„Accelerate“: VW verdoppelt Absatz reiner E-Autos

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Wolfgang Plank
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Volkswagen kommt im ersten Jahr seiner „Acclerate“-Strategie nach eigenen Angaben gut voran. Bei den Kernthemen Elektromobilität, Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen seien im Jahr 2021 wichtige Meilensteine erreicht worden, heißt es. „Wir sind heute deutlich profitabler, krisenfester und leistungsfähiger als noch vor einem Jahr“, sagte Marken-Chef Ralf Brandstätter.  Gleichzeitig habe sich der beabsichtigte Wandel zum Tech-Unternehmen nochmals beschleunigt.

Laut Brandstätter lagen die Auslieferungen im Jahr 2021 mit 4,9 Millionen Einheiten rund acht Prozent unter den Zahlen des Vorjahres. Dennoch sei der Umsatz um sieben Prozent auf 76,1 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen habe um zwei Milliarden auf 2,5 Milliarden Euro sogar deutlich gesteigert werden können. Gleichzeitig habe Volkswagen weiter massiv in die Themen Zukunft investiert. Jeder zweite Euro sei dabei in den Bereich Elektromobilität geflossen.

Ungebrochen ist der Trend zum E-Auto. Das Unternehmen lieferte 2021 nach eigenen Angaben weltweit mehr Elektrofahrzeuge aus als je zuvor: In Summe wurden über 369.000 E-Autos (+73 Prozent) – davon rund 106.000 Plug-in-Hybride (+33 Prozent) sowie 263.000 vollelektrische Fahrzeuge (+97 Prozent) – an Kunden und Kundinnen übergeben. Mit den schnell steigenden Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen würden auch die Produktionskapazitäten weiter konsequent ausgebaut, heißt es in der Mitteilung.

Nach der abgeschlossenen Umrüstung von Zwickau zu einem reinen E-Werk, sollen 2022 mit Emden, Hannover und Chattanooga (USA) gleich drei zusätzliche E-Fertigungen ans Netz gehen. Auch die Transformation des Stammwerkes in Wolfsburg werde vorangetrieben. Ab 2023 soll hier mit dem ID. 3 das erste vollelektrische Modell gefertigt werden, ab 2026 dann mit dem Trinity ein E-Fahrzeug mit deutlich reduzierter Ladezeit und mehr als 700 Kilometern Reichweite.

Der Ausblick ist daher überwiegend positiv. Volkwagen plant im laufenden Geschäftsjahr eine deutliche Steigerung von Auslieferungen von E-Autos. Dazu beitragen dürfte die für die zweite Jahreshälfte erwartete Entspannung auf dem Markt für Halbleiter. Allerdings sei die Prognose stark abhängig vom weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine und den Auswirkungen auf die Lieferketten des Konzerns und die Weltwirtschaft insgesamt.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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