Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform

Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform
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Sebastian Henßler
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Audi hat weitere Details zum kommenden A4 e-tron bestätigt. Das Modell soll eines der ersten volumenstarken Fahrzeuge der Marke werden, das die neue SSP-Plattform des Volkswagen-Konzerns, eine neu entwickelte zonale Elektronikarchitektur und die kommende Designsprache „Radical Next“ miteinander verbindet. Damit übernimmt der A4 e-tron eine Vorreiterrolle innerhalb der Modellpalette.

Audi-Technikvorstand Rouven Mohr äußerte sich im Rahmen der internationalen Präsentationsfahrt des neuen Q7 gegenüber GoAuto zum Zeitplan des Projekts. Es gebe „keinen Grund, den bereits berichteten Zeitrahmen für 2028 zu korrigieren“, so Mohr zur E-Variante des A4, die zu einem der zentralen batterieelektrischen Modelle der Marke werden soll. Als direkter Konkurrent zum BMW i3 und zur Mercedes-Benz C-Klasse Electric dürfte der A4 e-tron auch für Audi von Bedeutung sein, wo der New Vehicle Efficiency Standard (NVES) und wachsender Wettbewerb den Premiumsegment-Markt zunehmend unter Druck setzen.

Neue Entwicklungsmethode aus dem Supersportwagen-Projekt

Für die Entwicklung des A4 e-tron nutzt Audi nach eigenen Angaben den sogenannten „Project House“-Ansatz, ein beschleunigtes, produktfokussiertes Verfahren, das zuvor bereits für den Supersportwagen Nuvolari auf Basis der Lamborghini-Temerario-Plattform eingesetzt wurde. „Wir arbeiten aktuell mit einem ähnlichen Ansatz auch am A4 e-tron“, erklärte Mohr. Der A4 werde eines der ersten Großserienmodelle mit der Designsprache Radical Next und „all unseren neuen Philosophien“ sein, so der Audi-Manager weiter. Das Fahrzeug solle „ein sehr relevantes Auto“ werden, das die „Audi-DNA“ repräsentiere.

Nach Angaben von Mohr bedeutet dies für den A4 e-tron „Klarheit im Design, ein neues Innenraumerlebnis, aber auch die neueste Technologie“. Ziel sei es, das „typische Audi-Gefühl“ wiederherzustellen, das Kund:innen an der Marke schon immer geschätzt hätten. Neben einem grundlegend überarbeiteten Außendesign gegenüber dem aktuellen A5 mit Verbrenner- und Hybridantrieb soll der A4 e-tron auch ein neues Interieurkonzept einführen, das stärker auf physische Bedienelemente wie Knöpfe und Regler setzt, statt vollständig auf Touch-Bedienung zu vertrauen. Die Verbrennerversionen des A5 dürften bei Markteinführung der Elektrovariante in „A4“ umbenannt werden, um die Modellreihe zu vereinheitlichen. Ein umfassendes Facelift, das beide technisch unabhängigen Modelle optisch annähert, gilt als wahrscheinlich.

Wettbewerb setzt neue Maßstäbe bei Reichweite und Ladeleistung

Der A4 e-tron soll laut Insiderinformationen das erste Audi-Modell sein, das das „volle Potenzial“ der SSP-Plattform ausschöpft, einschließlich eines einheitlichen Batteriepakets, der neuen zonalen Elektronikarchitektur sowie effizienter Verbrauchswerte und großzügiger Reichweite. Andere Modelle sollen künftig einzelne Elemente der Plattform nutzen, der A4 hingegen alle Komponenten gleichzeitig.

Der Wettbewerb hat die Messlatte zuletzt spürbar angehoben. BMW gibt für die i3-Limousine bis zu 900 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm und eine DC-Ladeleistung von 400 Kilowatt an, deutlich mehr als die 750 Kilometer (WLTP) des bereits erhältlichen Tesla Model 3 Long Range mit Heckantrieb. Konkrete Angaben zu Batteriegröße, Reichweite und Leistung des A4 e-tron stehen noch aus, erwartet werden jedoch eine Wahl zwischen Heck- und Allradantrieb in verschiedenen Leistungsstufen sowie mindestens zwei Batterievarianten.

Mohr betonte zudem, dass der „Project House“-Ansatz zwar ein schnelles Benchmarking gegenüber der Konkurrenz ermögliche, ein zu starker Fokus auf externe Entwicklungen jedoch nicht zielführend sei. „Wenn man die eigene Konkurrenz schlagen will, muss man sie kennen. Aber es wäre ein Fehler, sich ausschließlich daran zu orientieren, was außerhalb passiert“, sagte er. Man müsse den Markt im Blick behalten, um eine klare Orientierung zu gewinnen, die eigentliche Ausrichtung müsse man jedoch selbst festlegen.

Voraussichtlich bleibt dem A4 e-tron zudem eines der bekanntesten Merkmale der Marke erhalten: die Kombiversion. „Wenn Sie mich fragen, stimme ich voll zu, dass ein Avant zur Audi-DNA gehört. Audi hat den Kombi cool gemacht, das sollten wir fortsetzen“, so Mohr abschließend.

Quelle: GoAuto.com.au – Audi A4 E-Tron confirmed, first details emerge

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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