Audi e-tron GT wird in China nicht weiter verkauft

Audi e-tron GT wird in China nicht weiter verkauft
Copyright:

Audi

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Nach der Auffrischung des Porsche Taycan bekam jüngst auch ein sportlicher Bruder innerhalb der Volkswagen-Gruppe ein Update: der Audi e-tron GT. Wie die Automobilwoche berichtet, soll die in China fast 190.000 Euro teure „Speerspitze“ der Ingolstädter in China nicht mehr angeboten werden. Demnach teilte die VW-Tochter mit: „Audi verfolgt den Ansatz ‚In China for China‘. Das heißt, der Schwerpunkt liegt auf lokal produzierten, speziell auf die Bedürfnisse chinesischer Kunden ausgerichteten Fahrzeugen.“

Somit wurde das Elektroauto nur anderthalb Jahre lang in China angeboten. Der Rückzug kommt aber insofern nicht überraschend, da der e-tron dort weitaus weniger gut angenommen wurde als der Taycan. Nicht einmal 200 Fahrzeuge seien in dieser Zeit verkauft worden. Somit konzentriert sich Audi auf die in China für den dortigen Markt produzierten Modelle Q6 und A6 e-tron, schreibt die Automobilwoche. Doch auch weltweit hat der Taycan dem Audi e-tron GT demnach den Schneid abgekauft, im vergangenen Jahr verkaufte Porsche fast viermal so viele der Fahrzeuge wie Audi.

Die neuen Modelle der Audi e-tron GT Familie können seit Mitte Juni in Deutschland bestellt werden. Der Preis für den S e-tron GT startet ab 126.000 Euro, der RS e-tron GT ab 147.500 Euro und der RS e-tron GT performance startet ab 160.500 Euro. Die Elektromotoren als permanentmagneterregte Synchronmaschinen (PSM) an der Vorderachse beim S e-tron GT und RS e-tron GT leisten jeweils 176 kW (239 PS). Der RS e-tron GT performance verfügt darüber hinaus an der Vorderachse über eine modifizierte Leistungselektronik mit überarbeitetem Pulswechselrichter für noch höhere Entladeströme.

Audi RS e-tron GT
Audi

Der neu entwickelte Elektromotor an der Hinterachse, ebenfalls als permanentmagneterregte Synchronmaschine (PSM) ausgelegt, mit einer axialen Länge von 192 Millimetern und einem Durchmesser von 230 Millimetern ist beim RS e-tron GT und beim RS e-tron GT performance gleich dimensioniert. Bauteile wie der Rotor stammen aus der Premium Platform Electric (PPE). Die E-Maschine stellt jeweils 415 kW (564 PS) zur Verfügung. Beide E-Maschinen halten Reserven für extreme Fahrsituationen bereit.

Das Gewicht der Batterie sank trotz des höheren Energiegehalts um neun auf jetzt 625 Kilogramm, sie verfügt nun über eine Brutto-Speicherkapazität von 105 kWh (netto 97 kWh). Die maximale Ladeleistung nahm um 50 kW auf nunmehr bis zu 320 kW zu. Damit lässt sich an einer Schnellladesäule (High Power Charging, HPC) die Batterie der e-tron GT‑Familie unter idealen Bedingungen in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Quelle: Automobilwoche – „Audi stoppt Verkauf des e-tron GT in China“

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Audi Elektroautos

Audi A2 e-tron wohl deutlich teurer als VW ID.3 Neo

Audi A2 e-tron wohl deutlich teurer als VW ID.3 Neo

Daniel Krenzer  —  

Der Audi A2 e-tron wurde als Prototyp in Dänemark gesichtet, zudem war online kurzzeitig der Einstiegspreis zu sehen.

Exklusiv: VW-Konzern – Rochade an der Spitze?

Exklusiv: VW-Konzern – Rochade an der Spitze?

Sebastian Henßler  —  

Bei Volkswagen könnte sich einem exklusiv vorliegenden Planungsstand zufolge eine größere Rochade an der Vertriebsspitze mehrerer Konzernmarken anbahnen.

Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform

Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform

Sebastian Henßler  —  

Audi bestätigt den A4 e-tron für 2028 und setzt dabei auf die neue SSP-Plattform, ein frisches Design und ein neues Innenraumkonzept.

Audi Betriebsrat: Ohne Invest in Ingolstadt keine Zukunft

Audi Betriebsrat: Ohne Invest in Ingolstadt keine Zukunft

Sebastian Henßler  —  

Bei der Betriebsversammlung in Ingolstadt fordert der Betriebsrat klare Investitionen statt reinem Sparen. Rund 5000 Beschäftigte verfolgen die Veranstaltung.

VW-Konzern stärkt E-Kompetenz mit MEBeco-Fertigung in Győr

VW-Konzern stärkt E-Kompetenz mit MEBeco-Fertigung in Győr

Sebastian Henßler  —  

Audi Hungaria hat in Győr die MEBeco-Serienproduktion gestartet. Der Antrieb der MEB+-Plattform wird als erstes Modell den kompakten Cupra Raval antreiben.

Audi A6 Allroad PHEV: Breitbau statt Einheitskombi

Audi A6 Allroad PHEV: Breitbau statt Einheitskombi

Stefan Grundhoff  —  

Der A6 Allroad bekommt erstmals den Breitbau der RS-Baureihe. Der Plug-in-Hybrid mit 270 kW und bis zu 95 km Elektroreichweite startet im Herbst.

Audi: Drei Krisen, ein Chef, kein Ausweg in Sicht

Audi: Drei Krisen, ein Chef, kein Ausweg in Sicht

Sebastian Henßler  —  

Audis Elektrowerk in China läuft mit fünf Prozent Auslastung, der A4 steckt im Projektstopp – Döllner kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig.