SQUAD Solar City Car: Kompaktes Solar E-Fahrzeug ab 6.250 Euro

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SQUAD

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Drei Jahre ist es her, dass das erste Konzept des SQUAD Solar City Car das Licht der Welt erblickt hat. Bereits damals kam es als zweisitziges, kompaktes Stadt-Fahrzeug daher, dass sich mit Solarenergie auflädt. Damals war die Rede von einem Einstandspreis von 5.750 Euro, dieser ist mittlerweile auf 6.250 Euro (ohne MwSt.) gestiegen.

2023 soll das Solarelektrofahrzeug auf die Straße kommen. Derzeit kann es bereits vorbestellt werden. Das Start-Up hinter dem Unternehmen hat seine Wurzeln im niederländischen Solar-E-Auto-Unternehmen Lightyear. Zwei ehemalige Mitarbeiter, mit langjähriger Erfahrung in der Motorrad- und Automobilbranche, Robert Hoevers und Chris Klok haben sich mit SQUAD selbständig gemacht.

Wie diese ausführen schließt das SQUAD Solar City Car die Lücke zwischen Autos und Zweirädern. Ein Stadtauto, das man schon mit 16 Jahren fahren kann. Einfach zu bedienen, zu fahren und zu parken. Kein Parkplatzproblem, keine Staus und keine Reichweitenangst mehr. Das Solarpanel auf dem Dach sorgt für eine Reichweite von bis zu 20 km an sonnigen Tagen (Europa). Mit tragbaren Batterien für eine zusätzliche Reichweite von 100 km.

Setzt man dies ins Verhältnis zu den Daten aus 2019 zeigt sich eine Verschlechterung der Solar-Reichweite. Damals war von 9.000 zusätzlichen Kilometer im Jahr die Rede. Nun sind es unter idealen Voraussetzungen 7.300 Kilometer. „Tanken“ bedeutet für den SQUAD, die Sonne ihre Arbeit machen zu lassen oder die tragbaren Batterien an einer normalen Steckdose aufzuladen.

In diesem Sinne ist das SQUAD Solar City Car kein klassisches Auto, sondern versteht sich als Fahrzeug, welches in die EU-Fahrzeugklasse L6e fällt. Dennoch ist eine entsprechende Sicherheit dank des starken Überrollkäfigs gegeben. Darüber hinaus verfügt das Solar-E-Fahrzeug über Dreipunkt-Sicherheitsgurte und eine vollständige Crash-Struktur an Front und Heck.

Im Innenraum präsentiert es sich zudem überraschend geräumig und bietet genug Platz für zwei (große) Personen plus Gepäck. „Wie ein kleines Wohnzimmer auf Rädern mit zwei bequemen Sesseln, großen Fenstern für einen Panoramablick, einem übersichtlichen Armaturenbrett mit Platz für Ihre Tasche oder Ihren Laptop, Becherhaltern, einem Telefonhalter und einem USB-Ladegerät“, wie SQUAD seinerseits zu verstehen gibt. So kommen Sie trocken und sicher an Ihr Ziel.

Wie man es bereits vom SION von Sono Motors kennt, wolle auch SQUAD sein E-Fahrzeug für die Masse zur Verfügung stellen. Der SQUAD ist für Sharing-Plattformen optimiert. Er ist so konstruiert, dass er der Abnutzung durch intensive Nutzung standhält. Der kleine Zweisitzer ist leicht zu erreichen, zu bedienen und zu parken. Mit einer Grundfläche von nur 2,4 m2 können drei SQUADS auf einem Parkplatz abgestellt werden.

Des Weiteren wurde darauf geachtet, dass sowohl das Innere als auch das Äußere des Fahrzeugs leicht zu reinigen sind, und kaputte Teile sind einfach zu ersetzen. Die Räder fungieren als natürliche Stoßdämpfer, die Schäden an Karosserieteilen verhindern. Eine zusätzliche Option ist die SQUAD-Batteriewand zum schnellen Wechseln und Laden der Batterien.

Quelle: SQUAD – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Eduard:

Wann wird es produziert?

