XBus-Auslieferung verzögert sich weiter

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Electric Brands

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Eigentlich sollte der XBus bereits in diesem Jahr ausgeliefert werden, doch das Elektro-Leichtfahrzeug lässt weiter auf sich warten. Offenbar wird derzeit damit gerechnet, dass Anfang 2025 die ersten Fahrzeuge an die Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden können, berichtet nun Pro Mobil. Den XBus produziert das Start-up Electric Brands aus Eppertshausen.

Indes bekommt das Unternehmen einen neuen Chef. Max Brandt ist ab sofort neuer Co-CEO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, berichtet Kfz-Betrieb. Brandt werde zunächst vom bisher alleinigen Geschäftsführer Ralf Haller eingearbeitet, bis dieser nach einer Interimsphase mit zwei Chefs von diesem Posten ausscheiden will. Zuvor war Brandt demnach für den Aluminium- und Stahlplatinen-Hersteller Edge tätig.

Fertigungsbeginn für Ende 2024 vorgesehen

Der XBus soll ab Ende 2024 in den Niederlanden beim Dienstleister VDL Nedcar gefertigt werden. Der Kleinsttransporter ist 3,95 Meter lang, 1,69 Meter breit und bis zu 2,04 Meter hoch. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1,6 Tonnen, das Fahrzeug leistet maximal 56 kW (76 PS). Maximal 100 Stundenkilometer sollen damit möglich sein. Die Zuladung soll bis zu einer Tonne betragen, das modulare Fahrzeug soll unter anderem als Camper angeboten werden. „Zur Campingausstattung des Elektro-Campers gehören ein Schlafplatz für zwei Personen auf einer Liegefläche von 2,10 x 1,30 Metern und ein Hubdach, welches Stehhöhe schafft. Eine Küche mit Waschbecken, Kühlschrank und Kochplatte sind ebenfalls an Bord. Einen Fernseher und Frischwasser-Tank packt Electric Brands ebenfalls noch ins Fahrzeug“, berichtet Pro Mobil.

Electric Brands

Rein optisch kann mit dem XBus sowohl durch die Wahl der Außenfarbe gespielt werden, als auch durch Panels in Kontrastfarben oder Strukturoptik, hieß es bei der Vorstellung in der Pressemitteilung. All dies werde gepaart mit runden LED-Leuchten vorn und hinten, welche dem Stromer seinen Charakter verleihen. „Die Stoßfänger sind deutlich hervorstehend, von der Karosserie entkoppelt und nicht lackiert – denn Design und Funktion bilden am XBUS eine alltagstaugliche Einheit“, hieß es weiterhin.

Modulares System mit leichtem Umbau

Spannender als sein Design ist wohl nur noch die Funktionalität des XBus. Denn dieser verstehe sich als echter Verwandlungskünstler für Handel und Gewerbe – aber auch ein Freizeitmobil mit Langstreckenqualitäten könne er sein. Und das alles in einem, denn in kürzester Zeit könne er entsprechend angepasst werden. Lediglich beim Fahrgestell muss man sich entscheiden, ob man den XBus City oder den XBus Offroad mit mehr Bodenfreiheit wählt. Beide Varianten soll es als Basis in der Version Freedom oder mit acht verschiedenen Modulen geben. Der Clou dabei: Die Module sind einfach und in kurzer Zeit selbst tauschbar, ganz ohne Spezial-Werkzeug. Bis man einen XBus auf den Straßen sieht, dürfte es aber noch ein Weilchen dauern.

Quelle: Pro Mobil – „Wann kommt endlich der E-Camper unter 30.000 Euro?“; kfz-Betrieb – „Electric Brands stellt Führung neu auf“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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