Software-Update bringt älteren Audi e-tron 20 Kilometer mehr Reichweite

Software-Update bringt älteren Audi e-tron 20 Kilometer mehr Reichweite
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Besitzer eines Audi e-tron der Modelljahre 2019 oder 2020 dürfen sich auf mehr Reichweite freuen: Ein neues Software-Update sorgt für bis zu 20 Extrakilometer Reichweite im realen Fahrbetrieb – und bringt damit eine Effizienzsteigerung auch für Bestandsfahrzeuge in Serie. Das Update steht ab sofort bei Audi-Service-Betrieben zur Installation bereit, wie der Autohersteller mitteilt.

Zeitgleich mit der Premiere des e-tron Sportback brachte Audi Ende 2019 ein Technik-Update mit verbesserter Reichweite für seine erste elektrische Baureihe in die Serie. Damit fährt der Audi e-tron 55 quattro im aktuellen Modelljahr mit einer Batterieladung bis zu 441 Kilo­meter weit (WLTP-Zyklus). Neben einer angepassten Hardware zahlte vor allem eine optimierte Software auf das Reichweitenkonto ein.

Nun sind die Software-Umfänge dieser Effizienzsteigerung auch für Bestandsfahrzeuge verfügbar. Unter anderem erweitert das Update den nutzbaren Bereich der Hochvoltbatterie. Die 95 kWh fassende Batterie des Audi e-tron 55 quattro stellt dann netto mehr nutzbare Energie zur Verfügung – 86 kWh Kapazität ermöglichen somit eine gesteigerte Reichweite. Das Software-Update für alle Serienfahrzeuge des Audi e-tron 55 quattro, die zwischen Mitte September 2018 (Modelljahr 2019) und Ende November 2019 (Modelljahr 2020) gebaut wurden, kann ab sofort bei den Servicepartnern kostenfrei aufgespielt werden.

Effiziente Motorsteuerung, besseres Thermomanagement

Neben der Batteriekapazität optimiert die neue Software auch die Steuerung der vorderen E-Maschine. Im normalen Fahrbetrieb sorgt standardmäßig der Motor an der Hinterachse für Vortrieb. Für eine verbesserte Effizienz wird der vordere Elektromotor nun nahezu vollständig abgekoppelt und stromlos geschaltet – und erst wenn mehr Leistung benötigt wird, kommen beide Motoren zum Einsatz. Der große Konzeptvorteil des Asynchronmotors, das stromlose Mitlaufen ohne elektrische Schleppverluste, komme somit noch besser zur Geltung, so Audi.

Auch die Kühlung werde durch das Update verbessert. Das hochflexible Thermomanagement, das aus vier separaten Kreisläufen besteht, temperiere die Hochvoltkomponenten nun effizienter. Durch eine angepasste Steuerung konnten im Kühlmittelkreislauf die Volumenströme verringert werden, so dass sich der Energieverbrauch reduzieren soll. Das Kühlsystem ist die Basis für schnelles Gleichstromladen, eine hohe Lebensdauer der Batterie und reproduzierbare Fahrleistungen – auch bei hoher Belastung.
Seit Ende 2018 wird das erste vollelektrische Auto von Audi am bilanziell CO2-neutralen Standort Brüssel gefertigt. Bereits im Frühjahr diesen Jahres knackte der e-tron die Verkaufsmarke von 100.000 Stück. In Norwegen war das Modell im vergangenen Jahr sogar das meistverkaufte Auto über alle Antriebsarten hinweg.

Den Erfolg des e-tron führt Audi maßgeblich auf seine Alltagstauglichkeit zurück. Hier spielen neben dem üppigen Raumangebot und hohen Komfort auch die langstreckentauglichen Reichweiten eine entscheidende Rolle: Mit bis zu 453 Kilometern (WLTP) beim e-tron Sportback 55 quattro beziehungsweise bis zu 441 Kilometern (WLTP) beim e-tron 55 quattro lassen sich bequem auch längere Strecken bewältigen. Außerdem überzeugt der Audi e-tron mit seinen hohen Ladegeschwindigkeiten. Für rund 110 Kilometer Reichweite steht das Auto im Idealfall knapp zehn Minuten an der Ladesäule, die 80-Prozent-Marke erreicht der Audi e-tron 55 quattro nach circa 30 Minuten.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 28.10.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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