P.Schmalenbach:

Die 45 km/h Beschränkung zeigt doch eindeutig die Unfähigkeit der Beamten und Politikdummis was in der Zukunft sinnvoll wäre.Diese Beschränkung gibt es ja schon lange auch in den Köpfen der Verantwortlichen.

Alexey:

Naja, das hat wohl was mit der „Fahrzeugklasse“ zu tun. Die gibt als obere Grenze die 45km/h vor.

Den Ansprüchen an ein Fahrzeug das man unter dem Begriff „Auto“ packen würde, wird es natürlich nicht gerecht. Als Hauptfahrzeug wäre es wohl daher auch nur für einen sehr kleinen Anteil der Bevölkerung etwas.

Als Mofa-Ersatz hätte ich mich vermutlich mit 15 darüber gefreut, auch wenn ich es mir damals nicht hätte leisten können. ;-)

Panib:

Sorry, aber 45 km/h kann doch nicht wirklich ernst gemeint sein für Europa. Im Wahnsinnsverkehr von Mumbai oder Kolkata in Indien wäre das schon eher vorstellbar.

Silverbeard:

Die Pedelecs werden in Handarbeit zusammengeschweisst. Da helfen keine Schweisroboter. Das teure ist die menschliche Arbeitszeit und die geringe Stückzahl. Hochwertige gefederte E-Lastenräder kosten auch schnell 10.000€.

heinr:

im Grunde gehören solche L7 Fahrzeuge gefördert und nicht die Dickschiffe die immer mehr Akkus brauchen und mit sich rumschleppen. Könnte sogar sein das solche L7 Fahrzeuge die Kleinst PKW wie E-Up , E-Smart ablösen, die sind wegen der kleineren Margen eh uninteressant für die PKW Hersteller.
Wir bekommen zwar in ein paar Wochen einen E-Up, der könnte aber nach 6 Monaten durch sowas abgelöst werden.
Ein wenig verrückt, für einen A1 Elektroroller gibt es die volle THG Prämie, für sowas hier nix.

Wolfbrecht Gösebert:

„wenn man die paar gebogenen, gestanzten […] Metallteile bei überdachten Pedelecs anschaut, dazu einige [Kunststoffverkleidungen, … kleine Akkus], dann wundert man sich wie ein 4–7 mal so schweres L6e-Fahrzeug fast desselbe kosten kann.“

Ja, eher keine Teile aus dem »Dunstkreis Automobil-Zulieferer« Serien-produzierbar!

„… mir [wäre] ein überdachtes Pedelecs vor dem Haus zu parken zu riskant“

Das verstehe ich gut, hier (im suburbanen Raum) sind alle Straßenränder übervoll zugeparkt, ganz hochprozentig mit SUVs! Irgendwie Pedelec-geeignete Abstellflächen sind völlig Fehlanzeige!

„Da ich keine Garage habe …“

Nachdem ich 2012 schon testweise ein kleines eAuto gefahren bin, habe ich 2013 bei notwendiger Wohnungssuche einen (Tief-)Garagenplatz gleich mit unabdingbar gemacht – und 2014 auch zusammen bekommen!

Inzwischen lade ich dort zum Echt-Ökostrom-Tarif (auch 2022 noch unter 0,30 €/kWh) am eigenen Wohnungszähler! Der eigene Ladeanschluß war keineswegs einfach durchsetzbar oder gar umsonst zu installieren und zusätzlich kostet ja auch die lfd. TG-Miete – war und ist es mir aber wert!
Seit dem krassen Anstieg der Ladesäulen-Preise aber sowieso!

„Zurzeit reicht mir noch ein faltbarer Bollerwagen“

Für mich sind eine Einkaufstour (ca. 2x die Woche) mit Supermarkt, Bank, Bäcker und Wochenmarkt ca. 20 km Strecke … Baumarkt und Fachgeschäfte mal außen vor!

„bei Regen verschiebe ich den Einkauf.“

Kommt mir zugute :) bei Regen fahre ich besonders gern – Läden meist schön leer!

