Im BMW Group Werk München hat die Serienproduktion des neuen BMW i3 begonnen. Bestellbar ist das Modell bereits seit Mitte Juni, die Nachfrage fiel dabei so hoch aus, dass die Anlaufkurve im Werk deutlich steiler verlief als geplant. „Die Modelle der Neue Klasse zeigen eine starke Beliebtheit. Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage“, sagt Jochen Goller, im BMW Vorstand zuständig für Kunde, Marke und Vertrieb. Der i3 ist nach dem iX3 das zweite Modell, das auf der neuen Fahrzeugarchitektur des Konzerns basiert.
Mit dem Produktionsstart verbindet BMW einen weiteren Effizienzschritt. Die Fertigungskosten im Werk München sinken um zehn Prozent, wie Werkleiter Peter Weber erklärt: „Mit dem Produktionsstart des BMW i3 reduzieren wir die Fertigungskosten um weitere 10 Prozent.“ Grundlage dafür sind laut BMW eine vorausschauende Planung, die enge Abstimmung mit Entwicklungsbereichen und Lieferanten sowie moderne Produktionstechnologie in den neu geschaffenen Strukturen. Zusätzlich tragen optimierte Abläufe, gezielte Automatisierung und Digitalisierung zur Kostensenkung bei, ebenso wie die neue Fahrzeugarchitektur selbst.
Vier Jahre Umbau bei laufendem Betrieb
Dem Serienstart gingen vier Jahre intensiver Transformation voraus. Auf rund einem Drittel des Werksgeländes entstanden ein neuer Karosseriebau sowie eine hochmoderne Fahrzeugmontage samt neuer Logistikflächen, während die Produktion von bis zu 1000 Fahrzeugen pro Tag weiterlief. Zuletzt kam eine neue Auslieferungshalle hinzu, die sich derzeit noch in der Inbetriebnahme befindet und in der die Autos vor der Übergabe an den Vertrieb final geprüft werden.
Raymond Wittmann, im BMW Vorstand für die Produktion verantwortlich, ordnet den Schritt historisch ein: „Der Produktionsstart des BMW i3 läutet eine neue Ära in unserem Stammwerk ein. Mit dem vollelektrischen BMW i3 bringen wir zusammen, was zusammengehört: Kaum ein Modell steht so sehr für BMW wie die 3er Reihe, und kaum ein Produktionsstandort so sehr für unsere Marke wie das Werk München.“ Seit 1975 sind am Standort mehr als neun Millionen Fahrzeuge der 3er Reihe vom Band gelaufen.
Für Batterie und Antriebsstrang setzt BMW auf ein regionales Werksnetzwerk. Die Hochvoltbatterien der sechsten Generation liefert das neu gebaute Werk Irlbach-Straßkirchen in Niederbayern, das rund 90 Minuten von München entfernt liegt und nach dem Prinzip „local for local“ arbeitet. Dort kommen laut BMW ein konsequenter Null-Fehler-Ansatz, durchgängige Inline-Qualitätskontrollen, digitale Zwillinge und der systematische Einsatz künstlicher Intelligenz zum Einsatz.
Der neue Elektromotor der sechsten Generation stammt aus dem österreichischen Werk Steyr, das seit über 40 Jahren Antriebe fertigt und mit dem i3 erstmals einen E-Motor ins Portfolio aufnimmt. Rotor, Stator, Inverter und Getriebe entstehen dabei vollständig vor Ort in neu errichteten Reinraumumgebungen. Das Motorgehäuse liefert wiederum die Aluminiumgießerei im Werk Landshut zu.
Werk München wird ab 2027 rein elektrisch
Der Umbau ist Teil der BMW iFACTORY, der konzernweiten Strategie für Effizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Produktion. Ab 2027 soll das Werk München ausschließlich vollelektrische Autos bauen, weitere Modelle der Neuen Klasse sind für die kommenden Jahre angekündigt.
Werkleiter Weber verweist dabei auch auf den Faktor Personal: „Die Zukunftsfähigkeit unseres Werks entsteht vor allem durch Menschen, die Veränderung und Innovationen mit Begeisterung vorantreiben.“ Digitalisierung und Automatisierung würden gezielt genutzt, um das Werk schrittweise effizienter zu machen, bei gleichbleibend hohem Qualitätsanspruch.
Quelle: BMW – Pressemitteilung









Wird geladen...