Mit inzwischen 40.000 Elektrofahrzeugen in der Zustellung betreibt die Deutsche Post AG die weltweit größte E-Flotte eines Postunternehmens in einem einzelnen Markt. Das teilte der Konzern anlässlich des internationalen Green Postal Day mit, an dem teilnehmende Postunternehmen der International Post Corporation (IPC) auf ihre Fortschritte bei der CO2-Reduktion aufmerksam machen. Für die Deutsche Post und DHL markiert die Zahl einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer emissionsärmeren Zustellung im deutschen Markt.
Hinter der Flotte steht eine entsprechend ausgebaute Ladeinfrastruktur. An 44.400 Ladesäulen werden die Fahrzeuge geladen, zu 95 Prozent mit Ökostrom. Damit ist ein wesentlicher Teil der Zustellung bereits heute mit grünem Strom unterwegs. Nikola Hagleitner, Vorständin Post & Paket Deutschland, ordnet die Entwicklung strategisch ein: „Mit inzwischen 40.000 Elektrofahrzeugen in der Zustellung unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle in der E-Mobilität.“ Die Elektrifizierung der Flotte sei Teil der langfristigen Unternehmensstrategie, ergänzt sie, und werde durch eine wachsende Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach nachhaltigen Logistiklösungen bestärkt.
Der Fortschritt in Deutschland fügt sich in eine größere Entwicklung ein. Weltweit konnten die an der IPC beteiligten Postdienstleister ihre jährlichen Gesamtemissionen bereits um 41 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2008 senken. Damit rückt das gemeinsame Klimaziel der Branche, eine Senkung um 50 Prozent bis 2030, in greifbare Nähe. Als wesentliche Treiber gelten der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien in postalischen Einrichtungen sowie die schrittweise Umstellung der Zustellflotten auf alternative Antriebe.
Fernverkehr rückt als nächstes Ziel in den Blick
Tobias Meyer, Vorstandsvorsitzender der DHL Group, ordnet die Zahlen ein: „Der Klimawandel ist ein physikalisches Problem, kein politisches, und wir müssen es lösen.“ Der Green Postal Day zeige, dass die Postkonzerne weltweit messbare Fortschritte erzielten, so Meyer weiter. Als Nächstes müsse die Branche die Dekarbonisierung im Fernverkehr und in der Luftfracht konsequent vorantreiben, um die Klimaziele entlang der gesamten Transportkette zu erreichen.
Bei der Deutschen Post AG ist dieser nächste Schritt bereits eingeleitet. Im Paket- und Brieftransport kommen mittlerweile 50 E-Lkw sowie 570 Lkw mit Bio-CNG-Antrieb zum Einsatz. Während die Zustellung mit Elektrofahrzeugen inzwischen zum Alltag gehört, bleibt der Fernverkehr damit das nächste große Feld für die Dekarbonisierung der Logistikbranche.
Wie die Umstellung bei den Kundinnen und Kunden ankommt, zeigt eine Befragung der IPC unter 2500 E-Commerce-Händlern in 19 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, die USA und China. Dabei bewerten 70 Prozent der Befragten die Nachhaltigkeitsleistungen der Postunternehmen positiv. Nachhaltige Logistik entwickelt sich damit zunehmend zu einem Kriterium bei der Wahl des Versanddienstleisters.
Um die Emissionen einzelner Sendungen transparenter zu machen, haben 13 Postunternehmen im Rahmen der IPC den Carbon Footprint Calculator eingeführt. Das Instrument erfasst erstmals die CO2-Bilanz entlang der gesamten Transportkette auf Ebene einzelner Pakete. Für bereits 95 Millionen Sendungen liegen entsprechende Daten vor. Mit der Einbindung weiterer Postunternehmen soll sich das Instrument künftig als Standard für die CO2-Bilanzierung grenzüberschreitender Sendungen etablieren.
Quelle: Deutsche Post – Pressemitteilung









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