Weitere Millioneninvestitionen in Ladeinfrastruktur unter Biden

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Maria Glaser
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Vor wenigen Tagen gab das US-amerikanische Verkehrsministerium (U.S. Department of Transportation, DOT) in einer Pressemitteilung bekannt, dass weitere Gelder in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar für den Ausbau der emissionsfreien Ladeinfrastruktur für Elektroautos freigegeben wurden. Die scheidende Regierung unter dem amtierenden Präsidenten Joe Biden hält damit bis zuletzt an der bisherigen, nachhaltigen Investitionsstrategie fest.

Bisherige Erfolge der Regierung unter Biden

Eines der erklärten Ziele des amtierenden Präsidenten Joe Biden war es, bis 2030 eine halbe Million öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos zu errichten. Derzeit gibt es nach Angaben des DOT mehr als 206.000 dieser Ladestationen, von denen allein im vergangenen Jahr 38.000 in Betrieb genommen wurden. Dies sei dank der Investitionen aus dem privaten Sektor sowie einer Kombination aus Bundesmitteln, Steueranreizen sowie staatlichen und lokalen Mitteln möglich gewesen.

„Die Biden-Regierung hat historische Investitionen getätigt, um den Übergang zum Elektroauto zu unterstützen und sicherzustellen, dass es in Amerika hergestellt wird. Diese Investitionen werden den Bundesstaaten und Gemeinden helfen, in den kommenden Jahren ein Netz von Ladestationen für Elektroautos aufzubauen, so dass es eines Tages so einfach sein wird, auf einer Autofahrt eine Ladestation zu finden, wie an einer Tankstelle zu tanken.“ – Pete Buttigieg, US-Verkehrsminister

Seit dem Beginn der Biden-Harris-Regierung 2021 habe sich die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektroautos mehr als verdoppelt, so die DOT-Pressemitteilung. Dabei seien auch Anreize für die Industrie geschaffen worden, in die Ladeinfrastruktur und die Produktion von Elektroautos im Land zu investieren.

„Dank der Bemühungen der Biden-Harris-Administration haben wir jetzt landesweit über 206.000 öffentlich zugängliche Ladestationen und Hunderte von neuen Produktionsstätten in 40 Bundesstaaten, die Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum schaffen.“ – Polly Trottenberg, stellvertretende US-Verkehrsministerin

Um diese Arbeitskräfte für den Energiesektor des 21. Jahrhunderts auszubilden und das Netz darauf vorzubereiten, landesweit eine emissionsfreie Betankungsinfrastruktur zu betreiben, habe das Energieministerium bereits Vorarbeit geleistet. Darauf könne diese Finanzierung nun aufbauen, so Jeff Marootian, Principal Deputy Assistant Secretary für das Büro für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Marootian zufolge würden die neuen Lade- und Tankstellen für zugänglichere und gerechtere Transportmöglichkeiten sorgen, gut bezahlte neue Arbeitsplätze schaffen und Chancen für Innovationen in Gemeinden in ganz Amerika eröffnen.

Über 600 Millionen für Ladeinfrastruktur

Umgerechnet mehr als 620 Millionen Euro wurden nun unter der Biden-Harris-Administration freigegeben, die im Rahmen des „Bipartisan Infrastructure Law“ Ladeanschlüsse für Elektroautos schaffen sollen. Außerdem soll mit den Geldern in die Infrastruktur für Wasserstoff– und Erdgastankstellen landesweit investiert werden.

Der Pressemitteilung zufolge habe die Federal Highway Administration (FHWA) des US-Verkehrsministeriums die Zuschüsse für emissionsfreie Betankungsinfrastruktur vor wenigen Tagen angekündigt. Damit sollen 49 Projekte in 27 Bundesstaaten finanziert werden, die mehr als 11.500 Ladeanschlüsse für Elektroautos sowie Erdgas- und Wasserstofftankstellen schaffen sollen.

Durch eine Kombination aus Steueranreizen auf Bundesebene, staatlichen und lokalen Mitteln sowie privaten Investitionen sei es möglich, Lücken im schnell wachsenden emissionsfreien Tankstellennetz zu schließen, so Gabe Klein vom Joint Office of Energy and Transportation. So stellten sie laut Klein sicher, dass alle Gemeinden – ob auf dem Land, in der Stadt oder in den Vorstädten – Zugang zu bequemen, zuverlässigen und erschwinglichen emissionsfreien Transportmöglichkeiten haben.

Die neuen Zuschüsse werden finanziert durch das „Charging and Fueling Infrastructure (CFI) Discretionary Grant Program“ des Bipartisan Infrastructure Law, was umgerechnet fast 2,5 Milliarden Euro beinhaltet, sowie durch eine 10-prozentige Reserve aus dem „National Electric Vehicle Infrastructure (NEVI) Formula Program“. Mit umgerechnet knapp 360 Millionen Euro wird etwas mehr als die Hälfte der neuen Investitionen für 42 Gemeinden bereitgestellt, während die anderen knapp über 260 Millionen Euro in sieben Schnellladeprojekte fließen, die entlang ausgewiesener Korridore gebaut werden. Bei den Gemeinden werden die Gelder der Initiative Justice40 entsprechend vergeben, der Präsident Biden folgt. Entsprechend sollen 40 Prozent des Gesamtnutzens von Bundesinvestitionen in benachteiligte Gemeinden fließen, um Arbeitsplätze zu schaffen, Transportkosten sowie die durch die Luftverschmutzung verursachten Gesundheitskosten zu senken. Zugleich soll ein gleichberechtigter Zugang zur Ladeinfrastruktur für Elektroautos gewährleistet werden.

Mit diesen Geldern soll neben Elektromobilität auch der Wasserstoffsektor ausgebaut werden, was Teil der „National Zero-Emission Freight Corridor Strategy“ ist. Die amerikanische Wasserstoffwirtschaft wachse, so die Pressemitteilung. Dabei bestehe eine ebenfalls wachsende Nachfrage an emissionsfreien mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen, die auch mit Wasserstoff betrieben werden können. Mit Elektro-Lkw werden durch Güterverkehr verursachte Kohlenstoffemissionen verringert und die Luftqualität in Gemeinden verbessert.

Ausgewählte Projekte der Förderung

Für die Investitionen wurden mehrere Projekte ausgewählt. Dazu gehört die Cherokee Nation im Nordosten Oklahomas mit umgerechnet 10,5 Millionen Euro für die Installation von 112 öffentlich zugänglichen Ladestationen an 12 Standorten. Auch die Stadt Troy im US-Bundesstaat Alabama erhält ca. 710.000 Euro für die Installation von Ladestationen an fünf Standorten, u. a. dem Krankenhaus, dem Museum und der Universität.

Bei den Korridorprojekten wurde u. a. der Hafen von Houston ausgewählt, der 24,3 Millionen Euro für den Bau und den Betrieb einer Wasserstofftankstelle für Schwerlastwagen in Bayport im US-Bundesstaat Texas erhält.

Im Rahmen der Finanzierungsrunde seien nach Angaben des DOT 416 Anträge mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet fast 4 Milliarden Euro eingegangen, was mehr als das Sechsfache der zur Verfügung stehenden Mittel ausmache. Es zeige außerdem den starken Wunsch nach Bundesmitteln aus dem ganzen Land. Wie sich dieser Trend nach der Amtsübernahme des designierten Präsidenten Trump entwickelt, bleibt abzuwarten. Allerdings hat sich Trump bereits vor seinem Antritt gegen Subventionen für Elektroautos ausgesprochen.

Quelle: U.S. Department of Transportation – Pressemitteilung vom 10. Januar 2025

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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