunkt. Deutsche Automobilhersteller haben auf dem weltweit größten Automarkt seit einiger Zeit einen schweren Stand. Besonders bei Elektroautos treffen sie auf eine starke einheimische Konkurrenz, die nicht nur beim Preis, sondern vielfach auch bei Software, digitaler Integration und Ladeleistung hohe Maßstäbe setzt. Auch BMW bekommt diesen Wandel deutlich zu spüren. Im zweiten Quartal 2026 gingen die Auslieferungen der Marke in China um fast ein Drittel zurück.

Modifikationen für chinesische Kundschaft

Vor diesem Hintergrund lässt sich die chinesische Anerkennung der Gen6-Technik zumindest als kleiner Hoffnungsschimmer lesen. Sie zeigt, dass deutsche Hersteller technologisch keineswegs grundsätzlich den Anschluss verloren haben. Gerade bei Batterie, Ladeleistung und Effizienz macht die Neue Klasse einen deutlichen Sprung gegenüber bisherigen BMW-Elektroautos.

Ob sich diese technologische Anerkennung allerdings auch wieder in steigenden Verkaufszahlen niederschlägt, ist eine andere Frage. BMW versucht deshalb, seine Technik stärker mit speziell für China entwickelten Lösungen zu verbinden. Der iX3 und der i3 der Neuen Klasse werden dort unter anderem mit verlängertem Radstand, einem angepassten digitalen Ökosystem sowie speziell für chinesische Verkehrsbedingungen entwickelten Assistenzsystemen angeboten.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 24. September 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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