Daniel W.:

Ich bin kein Kaufman – aber wenn man die paar gebogenen, gestanzten, gegoßenen, gebohrten und gefrästen Metallteile bei überdachten Pedelecs anschaut, dazu einige Kunststoffverkleidungen, eine Frontscheibe evtl. mit Scheibenwischer und 2 einfache Sitze ergänzt mit Lenker und Pedalen, 3 oder 4 kleine und/oder schmale Reifen mit Bremsen, zuletzt die E-Unterstützung (250W) und die kleinen Akkus, dann wundert man sich wie ein 4 – 7 mal so schweres L6e-Fahrzeug fast desselbe kosten kann.

Offenbar spielt das gesparte Material bei überdachten Pedelecs, im Vergleich zu L6e-Fahrzeugen, beim Preis kaum eine Rolle. Ich vermute es ist wie bei Markenschuhen und -klamotten, die Handelsmarge ist groß, ebenso die Werbekosten, so dass die Herstellung am Ende nur rund 10% kosten darf.

Da ich keine Garage habe, wäre mir ein überdachtes Pedelecs vor dem Haus zu parken zu riskant, dann lieber für den gleichen Preis ein L6e- oder L7e-Fahrzeug mit rund 500 kg (gebraucht) kaufen.

Oder ich suche nach einem besonders schmalen überdachten Pedelec, das durch die Türe im EG passt und für den Akku würde ich eine spezielle Metallbox oder Akkuschutztasche kaufen, siehe

MDR-Video (2:48 min) >> akkusafe.eu/wp-content/uploads/2021/01/mdr-beitrag.mp4

Zurzeit reicht mir noch ein faltbarer Bollerwagen und bei Regen verschiebe ich den Einkauf. Bei kaltem Wetter helfen dicke Jacke, Mütze und Handschuhe. In ein paar Jahren gibt es wohl eine größere Auswahl und vermutlich auch günstige gebrauchte kleine Fahrzeuge für meine Zwecke.

Wolfbrecht Gösebert:

„L6e- und L7e-Fahrzeuge, die E-Fahrzeuge der Zukunft, vor allem mit Solarzellen – neben überdachten Pedelecs, die noch umwelt- und klimafreundlicher durch noch geringeren Resourcen- und Energieverbrauch sind.“

Ja, auffällig sind aber die vergleichsweise hohen, fast geichen Preise überdachter Pedelecs ggü. den L6-Fahrzeugen!
Die kalkulierten Stückzahlen scheinen da doch sehr unterschiedlich zu sein.

Daniel W.:

Die Räder fungieren als natürliche Stoßdämpfer, …

Die richtige Übersetzung wäre „Stoßstangen“, denn die Räder stehen vorne und hinten über die Karosserie hinaus und stoßen als Erste an Hindernisse an.

Und hier einige Angaben zum Solar-Quad:

Länge 2 m

Breite 1,2 m

Höhe 1,6 m

Wendekreis 6 m

Leistung 4kW (2 x 2kW) (L6)

Reichweite 50 km (mit 2 Akkus) oder 100 km (mit 4 Akkus)

Reichweite mit Solar zusätzlich 20 km / Tag (im EU Sommer)

2 Personen und 45 km/h (L6)

4 Personen und 70 km/h (L7) (2 Personen vorne und 2 Kinder bis 1.25 m hinten)

Kofferraum 168 L / 243 L (umgeklappter Beifahrersitz)

Mit Heizung (Klimanlage optional)

Preise:

6.250 Euro + 19% MwSt. = 7.437,50 Euro (2 Akkus, 50 km Reichweite, ohne Türen)

7.050 Euro + 19% MwSt. = 8.389,50 Euro (2 Akkus, 50 km Reichweite, mit Türen)

9.000 Euro + 19% MwSt. = 10.710 Euro (4 Akkus, 100 km Reichweite, mit Türen und Klimaanlage)

(Quelle: squadmobility.com)

L6e- und L7e-Fahrzeuge, die E-Fahrzeuge der Zukunft, vor allem mit Solarzellen – neben überdachten Pedelecs, die noch umwelt- und klimafreundlicher durch noch geringeren Resourcen- und Energieverbrauch sind.

Ein großen Problem sind dann aber die vielen, vielen schon vorhandenen 2-Tonnen-Rammbock-SUVs, die müssten aus den Innenstädten verbannt werden, damit es mehr Platz für die Menschen und das Stadtgrün gibt und die Fahrer(innen) der kleinen E-Autos gefahrloser in der Stadt fahren können.

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