VW: Streichung von 30.000 Jobs „entbehrt jeglicher Grundlage“

VW: Streichung von 30.000 Jobs „entbehrt jeglicher Grundlage“
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Marcel Paschertz / Shutterstock / 2021821955

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Volkswagen hat einen Medienbericht dementiert, wonach bei Europas größtem Autohersteller mittelfristig 30.000 von derzeit etwa 130.000 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden sollen. Der Gesamtbetriebsrat wurde in seiner Kritik an dem Bericht des Manager Magazins, der diese Zahl in die Welt gesetzt hatte, sehr deutlich: „Diese Zahl entbehrt jeglicher Grundlage und ist einfach nur Schwachsinn.“

Eine Sprecherin der Volkswagen AG in Wolfsburg hat den Bericht ebenfalls umgehend zurückgewiesen: „Klar ist: Volkswagen muss an seinen deutschen Standorten seine Kosten reduzieren.“ Nur so könne VW ausreichend Mittel für Zukunftsinvestitionen erwirtschaften. „Wie wir gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung dieses Ziel erreichen, ist Teil der anstehenden Gespräche“, sagte sie. Die Zahl von 30.000 Stellen bestätigte auch sie nicht.

Am kommenden Mittwoch startet die erste Verhandlungsrunde von VW mit der Gewerkschaft IG Metall. Deren Verhandlungsführer bei Volkswagen, Thorsten Gröger, verweist darauf, dass „als Erstes der Vorstand seine Pläne am Verhandlungstisch konkret präsentieren“ müsse. Und kündigte bereits massiven Widerstand an: „Wenn Volkswagen die Axt an die Belegschaft anlegen will, werden die Beschäftigten die passende Antwort geben.“

Die kriselnde Volkswagen-Kernmarke VW steht im Mittelpunkt der Verhandlungen, sie hat mit hohen Kosten zu kämpfen und muss in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Euro einsparen. Das Management hat bereits die seit Jahrzehnten geltende Beschäftigungssicherung in Deutschland aufgekündigt, erstmals in der Geschichte von VW stehen sogar Werksschließungen im Raum.

Das Manager Magazin beruft sich in seinem Bericht auf Aussagen von „Hardlinern im Konzern“. Den Wegfall von mittelfristig 30.000 Stellen und Investitionskürzungen im Bereich von 20 Milliarden Euro soll auch Konzernchef Oliver Blume im kleinen Kreis als langfristig realistisch erachtet haben, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Spätestens am Mittwoch kommender Woche wissen wir, wie belastbar die Aussagen beider Seiten wirklich sind.

Quelle: Süddeutsche Zeitung – Bericht: VW könnte bis zu 30.000 Stellen abbauen

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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