Toyota und Hitachi entwickeln Wasserstoffantrieb für die Schiene

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Toyota

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Toyota macht den Brennstoffzellenantrieb fit für die Schiene. Der Autohersteller hat mit der Eisenbahngesellschaft Ostjapans (East Japan Railway Company – JR East) und dem Mischkonzern Hitachi eine gemeinsame Entwicklung von Schienenfahrzeugen vereinbart, die Wasserstoff-betriebene Brennstoffzellen und Speicherbatterien für den Antrieb nutzen.

Der Personen- und Gütertransport auf der Schiene ist anderen Verkehrsmitteln im Hinblick auf die Umwelteigenschaften traditionell überlegen. Die Partner wollen mit der Entwicklung der Testfahrzeuge diese Eigenschaft weiter verbessern, die Auswirkungen des Schienenverkehrs auf die Umwelt auf ein Minimum reduzieren und zur Verwirklichung einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen.

In das Entwicklungsprojekt bringen die drei Partner ihre jeweiligen Stärken ein: JR East stellt die Entwicklungs- und Fertigungstechnologien für Schienenfahrzeuge, Hitachi entwickelt Hybridantriebstechnologien, und Toyota entwickelt Brennstoffzellensysteme unter anderem für das Pkw-Modell Mirai sowie Nutzfahrzeuge wie den Brennstoffzellenbus Sora. Ziel der Partner ist es, die in Automobilen verwendeten Brennstoffzellen für den Einsatz in Schienenfahrzeugen zu adaptieren.

Wie im Mirai wandelt die Brennstoffzelle im Zug den in 20 Tanks mitgeführten Wasserstoff durch die Reaktion mit Sauerstoff in elektrische Energie um. Diese wird über das Hybridantriebsystem an die Elektromotoren geleitet, um den Zug anzutreiben. Darüber hinaus wird Strom auch in einer Lithium-Ionen-Batterie mit 240 kWh Kapazität gespeichert.

Während Toyota die Brennstoffzelleneinheit liefert, entwickelt Hitachi das Hybridantriebssystem inklusive Konverter und Batterie. Der Zug basiert auf einem Schienenfahrzeug der Baureihe FV-E991 von JR East; mit der Modellzeichnung „HYBARI“ (Hydrogen-Hybrid Advanced Rail vehicle for Innovation) verweisen die Projektpartner auf den Wasserstoffantrieb und das Hybridsystem. Der Testbetrieb soll im März 2022 aufgenommen werden.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 06.10.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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