Xpeng G6 Performance im Test: Viel Elektro-SUV fürs Geld

Xpeng G6 Performance im Test: Viel Elektro-SUV fürs Geld
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Stefan Grundhoff
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Nur wenige chinesische Automarken haben in den vergangenen Monaten für derart viel Aufsehen gesorgt wie Xpeng. Der Elektroautohersteller aus Guangzhou will mit sehr viel Ausstattung für überschaubare Budgets speziell in den umkämpften Volumensegmenten punkten – insbesondere mit dem Mittelklasse-SUV G6, der ab August in Deutschland erhältlich sein wird. Eine erste Testrunde zeigt, dass das klappen könnte.

Manch Autofahrer wird in dem Gewirr der neuen chinesischen Marken kaum mehr den Durchblick behalten. Immer mehr Hersteller mit immer mehr neuen Modellen bevölkern die Fahrzeugklassen, und kaum ein Segment ist dabei so umkämpft wie die SUV-Mittelklasse zwischen 4,70 und 4,90 Metern Länge. Ganz neu und mehr als einen kurzen Blick wert ist der Xpeng G6, der mit gefälligem Design und konkurrenzfähiger Technik Kunden von etablierten Marken herüberholen will.

Ähnlich wie so mancher asiatische Wettbewerber verzichtet Xpeng auch bei seinem G6 auf Spielchen mit zahllosen Varianten. Die Serienausstattung ist komplett und so muss sich der Interessent allein entscheiden, ob das große Akkupaket mit 87,5 kWh für das eigene Fahrprofil sinnvoll ist und ob er im Alltag einen Allradantrieb benötigt. Beide Module kosten jeweils 4000 Euro extra. Für den Basispreis von 43.600 Euro gibt es den Xpeng G6 RWD mit 66-kWh-Batterie.

Xpeng positioniert seinen 4,75 Meter langen G6 aufgrund der abfallenden Dachlinie als SUV-Coupé. Serienmäßig ist das Elektroauto dabei mit dem 66 kWh großen Batteriepaket unterwegs. Viele Kunden dürften sich für das große Akkupaket interessieren, dass Dank eines Normverbrauches von 17,5 kWh / 100 Kilometer eine elektrische Reichweite von 570 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp ermöglicht. Bei der Allradversion sind es immer noch 550 Kilometer. Dank der hauseigenem Fuyao-Plattform mit 800-Volt-Technik erstarkt der Flachakku im Unterboden schneller als bei vielen Wettbewerbern mit bis zu 280 kW. Von 20 bis 80 Prozent Ladekapazität vergehen am Hypercharger gerade einmal 15 Minuten. Das bieten in der Volumenklasse nicht viele.

Für 43.600 Euro gibt es neben dem 66-kWh-Akkupaket und einer kompletten Ausstattung einen 190 kW (258 PS) und 440 Nm starken Elektromotor an der Hinterachse. An die größere Batterie gekoppelt ist ein Leistungsnachschlag auf 210 kW (286 PS). Imposanten Schub bietet die Performance-Topversion, die als dann 51.600 Euro teurer Allradler 350 kW (476 PS) bietet. In den unterschiedlichen Fahrmodi schiebt der Allradler unter stoischem Surren ebenso bissig wie kraftvoll an. Wer will, knackt die 100er-Marke aus dem Stand in kaum mehr als vier Sekunden.

Xpeng G6 Elektro-SUV Laden
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Trotz der stattlichen Motorleistung und heftiger 660 Nm Drehmoment läuft der 2,1 Tonnen schwere Chinese bei 200 km/h in den Begrenzer. Die Federung ist im klassenüblichen Umfeld und auch bei schlechter Fahrbahn allemal komfortabel genug. Wenig Gefühl bietet allerdings die Lenkung und auch die Bremse könnte wie bei vielen Elektroautos durch die Kombination aus Rekuperation und Verzögerung der Scheibe mehr Rückmeldung bieten.

Ausstattung, Preis und Garantie können überzeugen

Innen präsentiert sich der Xpeng G6 Performance aufgeräumt, puristisch und allemal stylish. Die Sitze, mit Kunstleder bezogen, sind bequem und lassen sich elektrisch vielfältig verstellen; je nach Temperatur kann man sie beheizen oder sich von ihnen kühlen lassen. Etwas mehr Beinauflage wäre zumindest für groß gewachsene Personen wünschenswert. Durch den 2,89 Meter langen Radstand ist das Platzangebot im Fond ebenso gut wie vorn. Zwei Erwachsene können in der zweiten Reihe angenehm sitzen, während hinter der elektrischen Heckklappe Gegenstände jeglicher Art in 571 Litern Laderaum Platz finden.

Xpeng G6 Elektro-SUV Cockpit
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Bedienung und Displays für Instrumente (10,7 Zoll) und Navigation (15 Zoll) kennt man bereits vom großen Bruder dem Xpeng G9 oder der Mittelklasse-Limousine G7. Gerade die Insassen im Fond freuen sich über das große Panoramadach, das ebenso wie zahlreiche USB-Anschlüsse, zwei Ladeschalen und Soundsystem serienmäßig ist. Neben der Batteriegröße und dem Allradantrieb bleibt somit nur die Farbwahl offen, und ob der Fahrer eine ausfahrbare Anhängerkupplung für seinen SUV benötigt. Klasse: für den fairen Preis gibt es nicht nur viel Auto und jede Menge Serienausstattung, sondern auch eine Garantie von sieben Jahren bis 160.000 Kilometern.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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