Audi A6 Allroad PHEV: Breitbau statt Einheitskombi

Audi A6 Allroad PHEV: Breitbau statt Einheitskombi
Copyright:

Audi

Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
  —  Lesedauer 3 min

Der neue Allroad ist die wohl begehrteste Variante des noch jungen Audi A6 Avant, denn erstmals bekommt der Pseudo-Offroader den bulligen Breitbau der RS-Varianten. Die elf Zentimeter mehr Breite stehen dem kletterfreudigen Familienkombi prächtig.

Ganz neu ist die Idee mit den dicken Backen für die so beliebten Allroad-Modelle nicht. Bereits vor rund einem Jahrzehnt war die Initiative für den damaligen Audi A4 Allroad schon einmal aufgekommen, doch die damalige Quattro GmbH wollte die Stückzahlen des Karosseriebaus nicht hochdrücken und die Exklusivität seiner RS-Modelle bewahren. Doch vor ein paar Jahren flammte die Diskussion wieder auf, denn man wollte die ertragreichen Allroad-Modelle deutlicher von den normalen Kombis abgrenzen – da kam der Breitbau, der ohnehin für den Audi RS6 in Planung war, gerade recht.

Breiter Allroad: Audi grenzt sich vom Dienstwagen ab

Die Kunden wird es freuen, denn mit einer Breite von 1,99 Metern bläst der Audi A6 mindestens 77.250 Euro teure Allroad seine Kotflügelbacken bereits im Stand schon mächtig auf. Eine Verwechslungsgefahr mit den Standard-Versionen der Dienstwagengilde besteht nicht. Dazu kommen die üblichen Dreingaben wie Unterfahrschutz, bis zu 21 Zoll große Räder, farblich abgesetzte Radhausverbreiterungen sowie eine variable Luftfederung mit einem Verstellbereich von 5,5 Zentimetern nebst Hinterachslenkung.

Audi

 

Audi

Im Innern des Allroad bleibt mit den drei Bildschirmen und einem Head-Up-Display dagegen alles wie man es kennt. Die Sitze sind exzellent ausgeformt, auf Wunsch klimatisiert und vielfältig verstellbar.

Audi

Das Platzangebot vorn wie hinten ist im Gegensatz zum Laderaum top, denn der Allroad bietet für einen Oberklasse-Kombi mit einem Volumen zwischen 404 und 1497 Litern nicht einmal Mittelmaß. Wem das nicht reicht, nutzt die Dachreling auf Aufbauten oder die Anhängekupplung für große und schwere Gegenstände. Die Anhängelast liegt beim Hybriden bei 2000 und beim drehmomentstarken Selbstzünder bei 2500 Kilogramm.

95 km Elektroreichweite im Audi A6 Allroad PHEV

Bei den Antrieben haben die Kunden zunächst nicht viele Möglichkeiten, denn neben dem 220 kW / 299 PS / 580 Nm starken Dreiliter-V6-Diesel mit elektrischem Verdichter und Mildhybridsystem (Startergenerator mit 18 kW / 24 PS) wird zum Marktstart im Herbst nur ein Vierzylinderbenziner mit Plug-in-Hybridmodul angeboten. Dessen Zweiliter-Turbo mit 185 kW / 252 PS wird von einem 105 kW starken Elektromotor unterstützt, der Gesamtleistung auf 270 kW / 367 PS / 500 Nm erhöht. Dank des 25,9 kWh großen Batteriepakets unter dem Laderaumboden kann der 5,02 Meter Kombi bis zu 95 Kilometer rein elektrisch fahren.

Audi

Das Nachladen dauert an einem elf Kilowatt starken Lader rund zweieinhalb Stunden. Beide Antriebsvarianten sind maximal 250 km/h schnell und beschleunigen aus dem Stand in 5,5 Sekunden auf Tempo 100. Anzunehmen, dass das schmale A6-Allroad-Portfolio mittelfristig zumindest um einen imageträchtigen Sechszylinderbenziner erweitert wird.

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Audi Elektroautos

Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform

Audi A4 e-tron: Ab 2028 mit neuem Design und SSP-Plattform

Sebastian Henßler  —  

Audi bestätigt den A4 e-tron für 2028 und setzt dabei auf die neue SSP-Plattform, ein frisches Design und ein neues Innenraumkonzept.

Audi Betriebsrat: Ohne Invest in Ingolstadt keine Zukunft

Audi Betriebsrat: Ohne Invest in Ingolstadt keine Zukunft

Sebastian Henßler  —  

Bei der Betriebsversammlung in Ingolstadt fordert der Betriebsrat klare Investitionen statt reinem Sparen. Rund 5000 Beschäftigte verfolgen die Veranstaltung.

VW-Konzern stärkt E-Kompetenz mit MEBeco-Fertigung in Győr

VW-Konzern stärkt E-Kompetenz mit MEBeco-Fertigung in Győr

Sebastian Henßler  —  

Audi Hungaria hat in Győr die MEBeco-Serienproduktion gestartet. Der Antrieb der MEB+-Plattform wird als erstes Modell den kompakten Cupra Raval antreiben.

Audi: Drei Krisen, ein Chef, kein Ausweg in Sicht

Audi: Drei Krisen, ein Chef, kein Ausweg in Sicht

Sebastian Henßler  —  

Audis Elektrowerk in China läuft mit fünf Prozent Auslastung, der A4 steckt im Projektstopp – Döllner kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig.

Audi A2 e-tron in finaler Erprobungsphase

Audi A2 e-tron in finaler Erprobungsphase

Michael Neißendorfer  —  

Der Audi A2 e-tron soll im Herbst vorgestellt werden und spult derzeit die letzten Phasen seiner Entwicklung ab.

Wie Audi sein Stammwerk Ingolstadt für den Elektro-A2 umrüstet

Wie Audi sein Stammwerk Ingolstadt für den Elektro-A2 umrüstet

Michael Neißendorfer  —  

Audi entwickelt sein Produktionsnetzwerk weiter: Nicht nur im Stammwerk Ingolstadt werden bald neue Elektro-Modelle gefertigt.