Absatz von Tesla bricht im Juli um mehr als zwei Drittel ein – im größten Automarkt

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Nach einem mehr als überzeugenden 2. Quartal 2021 scheint Tesla ein wenig die Luft auszugehen. Denn der amerikanische Elektroauto-Hersteller verkaufte im Juli 2021 deutlich weniger E-Fahrzeuge in China als in den Vormonaten. Nach Angaben der China Passenger Car Association (CPCA) gingen im Juli nur 8621 Fahrzeuge aus dem Werk in Schanghai an chinesische Kunden, das waren 69 Prozent weniger als im Juni.

Der Hauptanteil der in China gefertigten Fahrzeuge, knapp 33.000 Stromer, wurden in Auslandsmärkte verschifft. Mehr als 24.000 E-Fahrzeuge haben ihren Weg dorthin gefunden. Einige davon waren auch nach Deutschland unterwegs, um dort mit der Auslieferung erster Tesla Model Y zu beginnen. Dass die Absatzzahlen nach einem starken Quartal einbrechen ist nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist allerdings die Tatsache, dass der Absatz um über zwei Drittel zurückging.

Zum direkten Vergleich ein Blick auf den Rekordverdächtigen Juni 2021: Tesla hatte in Schanghai gut 28.000 Fahrzeuge produziert. Exportiert wurden in diesem Monat nur um die 5.000 E-Fahrzeuge, der Rest verblieb im Land. Zurückzuführen ist der Rückgang an verkauften E-Autos durch einige Probleme, mit denen Tesla in China zuletzt zu kämpfen hatte. Es gab unter anderem einen großen Rückruf wegen Softwareproblemen. Zudem wurden Teslas aus bestimmten Wohnanlagen und Militärkomplexen verbannt, weil Behörden Bedenken wegen der Kameras der Fahrzeuge äußerten, wie „IT-Times“ berichtet.

Des Weiteren ist es so, dass Tesla auch in China Konkurrenz bekommt. Zu einem steigt der Absatz der ID.-Familie Monat für Monat. Aber auch heimische Hersteller wie BYD blicken auf einen starken Absatz. Diese brachten es auf mehr als 50.000 verkaufte E-Autos, wie Reuters berichtet. Li Auto verkaufte 8.539 E-Autos, XPeng und Nio 8.040 beziehungsweise 7.931. Es scheint künftig für Tesla nicht mehr selbstverständlich zu sein immer die Nase vorn zu haben.

Quelle: Automobilwoche – Tesla-Verkäufe in China im Juli: Absatz aus chinesischer Produktion sinkt deutlich

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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adson:

Darauf würde ich auch gern mit Ihnen anstoßen, auch wenn ich eigentlich kein Bier trinke. Der Sono Sion ist auch mein Traumauto, da er fast alles bietet, was ich haben möchte, incl. kostengünstiger Ersatzteile. Bis dahin muss mein eGolf mich bei Laune halten, leider ohne AZV.

Anonymous:

Ja wahrscheinlich werden wir noch ein paar Zäpfle zischen müssen, bis wir unsere Wunschfahrzeuge geliefert bekommen – was soll’s- Gut Ding will Weile haben – und Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.
Prost zurück

GoPü:

Naja,ich musste auf meinen Mii Electric auch 11 Monate warten.Das ging ganz vielen so,da ist Tesla eher schnell im ausliefern.Mein Model 3 bekomme ich nach 6 Wochen.Das schafft momentan kein anderes Unternehmen

Stefan:

Prost. Ein köstlicher Tropfen. Dank dem super Wasser aus dem „Ländle“ . Dann stoß ich mal mit einem „Hellers“ mit ihnen und allen anderen pro BEV Freunden an. Tesla bleibt das Maß aller Dinge. Und natürlich werden viele Chinesen immer öfter zu ihren eigenen Marken greifen. Auch wenn die nicht das bieten, was Tesla bietet. Ist ja in Deutschland mit Volkswagen nicht anders. Mir persönlich ist es nicht so wichtig, woher ein BEV kommt. Es muss meinen Ideale bedienen. Und das ist der Sono Sion, den ich mir neulich auf der Roadshow angesehen habe. Sehr gut, was Sono da entwickelt hat. Hoffentlich kommt er bald.

Anonymous:

Hört Hört – der FUD David hat gesprochen
Ich freue mich heute schon auf meine Posts in 2023 – falls Di Dich dann noch in dieses Forum traust :-) :-) :-)

Anonymous:

Sag mal David, hast Du nur die Überschrift gelesen, oder den Text darunter nicht verstanden???

Anonymous:

FUDL David ;-)

Anonymous:

Ja so ist das, wenn man genau das haben möchte, was man will, und sich nicht mit irgendetwas fahrbaren zufrieden gibt.
Mein Bruder fährt halt einen iD3 ich warte gerne ;-)

Anonymous:

:-) :-) :-)

David:

Richtig, es ist nun einmal ein extremer Wachstumsmarkt. Da kann sogar Tesla profitieren. Das geht allerdings vielleicht schneller zu Ende als Tesla-Fans denken.

Denn mit 60k für einen Mittelklasse-SUV ist das MY etwas aus dem Preisrahmen gefallen. Und das Fahrwerk ist knallhart, was man nicht ohne Weiteres ändern kann, weil es eine Folge der Gleichteilestategie von M3 und MY trotz unterschiedlicher Schwerpunkthöhe und damit Einwirkung höherer Hebelkräfte auf die Fahrzeug-Hochachse ist.

Ebenso gibt es keinen neu konstruierten Nachfolger für keines der bisherigen Modelle, weil Tesla glaubt, der Kunde kauft 20 Jahre ein technisch halbwegs upgedatetes Fahrzeug. Der Cybertruck läuft wie das MX in ein Desaster, weil man den Markt nicht erforscht und Rivian und Ford sich schlauer anstellen. Und nicht zuletzt gibt es keinen Plan, wie man mit Großkunden umgehen kann.

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