Renault 4 „Plein Sud“: Cabrio-Feeling ab 36.300 Euro

Renault 4 „Plein Sud“: Cabrio-Feeling ab 36.300 Euro
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Renault 4 E-Tech elektrisch bekommt eine neue Variante: Unter dem Namen „Plein Sud“ – französisch für „Richtung Süden“ – bietet Renault das Elektroauto erstmals mit einem elektrisch betriebenen Stoff-Faltdach an. Die Ausführung ist ab sofort bestellbar und knüpft damit an den historischen Renault 4 Plein Air aus den späten 1960er-Jahren an, bei dem Türen, Dach und Heckklappe komplett durch ein Stoffdach ersetzt worden waren. Das neue Modell interpretiert dieses Konzept zeitgemäß, ohne es ganz so konsequent umzusetzen.

Optisch prägt das schwarze Verdeck den Charakter des Fahrzeugs spürbar. Um die Dachöffnung so breit wie möglich zu gestalten, wurde das Stahldach bis an die äußerste Seite entfernt – die Dachreling entfällt entsprechend. Die Antenne wanderte von der Dachmitte in die Heckscheibe. Nach Angaben von Renault wurde das Fahrzeug von Beginn an für diese Dachvariante konzipiert, weshalb die Kopffreiheit nahezu identisch bleibt: vorn 906 Millimeter, hinten 813 Millimeter – verglichen mit 886 und 853 Millimetern in der Standardausführung.

Renault 4 E-Tech „Plein Sud“: Ein Dach, das Gewicht und Geräusche im Griff hat

Bei der Entwicklung arbeitete Renault mit den Partnerunternehmen Webasto und Haartz zusammen. Die tragenden Teile des Dachs bestehen aus Kunststoff statt aus Metall, was das Gesamtgewicht senkt. Beim Zusammenfalten kommt das Verdeck auf drei statt der üblichen vier Teile, was zusätzlich zur Gewichtsreduzierung beiträgt. Im geschlossenen Zustand sorgt eine dicke Stoffbespannung für Geräuschdämmung; bei geöffnetem Dach übernimmt ein Deflektor diese Aufgabe.

Die Öffnung selbst misst 92 Zentimeter in der Länge und 80 Zentimeter in der Breite. Bedient wird das Verdeck per Knopfdruck am Fahrzeugschlüssel, über einen Schalter neben dem Innenspiegel oder per Sprachbefehl über den fahrzeuginternen Assistenten Reno. Erhältlich ist die Plein-Sud-Variante in Kombination mit der Ausstattungslinie Techno ab 36.300 Euro sowie mit der Linie Iconic ab 38.300 Euro.

Renault

Gleichzeitig rollt ein Update für die gesamte Modellreihe an

Parallel zum Start der neuen Dachvariante erhält die gesamte Renault-4-Baureihe ein technisches Update. Neu an Bord ist ein Fahrerüberwachungssystem, das über eine Kamera in der A-Säule Ermüdungserscheinungen oder Ablenkungen erkennt und die entsprechenden Daten in einen nach jeder Fahrt angezeigten „Safety Score“ einfließen lässt. Ergänzt wird das System durch einen Notbremsassistenten, der das Fahrzeug bei Inaktivität der Fahrer:in bis zum Stillstand abbremst.

Der Eco-Driving-Assistent arbeitet künftig vorausschauend: Mithilfe von Kartendaten analysiert er die vorausliegende Strecke und warnt vor Kurven, Kreisverkehren oder Hindernissen, damit Fahrer:innen frühzeitig vom Gas gehen und Energie sparen können. Hinzu kommt ein neues Datentarif-Angebot: Kund:innen, die über Mobilize Financial Services finanzieren, erhalten drei Jahre lang zwei Gigabyte Datenvolumen pro Monat – ausreichend etwa für bis zu 40 Stunden Musikstreaming oder drei Stunden Videostreaming monatlich.

Kürzere Ladezeiten auch bei Kälte

Eine der substanzielleren technischen Neuerungen betrifft das Verhalten bei niedrigen Temperaturen. Ein neuer Wasser-Wasser-Wärmetauscher soll die Batteriebeheizung effizienter steuern und damit die Ladezeiten in der Kälte deutlich verkürzen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt reduziert sich ein Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent – sofern die vorangegangene Fahrt weniger als zehn Minuten dauerte – von einer Stunde auf 50 Minuten. Bei minus 20 Grad Celsius sinkt die Ladezeit von 1:45 auf 1:10 Stunden. Betrug die Fahrzeit zuvor mehr als eine Stunde, sind laut Renault sogar 40 beziehungsweise 50 Minuten möglich.

Quelle: Renault – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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