Volkswagen soll laut einem Bericht des südkoreanischen Portals „The Elec“ Samsung SDI mit der Produktion seiner Einheitszelle beauftragt haben. Der koreanische Hersteller soll eine Produktion der standardisierten Batteriezellen in seinem ungarischen Werk Göd planen. Neben Gotion High-Tech und der VW-Tochter PowerCo wäre Samsung SDI damit der dritte Zulieferer des VW-Konzerns.
Bisher wird die Einheitszelle von der Volkswagen-Tochter PowerCo in der Zellfabrik in Salzgitter gefertigt, die Ende 2025 eingeweiht wurde. Zudem beliefert der chinesische Batteriehersteller Gotion High-Tech seit dem vergangenen Jahr Volkswagen mit Einheitszellen aus seinem Werk im chinesischen Hefei.
Die Einheitszelle, die Volkswagen erstmals 2021 vorgestellt hat, soll künftig in bis zu 80 Prozent der Elektroautos des Konzerns, unabhängig von Marke oder Region, zum Einsatz kommen. Die standardisierte Zelle, die immer die gleichen Maße hat, kann mit verschiedenen Zellchemien wie Lithium-Eisenphosphat (LFP), Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) oder als Feststoffzelle bestückt werden.
Laut Brancheninsidern soll Samsung SDI der dritte Zelllieferant werden und bereits zwei Linien seines Werks in Göd für die Herstellung der Einheitszellen umbauen, wie „The Elec“ berichtet. „Wir arbeiten daran, die bestehende Top-Terminal-Linie von einer ungarischen Fabrik zu einem Seitenterminal umzuwandeln. Eine der beiden Linien wird bereits vor Ort installiert und die andere wird im Land vorbereitet“, erklärte ein Brancheninsider gegenüber dem koreanischen Internetportal. Der Bericht wurde bislang weder von Volkswagen noch von Samsung SDI bestätigt.
Während das „Top-Terminal“, bei dem das Terminal oben am Gehäuse platziert ist, die gewöhnliche Variante ist, handelt es sich bei den Seitenklemmen oder „Side-Terminal“ um die von Volkswagen inzwischen bevorzugte Variante. Der Start der Massenproduktion in Ungarn wird für 2027 erwartet, eine konkrete Produktionskapazität wurde bisher nicht bestätigt. Schätzungen gehen von einem zweistelligen Gigawattstunden-Bereich (GWh) aus.
Für Volkswagen dürfte der Zellbezug aus dem ungarischen Samsung-Werk insbesondere in Hinblick auf den kürzlich beschlossenen Industrial Acceleration Act (IAA) der Europäischen Kommission von Vorteil sein, denn bisher machen südkoreanische Unternehmen mehr als 80 Prozent der Produktionskapazität der EU-Batteriezellen aus.
„Wir glauben, dass sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa aufgrund des Volumensegments verbessert und dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugbatterien auch im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 Prozent steigen wird“, erklärte Samsung in einer Ergebnisveröffentlichung für das erste Quartal 2026. Im Werk Broed rechne man in der zweiten Jahreshälfte mit einer Auslastung von mehr als 70 Prozent und ziele darauf ab, einen Überschuss zu erzielen.
Quellen: The Elec / Electrive – Samsung SDI soll angeblich Batteriezellen für VW herstellen








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