Renault Trucks setzt in der Logistik auf Elektro-Lkw

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Renault Trucks

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Renault Trucks will seiner Rolle als wichtiger Akteur bei der Dekarbonisierung des Transportwesens gerecht werden und unterstreicht diese mit der Elektrifizierung seiner eigenen Logistikströme. Hierbei ist der Transport der Fahrzeugachsen mit Elektro-Lkw zwischen den Werken in Lyon und Bourg-en-Bresse ein erster Schritt. Bei den dabei jährlich zurückgelegten 450.000 Kilometern zwischen den beiden Produktionsstandorten durch die Transportunternehmen Dupessey & Co sowie Transports Chazot kommen künftig Renault Trucks E-Tech T mit 44 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zum Einsatz.

Fünf, mit 22 Tonnen Material beladene Elektro-Lkw kommen jeweils zweimal täglich zum Einsatz. Sie transportieren die am Standort Lyon hergestellten Achsen zum Werk in Bourg-en-Bresse (360 Kilometer), wo die Lkw-Montage des Premiumsegments erfolgt.

Die Häufigkeit der Fahrten richtet sich dabei nach dem zu transportierenden Warenstrom, wobei an einem Tag bis zu sieben Lkw eingesetzt werden. Die Lkw werden einmal pro Tag 45 bis 50 Minuten lang am Standort Lyon aufgeladen, wo eine eigens dafür vorgesehene Ladestation eingerichtet wurde. Zudem werden die Fahrzeuge jeden Abend in den Depots der beiden Transportunternehmen aufgeladen.

Bei dieser Maßnahme werden insgesamt 440.000 Kilometer mit Elektrofahrzeugen zurückgelegt, was zu einer jährlichen Verringerung von 375 Tonnen CO2 führe. Zur Elektrifizierung der Transporte zwischen Lyon und Bourg-en-Bresse wurde zunächst eine Machbarkeitsstudie des Projekts durchgeführt. Hierfür verwendeten die Teams von Renault Trucks das gleiche Tool, das auch den Kunden zur Verfügung steht, und zwar die Software Range Simulator. Dabei sind vier Hauptparameter ausschlaggebend: die Nutzung des Lkw, die Beladung und der Aufbau, die Außentemperatur sowie die Topografie.

Zur optimalen Nutzung des Systems wurde nach erfolgter Diagnose der Standort der Ladeinfrastruktur bestimmt. Am Produktionsstandort Saint-Priest bei Lyon wurden daher zwei 360-KW-Stationen (mit jeweils zwei Ladepunkten) installiert, um den E-Lkw ein Zwischenladen unter optimalen Bedingungen zu ermöglichen.

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Renault Trucks

„Die Elektrifizierung dieses ersten Logistikstroms ist das Ergebnis harter Arbeit. Wir haben uns für den Achsen-Transport zwischen Lyon und Bourg-en-Bresse entschieden, weil es sich dabei um einen typischen Warenfluss bei Renault Trucks handelt, mit sehr hohen Anforderungen an das Unternehmen, insbesondere bei der Taktung und Präzision. Dieses Projekt erweitert unser Know-how im Bereich Dekarbonisierung der Mobilität“, so Bruno Blin, Präsident von Renault Trucks. „Diese Art von Projekten ermöglichen Renault Trucks den Aufbau eines neuen Transportmodells. Unser Ziel ist es, bis 2030 unseren Logistikbereich massiv zu elektrifizieren, wobei wir beim Warentransport zwischen unseren Produktionsstandorten eine hundertprozentige Elektrifizierung anstreben.“

Derzeit arbeitet Renault Trucks an einem Dutzend weiterer Elektrifizierungsprojekte dieser Art, die in den kommenden Monaten und Jahren umgesetzt werden sollen. Dies soll insbesondere durch den Einsatz von Elektro-Lkw erreicht werden, die künftig in der Lage sein werden, immer größere Entfernungen zurückzulegen.

Quelle: Renault Trucks – Pressemitteilung vom 04.07.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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