Batteriezulieferer Samsung SDI vermarktet Batterietypen künftig unter einer Marke

Batteriezulieferer Samsung SDI vermarktet Batterietypen künftig unter einer Marke
Copyright:

Samsung

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 2 min

Batteriezellen von Samsung SDI finden sich in den Batteriepacks von BMW und Fiat. Für VW sollen sie zukünftig die prismatische Einheitszelle liefern, welche in gut 80 Prozent der E-Autos von Volkswagen zum Einsatz kommen soll. Der Branchenneuling Rivian setzt ebenfalls auf die südkoreanische Technologie. Nun vermarktet der Hersteller seine Batteriezellen unter der Marke „PRiMX“, das steht für „Prime Battery for Maximum Experience“. Die Markenregistrierung für Europa ist bereits abgeschlossen und soll in Kürze auch in den USA erfolgen.

Unter der neuen Marke werden alle Batterietypen angeboten, die Samsung SDI derzeit im Angebot hat und künftig entwickeln wird – von prismatischen und Rundzellen bis hin zu kommenden Feststoffbatterien. „PRiMX ist eine Batteriemarke, die die einzigartige Identität von Samsung SDI vermittelt„, erklärt Michael Son, Executive Vice President von Samsung SDI in einer Pressemeldung.

Gemeinsam mit der Markeneinführung setzt das Unternehmen auch auf neue Materialien und eine Stärkung der Qualitätskontrolle. Derzeit arbeite man an einer Kathoden- und Siliziumanode mit hohem Nickelgehalt, näheres wurde jedoch nicht bekanntgegeben. In der Qualitätskontrolle sollen künftig fortschrittliche Fehlererkennungsalgorithmen und künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Das Monitoring umfasst dann über 500 Faktoren im gesamten Herstellungsprozess.

Samsung SDI ist weltweit der drittgrößte Anbieter für Elektroauto-Batterien, auf dem Batterie-Gesamtmarkt belegt man den sechsten Platz. In der Nähe von Graz in Österreich betreibt das Unternehmen ein Assembly-Werk für Hochvoltbatterien, in dem auch Prototypen entwickelt, getestet und gebaut werden. Ein weiteres Werk befindet sich in Göd in Ungarn, welches aktuell deutlich erweitert wird. Im letzten Jahr wurde nach Angaben des in Seoul ansässigen Market Tracker SNE Research ein Umsatzwachstum von 60,7 Prozent erzielt.

Quellen: electrive.net – Samsung gründet Marke „PRiMX“ für EV-Batterien//samsungdibs.at – Standorte

Worthy not set for this post
Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Studie: Bezahlen an der Ladesäule ist noch zu kompliziert

Studie: Bezahlen an der Ladesäule ist noch zu kompliziert

Daniel Krenzer  —  

Eine neue Studie zeigt: Nicht die Technik, sondern komplizierte Bezahlprozesse bremsen das öffentliche Laden von Elektroautos aus.

Brennerachse: E-Lkw laden jetzt mit bis zu 1000 kW

Brennerachse: E-Lkw laden jetzt mit bis zu 1000 kW

Sebastian Henßler  —  

An der Brennerautobahn entsteht neue Ladeinfrastruktur für E-Lkw. In Vahrn laden E-Trucks mit bis zu 1000 kW und nutzen dabei reguläre Fahrpausen effizient.

Deutschland wird Kernmarkt für Electras Schnelllade-Ausbau

Deutschland wird Kernmarkt für Electras Schnelllade-Ausbau

Sebastian Henßler  —  

Electra treibt den Ausbau seines Schnellladenetzes in Deutschland voran. Aus 15 Ladeparks sollen bis Ende 2026 mehr als 90 werden.

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Michael Neißendorfer  —  

Die Antriebskosten von E-Autos waren im vergangenen Jahr wie schon in den Jahren zuvor deutlich niedriger als die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Michael Neißendorfer  —  

Wie dynamische Netzentgelte im Verteilnetz umgesetzt werden können – und wie sie das Laden von Elektroautos günstiger machen.

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

Michael Neißendorfer  —  

Ein Verbrenner ist im Schnitt pro Jahr 1000 Euro teurer als ein Elektroauto. Mit Smart Metern wären E-Autos nochmal deutlich günstiger.

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Michael Neißendorfer  —  

Mehr als 1000 km an einem Tag – und das mit einer Akkureichweite von nur 300 km: Ein Schweizer Logistiker zeigt, wie E-Lkw effizient eingesetzt werden können.