UScale-Studie enthüllt E-Auto-Kauftrends

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Die Automobilindustrie erlebt eine bemerkenswerte Veränderung in den Kaufpräferenzen ihrer Kunden. Laut einer aktuellen Studie des Stuttgarter Marktforschungsunternehmens UScale aus dem Jahr 2023 legen Käufer von Elektroautos weniger Wert auf Markenloyalität und konzentrieren sich stattdessen verstärkt auf technologische Aspekte.

Technologie im Vordergrund

Die Studie zeigt, dass weniger als 20 Prozent der Elektroauto-Käufer bei ihrer vertrauten Automarke bleiben. Die überwältigende Mehrheit, mehr als 80 Prozent, ist bereit, Modelle anderer Hersteller in Betracht zu ziehen. Dieser Trend wird durch die Daten von aktuellen Bestellern und E-Auto-Besitzern bestätigt.

Zu Beginn ihrer Kaufüberlegungen sind potenzielle Elektroauto-Käufer hauptsächlich von Umweltaspekten, dem Fahrerlebnis und niedrigen Betriebskosten beeindruckt. Doch während ihrer Recherche verschieben sich ihre Prioritäten. Preis, Reichweite, Ausstattung, Design und Ladeleistung werden zu den Hauptkaufkriterien. Interessanterweise nimmt die Bedeutung der Automarke im Entscheidungsprozess ab.

Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer von UScale, betont: „Ein E-Auto ist nicht nur ein Auto mit einem anderen Antrieb. Es ist eine neue Welt. Der Kaufprozess eines E-Autos beginnt deshalb viel früher und endet später, als der Kaufprozess eines Verbrenners.“ Er fügt hinzu, dass Anbieter im Retail-Ökosystem zukünftige Käufer bereits früh in der Informationsphase ansprechen müssen, um erfolgreich zu sein.

Online-Kauf und Beratung

Die Studie zeigt auch eine wachsende Akzeptanz des Online-Kaufs von E-Autos. Weniger als die Hälfte der Befragten bevorzugt den traditionellen Weg über den Händler. Dennoch spielen Händler und Hersteller weiterhin eine wichtige Rolle als Informationsquelle. Selbst wenn ein Kauf online abgeschlossen wird, suchen Kunden zuvor Informationen bei verschiedenen Händlern oder Markenstores.

Für Automobilhersteller und Händler bietet diese Offenheit sowohl Chancen als auch Risiken. Sie haben die Möglichkeit, ihre Modelle besser zu präsentieren und Neukunden zu gewinnen. Gleichzeitig sind Kunden weniger markenloyal und offen für Angebote von neuen Anbietern, einschließlich solcher aus China.

Informationslücke

Ein weiterer interessanter Befund der Studie betrifft die Informationsquellen. Obwohl Elektroauto-Käufer intensiv auf den Websites von Herstellern und Händlern sowie bei Händlern vor Ort nach Informationen suchen, sind sie oft von diesen Quellen enttäuscht. Viele wenden sich an soziale Medien, Fachzeitschriften und Freunde für verlässliche Informationen.

Abschließend zeigt die UScale-Studie, dass der Kaufprozess für Elektroautos komplexer ist als für herkömmliche Fahrzeuge. Käufer müssen sich nicht nur für ein bestimmtes Modell entscheiden, sondern auch die zugrunde liegende Technologie verstehen und bewerten.

Quelle: UScale – Pressemitteilung vom 31.08.2023

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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