Rückruf: 250.000 Mercedes-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt

Rückruf: 250.000 Mercedes-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt
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Mercedes-Benz

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Die Werkstätten, die für den Stuttgarter Autohersteller Mercedes-Benz arbeiten, haben eine Menge Arbeit vor sich: Weltweit müssen vorsorglich 250.000 Fahrzeuge des Baujahrs 2023 zurückgerufen werden, weil der Motor auszufallen drohe. Das berichtet die Zeit unter Verwendung von Material der Deutschen Presseagentur dpa.

Betroffen sind davon laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts (KBA) eine ganze Reihe von unterschiedlichen Modellen, interessanterweise sowohl mit Verbrennungs- als auch mit Elektromotoren. Zurückgerufen werden laut Bericht Fahrzeuge der Modellreihen AMG GT, C-Klasse, CLE, E-Klasse, EQE, EQS, GLC, S-Klasse und SL. Alleine in Deutschland dürften fast 40.000 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen sein, so das KBA. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz weltweit gut 2,5 Millionen Fahrzeuge verkauft, es ist also etwa jedes zehnte Neufahrzeug aus 2023 betroffen.

Auch Brände seien nicht ausgeschlossen

Laut Bericht habt ein Sprecher von Mercedes-Benz bestätigt, dass bestimmte in den Fahrzeugen verbaute Sicherungen möglicherweise nicht den Anforderungen entsprechen und dadurch die Motoren komplett ausfallen könnten. In der Rückrufdatenbank des KBA heißt es konkret: „Kontaktunterbrechung oder Erhöhung des Kontaktwiderstands an der 80A-Sicherung kann zum Motorausfall oder zur Beeinträchtigung von Rückhaltefunktionen und des Kombiinstruments führen. Eine Brandgefahr kann nicht ausgeschlossen werden.

Aus Sicherheitsgründen ist also ein Befolgen des Rückrufs dringend zu empfehlen. Für den Werkstattbesuch müssen betroffene Kunden laut Angaben des Herstellers etwa zwei bis fünfeinhalb Stunden einkalkulieren, um die Vorsicherungsdosen zu ersetzen, der Werkstattbesuch sei für alle Kunden natürlich kostenlos. Wer betroffen ist, wird von seinem Händler darüber informiert.

Zuletzt hatte es auch beim Elektroauto-Hersteller Tesla wiederholt sogenannte Rückrufe gegeben, diese konnten aber im Gegensatz zum aktuellen Fall bei Mercedes-Benz zumeist durch Software-Updates „over the air“ behoben werden. Für den Kunden ist diese Art des Rückrufs entspannt: Sie müssen lediglich ein Update im Fahrzeug installieren und nicht in die Werkstatt fahren. Da ist es für Tesla auch gut zu verkraften, wenn wiederholt mehr als eine Million Fahrzeuge nachgebessert werden müssen.

Quelle: Zeit online – „Kraftfahrt-Bundesamt: Mercedes-Benz ruft weltweit 250.000 Fahrzeuge zurück“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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