Audi RS5 Plug-in-Hybrid: Breit gemacht

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Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 3 min

Audi will dem erfolgreichen BMW M3 endlichen einen konkurrenzfähigen Gegner entgegenstellen und hat bei der neuen RS5-Generation mächtig draufgesattelt. Neben bulliger Optik gibt es Dank Elektropower einen Leistungsnachschlag auf knapp 640 PS.

Das BMW-Duo M3 / M4 hat in seiner aktuellen Generation die Konkurrenz geschockt. Mercedes griff mit seiner hybriden Vierzylinder-Generation in der C-Klasse kräftig daneben und muss nun teuer Abbitte leisten. Audi konnte bislang nur eine Klasse darüber beim bulligen RS6 / RS7 glänzen, denn das ausgewogene Kraftpaket aus RS4 / RS5 war einfach zu zahm, um den Münchnern in der aktuellen Generation ernsthaft gefährlich werden zu können. Schmerzhaft für die Neckarsulmer mit Ingolstädter Führung, denn sie hatten zumindest in der sportlichen Kombimittelklasse lange Jahre fest die Hosen an.

Doch mit der Übermacht von BMW M3 / M4 soll es nunmehr vorbei sein, denn die neue Generation des Audi RS5 – als Limousine und Kombi verfügbar – bekam nicht nur eine überaus selbstbewusste Optik mit stark ausgeformten Kotflügeln und einer beinahe schon schamlosen Heckschürze mit ovalen Krawallendrohren. Um der leistungsstarken Konkurrenz mit bis zu 550 (BMW) sowie 680 PS (Mercedes AMG C63) nicht hinterherschauen zu müssen, bekam der bekannte 2,9-Liter-V6 Turbo nicht allein eine Turboaufladung, sondern auch einen 130 kW / 177 PS starken Elektromotor implantiert, der sich im Getriebetunnel versteckt. So stehen beim dem Allradler nunmehr üppige 470 kW / 639 PS und 825 Nm maximales Drehmoment zur Verfügung.

Einziges Problem: Anders als der Wettbewerb wird die nunmehr obligatorisch Audi RS5 genannte Sportversion nur noch als Limousine oder Avant angeboten. Das insbesondere für Image und Abgrenzung so wichtige Coupé wurde gestrichen, ein Cabriolet gab es vom Audi RS4 / RS5 schon einige Jahre nicht mehr.

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„Der RS 5 mit seinem innovativen Antriebskonzept markiert den Beginn eines neuen Zeitalters der RS-Modelle“, sagt Rolf Michl, Geschäftsführer von Audi Sport, „dabei bringen wir die von unseren Kunden geschätzten Fahreigenschaften mit innovativen Technologien auf ein neues Fahrdynamiklevel und verbessern zudem die Alltagstauglichkeit mit elektrischer Reichweite.“ So sportlich von außen mit Spoilern und Schwellern präsentiert sich das dynamische Duo mit elektrischen Sportsitzen und bekannt optischen Dreingaben auch im Innern.

80 elektrische Kilometer sind beim RS5 drin

Der Leistungszuwachs ermöglicht einen Imagespurt 0 auf Tempo 100 in deutlich unter vier Sekunden und trotz eines üppigen Leergewichts von über 2,3 Tonnen eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h. Das elektronische Sportfahrwerk mit breiterer Spur bietet 20- / 21-Zoll-Räder und ein neu entwickeltes Hinterachsgetriebe mit elektromechanischem Torque Vectoring, was eine möglichst variable Kraftverteilung an der Hinterachse bedeutet.

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Zudem hat der Kunde die Wahl, ob der bullige Audi RS5 mit seinem üppigen Gewicht von einer Stahl- oder Keramikbremsanlage verzögert wird. Durch die Zwei-Ventildämpfung sollen nicht allein Nick- und Wankbewegungen bei ambitionierter Fahrt reduziert werden, sondern das RS5-Pärchen soll ein besonders breites Spektrum zwischen Komfort und Sportlichkeit bieten.

Rein elektrisch kann der RS5 durch sein knapp 26 kWh großes Batteriepaket im Hinterwagen bis zu 80 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. In zweieinhalb Stunden ist der Akku an einem 11-kW-Lader wieder komplett erstarkt. Marktstart für die beiden Modelle ist ab sofort. Limousine (ab 106.200 Euro) und Avant (ab 107.200 Euro) werden ab Sommer an die leistungshungrigen Kunden ausgeliefert.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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