Das Mercedes-Benz Werk Bremen befindet sich im Produktionshochlauf eines seiner wichtigsten Modelle: Der neue elektrische GLC läuft seit Anfang des Jahres in Halle 9 gemeinsam mit den Verbrenner- und Hybridvarianten des GLC sowie dem EQE vom Band. Es ist bereits das dritte vollelektrische Serienmodell, das am Standort gefertigt wird – nach dem EQC, der 2019 als erstes Mercedes-Benz-Elektroauto überhaupt in die Großserienfertigung integriert wurde, und dem EQE.
Der elektrische GLC basiert auf einer 800-Volt-Architektur und einer weiterentwickelten Zellchemie. Die Batterie, geliefert von der Accumotive in Kamenz, ermöglicht nach Unternehmensangaben deutlich verkürzte Ladezeiten: Innerhalb von zehn Minuten soll Energie für bis zu 305 Kilometer nachgeladen werden können. Die WLTP-Reichweite der Variante GLC 400 4Matic mit EQ Technologie gibt Mercedes-Benz mit bis zu 715 Kilometern an.
Die Komponenten für den Antriebsstrang stammen aus einem konzerninternen Verbund. Elektrische Antriebseinheiten kommen aus dem Werk Sebeș in Rumänien, elektrische Achsen und weitere Schlüsselkomponenten liefert das Werk Hamburg – das bereits seit 2022 den EQE in Bremen beliefert und nun auch Teile für den elektrischen GLC beisteuert.
Mercedes GLC: Bestellrekord in den ersten drei Monaten
Die Nachfrage übersteigt bisherige Elektromodelle des Konzerns: Der neue elektrische GLC wurde laut Mercedes-Benz in den ersten drei Monaten häufiger bestellt als jedes andere Elektrofahrzeug in der Unternehmensgeschichte. Vorstandsmitglied Michael Schiebe, zuständig für Produktion, Qualität und Supply Chain Management, hob die Leistung des Standorts hervor: „Die Bremer Kolleginnen und Kollegen haben wieder einmal erfolgreich abgeliefert. Mit dem Hochlauf des neuen elektrischen GLC meistern sie eine komplexe Integration in die laufende Produktion mit höchster Professionalität – und dank unserer konsequenten digitalen Transformation.“

Michael Frieß, Leiter der Produktion des Werks, verwies auf die Entwicklung der vergangenen Jahre: „Wir waren 2019 das erste Werk, das ein Elektrofahrzeug in die laufende Serienfertigung integriert hat. Mittlerweile sind Plug-in-Hybride und vollelektrische Modelle ein fester Bestandteil unseres Produktportfolios.“ Betriebsratsvorsitzender Michael Peters betonte die Bedeutung des Modells für den Standort: „Der GLC präsentiert das neue Gesicht unserer Marke. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses zukunftsweisende Modell bei uns in Bremen bauen dürfen.“

Halle 9, die größte Produktionshalle des Werks, läuft seit über einem Jahrzehnt im Drei-Schicht-Betrieb. Insgesamt werden am Standort aktuell elf Modelle gefertigt, sieben davon exklusiv in Bremen. Mit rund 10.500 Beschäftigten ist das Werk der größte private Arbeitgeber der Region. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte ordnete den Produktionsstart in einen längeren Zusammenhang ein: „Bremen und Mercedes-Benz, das ist seit 50 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 10.000 Beschäftigte, mehr als zehn Millionen gebaute Fahrzeuge.“ Er zeigte sich überzeugt, dass diese Entwicklung mit dem elektrischen GLC fortgesetzt werde.
Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung









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