Der neue Allroad ist die wohl begehrteste Variante des noch jungen Audi A6 Avant, denn erstmals bekommt der Pseudo-Offroader den bulligen Breitbau der RS-Varianten. Die elf Zentimeter mehr Breite stehen dem kletterfreudigen Familienkombi prächtig.
Ganz neu ist die Idee mit den dicken Backen für die so beliebten Allroad-Modelle nicht. Bereits vor rund einem Jahrzehnt war die Initiative für den damaligen Audi A4 Allroad schon einmal aufgekommen, doch die damalige Quattro GmbH wollte die Stückzahlen des Karosseriebaus nicht hochdrücken und die Exklusivität seiner RS-Modelle bewahren. Doch vor ein paar Jahren flammte die Diskussion wieder auf, denn man wollte die ertragreichen Allroad-Modelle deutlicher von den normalen Kombis abgrenzen – da kam der Breitbau, der ohnehin für den Audi RS6 in Planung war, gerade recht.
Breiter Allroad: Audi grenzt sich vom Dienstwagen ab
Die Kunden wird es freuen, denn mit einer Breite von 1,99 Metern bläst der Audi A6 mindestens 77.250 Euro teure Allroad seine Kotflügelbacken bereits im Stand schon mächtig auf. Eine Verwechslungsgefahr mit den Standard-Versionen der Dienstwagengilde besteht nicht. Dazu kommen die üblichen Dreingaben wie Unterfahrschutz, bis zu 21 Zoll große Räder, farblich abgesetzte Radhausverbreiterungen sowie eine variable Luftfederung mit einem Verstellbereich von 5,5 Zentimetern nebst Hinterachslenkung.


Im Innern des Allroad bleibt mit den drei Bildschirmen und einem Head-Up-Display dagegen alles wie man es kennt. Die Sitze sind exzellent ausgeformt, auf Wunsch klimatisiert und vielfältig verstellbar.

Das Platzangebot vorn wie hinten ist im Gegensatz zum Laderaum top, denn der Allroad bietet für einen Oberklasse-Kombi mit einem Volumen zwischen 404 und 1497 Litern nicht einmal Mittelmaß. Wem das nicht reicht, nutzt die Dachreling auf Aufbauten oder die Anhängekupplung für große und schwere Gegenstände. Die Anhängelast liegt beim Hybriden bei 2000 und beim drehmomentstarken Selbstzünder bei 2500 Kilogramm.
95 km Elektroreichweite im Audi A6 Allroad PHEV
Bei den Antrieben haben die Kunden zunächst nicht viele Möglichkeiten, denn neben dem 220 kW / 299 PS / 580 Nm starken Dreiliter-V6-Diesel mit elektrischem Verdichter und Mildhybridsystem (Startergenerator mit 18 kW / 24 PS) wird zum Marktstart im Herbst nur ein Vierzylinderbenziner mit Plug-in-Hybridmodul angeboten. Dessen Zweiliter-Turbo mit 185 kW / 252 PS wird von einem 105 kW starken Elektromotor unterstützt, der Gesamtleistung auf 270 kW / 367 PS / 500 Nm erhöht. Dank des 25,9 kWh großen Batteriepakets unter dem Laderaumboden kann der 5,02 Meter Kombi bis zu 95 Kilometer rein elektrisch fahren.

Das Nachladen dauert an einem elf Kilowatt starken Lader rund zweieinhalb Stunden. Beide Antriebsvarianten sind maximal 250 km/h schnell und beschleunigen aus dem Stand in 5,5 Sekunden auf Tempo 100. Anzunehmen, dass das schmale A6-Allroad-Portfolio mittelfristig zumindest um einen imageträchtigen Sechszylinderbenziner erweitert wird.








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